Zu viele Steuerbescheide: Griechischen Finanzämtern geht die Tinte aus

Eines muss man den Griechen lassen: Sie identifizieren immer neue Gründe, warum die Staatseinnahmen hinter den Prognosen zurückbleiben. Nun fehlt plötzlich die Tinte für die Steuerbescheide.

Vergangene Woche rüttelte ein Hilferuf der Finanzämter die Weltgemeinschaft wach: Es fehlt an Tinte für die Drucker in den Behörden, weshalb viele Steuerbescheide nicht ausgestellt werden können.

Der Grund für den Engpass sind nach Angaben der Zeitung Katherimini die plötzlich steigende Anzahl an Dokumenten und unbezahlte Rechnungen, hieß es. Wegen der Kürzungen im öffentlichen Haushalt konnte das Finanzministerium seine Rechnungen für die Druckertinte nicht mehr bezahlen. Daraufhin stellte das beauftragte Unternehmen seine Lieferungen an die Behörde ein.

Nun ist man auf der Suche nach einem neuen Versorger. Die Bürger werden aufgefordert, ihre Steuerdokumente zuhause selbst auszudrucken. Der Vorrat an Tinte reicht laut Angaben des Ministeriums noch für 300.000 Dokumente. Bis zum Ende des Jahres soll das Versorgungsproblem gelöst sein.

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Kommentare

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  1. Schlitzohren sagt:

    Inkjets mit Tinte sind immerhin fortschrittlicher als Kugelkopf-Schreibmaschinen mit Farbbändern. Aber das ist Technik aus der Zeit vor Jahrzehnten. Lässt tief blicken, und passt zu der Darstellung, dass man in Griechenland mancherorts noch mit Karteien arbeitet. Heutzutage wird schwarz-weiss und endlos auf Laser-Hochleistungsdruckern gedruckt. Mit Toner.

  2. Schlitzohren sagt:

    Inkjets mit Tinte sind immerhin fortschrittlicher als Kugelkopf-Schreibmaschinen mit Farbbändern. Aber das ist Technik aus der Zeit vor Jahrzehnten. Lässt tief blicken, und passt zu der Darstellung, dass man in Griechenland mancherorts noch mit Karteien arbeitet. Heutzutage wird schwarz-weiss und endlos auf Laser-Hochleistungsdruckern gedruckt. Mit Toner.