FinansInvest: „Die Eurozone ist schon kollabiert“

Der CEO eines großen mediterranen Brokers glaubt, dass der Euro eigentlich nicht mehr existiert. Alle wüssten es - keiner wolle es jedoch laut sagen.

Wieviel weiss Zafer Onat, CEO von FinansInvest, einem großen türkischen Broker, dessen Muttergesellschaft die griechische National Bank of Greece (ETE) ist? Denn seine Äußerungen im Interview mit dem Nachrichtendienst Bloomberg sind trotz der außergewöhnlichen Lage außergewöhnlich: Onat sagte, die Eurozone sei „schon kollabiert“. Die Region sei an der Kippe zu einer Bankenkrise, die die europäische Gemeinschaftswährung zerstören werde. Onat: „Ich glaube, dass die Europäische Währungsunion schon gar nicht mehr existiert. Ich denke, die Eurozone ist schon kollabiert, nur hat es noch niemand ausgesprochen. Nun befinden wir uns in des Sackgasse. Eine der größten Reservewährungen der Welt wird verschwinden.“

Natürlich ist es schwer zu beurteilen, was einen einzelnen Broker in Istanbul zu einer derart drastischen Aussage veranlasst. Stutzig macht seine Nähe zu einer großen griechischen Bank. Die Griechen befinden sich im Auge des Taifuns der Krise – man kann nicht sagen, ob sie deswegen den Überblick verloren und überraschende Einblicke ins Innenleben der EZB gewonnen haben.

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Kommentare

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  1. Susi sagt:

    Liebe Redaktion,

    Ich finde es super und eine wirklich gute Sache mit den Seiten 1,2,3 usw.
    Ist sehr hilfreich speziell wenn es viele Seiten hat.

    Es wäre noch besser, wenn die Seitenzahlen zusätzlich auch noch gleich am Anfang der Kommentare stehen würden.
    Dann geht man gleich zu auf die Seite wo man aufgehört hat zu lesen.

    Ansonsten tolle Sache, Danke.

  2. Anna sagt:

    Liebe Redaktion,

    in der letzten Zeit habe ich festgestellt, dass keine Kommentare mehr eingestellt werden, gibt es technische oder redaktionelle Probleme.

    Ich finde es jammerschade, wenn die DMN aufhören würde mit dem online Portal.
    Durch die ganze Krise bis jetzt habe ich mich immer sehr verbunden gefühlt mit den DMN. Auch bei den DWN sehe ich das gleiche Problem?

    Würde mich freuen auf eine Rückmeldung. Danke E. Helbling aus der Schweiz

    • redakteur sagt:

      Das Problem verstehen wir nicht – wir stellen unverändert Kommentare ein und freuen uns, dass es immer mehr werden. Die Redaktion

  3. Waltraud Clasen sagt:

    stimme dparvus zu.

  4. Waltraud Clasen sagt:

    stimme dparvus zu.

  5. Waltraud Clasen sagt:

    stimme dparvus zu.

  6. Waltraud Clasen sagt:

    stimme dparvus zu.

  7. Jasmin sagt:

    “Direkte Demokratie”
    Man findet sich langsam zusammen. Es ist nur fraglich, ob es nicht schon längst zu spät dafür ist..
    http://eurodemostuttgart.wordpress.com/about/

  8. Jasmin sagt:

    “Direkte Demokratie”
    Man findet sich langsam zusammen. Es ist nur fraglich, ob es nicht schon längst zu spät dafür ist..
    http://eurodemostuttgart.wordpress.com/about/