Griechenland: Enteignungen von bis zu 65% für Privatinvestoren

Da der Staat selbst die Schulden nicht in den Griff bekommt, wird dafür der private Sektor bezahlen: Finanzminister Venizelos möchte bestehende Staatsanleihen wandeln. Die Gläubiger verlieren bis zu zwei Drittel ihrer Investition, sollen dafür aber mit Bargeld teilweise entschädigt werden.

Ein Schuldenschnitt für private Investoren in Griechenland rückt näher. Wie dieser aussehen kann ist noch völlig offen. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hat griechischen Bankern eine Lösung vorgestellt, mit der bis zu 65% des bisherigen Anleihen-Wertes verloren gehen. Damit hätten die derzeitigen Anleihen in Zukunft nur 35% ihres heutigen Wertes. Die neuen Anleihen sollen dann eine Laufzeit von 30 Jahren haben, verzinst mit sechs Prozent.

Die griechische Zeitung Kathimerini berichtet von einem weiteren Vorschlag, der den Wert der derzeitigen Anleihen „nur“ halbiert. Nach dieser Rechnung würde der Gesamtwert von griechischen Staatsanleihen in privater Hand von 205 Milliarden Euro auf 102,5 Milliarden Euro sinken.

Der Anreiz für den privaten Sektor, diesem Vorschlag zuzustimmen: Eine mögliche Auszahlung von Bargeld in der Höhe von 15% des ursprünglichen Anleihewertes. Damit meint Venizelos die Privatwirtschaft ködern zu können, da die neuen Anleihen auch keine Garantien durch den Euro-Rettungsschirm EFSF beinhalten werden.

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Kommentare

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  1. FDominicus sagt:

    Ja enteignen können Staaten und zwar nur diese.

  2. FDominicus sagt:

    Ja enteignen können Staaten und zwar nur diese.

  3. FDominicus sagt:

    Ja enteignen können Staaten und zwar nur diese.

  4. FDominicus sagt:

    Ja enteignen können Staaten und zwar nur diese.