Krise wird Junge und Alte besonders treffen

Die Jungen werden die Folgen der Krise genauso spüren wie die Alten. Eine Verschärfung der Spannungen zwischen den Generationen wird erwartet. Aber es wird auch Gewinner geben.

Die Lage der Rentner und jungen Menschen in Europa wird sich im Zuge der Eurokrise deutlich verschlechtern. Die Durchschnittsrente in Deutschland liegt derzeit bei etwas mehr als 1230 Euro in den alten und rund 1096 Euro in den neuen Bundesländern. Allerdings bezieht sich diese auf eine fiktive Person, die 45 Jahre lang entsprechend des Durchschnittseinkommens von ca. 30000 Euro pro Jahr ihre Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Mehr als die Hälfte der Rentner in Deutschland hat jedoch weniger und über einen kürzeren Zeitraum in die Rentenversicherung eingezahlt. Zu den nur jedes Jahr schwach ausfallenden Rentenerhöhungen kommen nun im Zuge der Krise steigende Heiz- sowie Stromkosten und äußerst niedrige Zinssätze für das Ersparte der Rentner. (Sie sind bereits pessimisitsch – mehr hier)

Bei den jungen Menschen sieht es nicht viel besser aus. Steigende Mietpreise und Preise für Wohneigentum erlauben es vielen Jüngeren kaum mehr, Geld in Immobilien zu investieren geschweige denn Kredite zu erhalten. Zudem wird sich die Arbeitslage in den nächsten Jahren in Folge der Eurokrise weiter verschlechtern. Der Guardian weist sogar darauf hin, dass die sozialen Veränderungen aufgrund von dringend notwendigen Sparmaßnahmen, wie sie sich in den Anhebungen des Rentenalters in Italien und Griechenland zeigen, bereits ihren Weg nach Großbritannien bahnen.

Die Gewinner hingegen finden sich zum jetzigen Zeitpunkt in der Mitte der Gesellschaft. Die Kreditvergabe an Hausbesitzer steigt beispielsweise rapide. Der Guardian gibt an, es gebe seit Kurzem verdeckte Gebote, weil Privatinvestoren miteinander darum konkurrieren, Eigentum aufzukaufen, das vom Mietboom profitieren wird. Darüber hinaus fallen beispielsweise die Kosten für Langzeitgelder, während in den vergangenen Monaten Banken wie Santander, ING Direct und Northern Rock für Neukunden ihre Zinssätze für Hypotheken mit variablem Zinssatz erhöht haben und die Kosten für Kurzzeit-Gelder weiterhin steigen. Das nächste Quantative Easing Programm in Großbritannien wird zudem die Zinsen für mittelfristige Gelder senken.

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Kommentare

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  1. Graf Koks sagt:

    Einen Mietboom sehe ich nicht. Weil Vermögende auch aus dem Ausland (Griechen!) ihr Geld verstärkt in „Betongold“ anlegen, steigt hierzulande die Nachfrage nach Immobilien, was im Ergebnis die Bautätigkeit stimuliert (siehe China). Dadurch steigt das Angebot auf dem deutschen Markt, was zu sinkenden Mieten führen wird. Beim Immobilieneigentum baut sich in Deutschland eine Blase auf, weil Investoren aus Furcht vor Inflation vor allem für Ein- und Mehrfamilienhäusern gemessen am tatsächlichen Wert der Objekte schon jetzt deutlich überhöhte Preise bezahlen.

    Langfristig werden die demographische Entwicklung und der Bevölkerungsrückgang in Deutschland für einen Rückgang der Nachfrage sorgen, weshalb sowohl Immobilienpreise als auch Mieten zurückgehen werden.

    Wer da als Investor auf einen „Mietboom“ setzt, dürfte ein böses Erwachen erleben. Das dürfte den meisten Käufern aber auch bewusst sein. Die wollen nicht in erster Linie Renditen erzielen, sondern ihr Geld in Sicherheit bringen. Aus demselben Grund steigen ja auch die Preise für Gold und Silber.

  2. Graf Koks sagt:

    Einen Mietboom sehe ich nicht. Weil Vermögende auch aus dem Ausland (Griechen!) ihr Geld verstärkt in „Betongold“ anlegen, steigt hierzulande die Nachfrage nach Immobilien, was im Ergebnis die Bautätigkeit stimuliert (siehe China). Dadurch steigt das Angebot auf dem deutschen Markt, was zu sinkenden Mieten führen wird. Beim Immobilieneigentum baut sich in Deutschland eine Blase auf, weil Investoren aus Furcht vor Inflation vor allem für Ein- und Mehrfamilienhäusern gemessen am tatsächlichen Wert der Objekte schon jetzt deutlich überhöhte Preise bezahlen.

    Langfristig werden die demographische Entwicklung und der Bevölkerungsrückgang in Deutschland für einen Rückgang der Nachfrage sorgen, weshalb sowohl Immobilienpreise als auch Mieten zurückgehen werden.

    Wer da als Investor auf einen „Mietboom“ setzt, dürfte ein böses Erwachen erleben. Das dürfte den meisten Käufern aber auch bewusst sein. Die wollen nicht in erster Linie Renditen erzielen, sondern ihr Geld in Sicherheit bringen. Aus demselben Grund steigen ja auch die Preise für Gold und Silber.

  3. Graf Koks sagt:

    Einen Mietboom sehe ich nicht. Weil Vermögende auch aus dem Ausland (Griechen!) ihr Geld verstärkt in „Betongold“ anlegen, steigt hierzulande die Nachfrage nach Immobilien, was im Ergebnis die Bautätigkeit stimuliert (siehe China). Dadurch steigt das Angebot auf dem deutschen Markt, was zu sinkenden Mieten führen wird. Beim Immobilieneigentum baut sich in Deutschland eine Blase auf, weil Investoren aus Furcht vor Inflation vor allem für Ein- und Mehrfamilienhäusern gemessen am tatsächlichen Wert der Objekte schon jetzt deutlich überhöhte Preise bezahlen.

    Langfristig werden die demographische Entwicklung und der Bevölkerungsrückgang in Deutschland für einen Rückgang der Nachfrage sorgen, weshalb sowohl Immobilienpreise als auch Mieten zurückgehen werden.

    Wer da als Investor auf einen „Mietboom“ setzt, dürfte ein böses Erwachen erleben. Das dürfte den meisten Käufern aber auch bewusst sein. Die wollen nicht in erster Linie Renditen erzielen, sondern ihr Geld in Sicherheit bringen. Aus demselben Grund steigen ja auch die Preise für Gold und Silber.

  4. Graf Koks sagt:

    Einen Mietboom sehe ich nicht. Weil Vermögende auch aus dem Ausland (Griechen!) ihr Geld verstärkt in „Betongold“ anlegen, steigt hierzulande die Nachfrage nach Immobilien, was im Ergebnis die Bautätigkeit stimuliert (siehe China). Dadurch steigt das Angebot auf dem deutschen Markt, was zu sinkenden Mieten führen wird. Beim Immobilieneigentum baut sich in Deutschland eine Blase auf, weil Investoren aus Furcht vor Inflation vor allem für Ein- und Mehrfamilienhäusern gemessen am tatsächlichen Wert der Objekte schon jetzt deutlich überhöhte Preise bezahlen.

    Langfristig werden die demographische Entwicklung und der Bevölkerungsrückgang in Deutschland für einen Rückgang der Nachfrage sorgen, weshalb sowohl Immobilienpreise als auch Mieten zurückgehen werden.

    Wer da als Investor auf einen „Mietboom“ setzt, dürfte ein böses Erwachen erleben. Das dürfte den meisten Käufern aber auch bewusst sein. Die wollen nicht in erster Linie Renditen erzielen, sondern ihr Geld in Sicherheit bringen. Aus demselben Grund steigen ja auch die Preise für Gold und Silber.

  5. HansH sagt:

    welcher mietboom? bei sinkenden einkommen gibt es keinen mietboom. wenn eine rezession kommt, wonach es zur Zeit aussieht, sinken auch die Ölpreise wieder. wertstabil ist tatsächlich gar nichts, weder die arbeitskraft noch immobilien, das hat doch die krise in den usa gezeigt. der artikel ist nicht plausibel und klingt nach panikmache. wertstabil ist allenfalls der eigene verstand, der einem irgendwann sagt, dass die verhältnisse grundlegend geändert werden müssen. das ancien regime der banken und vermögenden muss hinweggefegt werden …

  6. HansH sagt:

    welcher mietboom? bei sinkenden einkommen gibt es keinen mietboom. wenn eine rezession kommt, wonach es zur Zeit aussieht, sinken auch die Ölpreise wieder. wertstabil ist tatsächlich gar nichts, weder die arbeitskraft noch immobilien, das hat doch die krise in den usa gezeigt. der artikel ist nicht plausibel und klingt nach panikmache. wertstabil ist allenfalls der eigene verstand, der einem irgendwann sagt, dass die verhältnisse grundlegend geändert werden müssen. das ancien regime der banken und vermögenden muss hinweggefegt werden …

  7. HansH sagt:

    welcher mietboom? bei sinkenden einkommen gibt es keinen mietboom. wenn eine rezession kommt, wonach es zur Zeit aussieht, sinken auch die Ölpreise wieder. wertstabil ist tatsächlich gar nichts, weder die arbeitskraft noch immobilien, das hat doch die krise in den usa gezeigt. der artikel ist nicht plausibel und klingt nach panikmache. wertstabil ist allenfalls der eigene verstand, der einem irgendwann sagt, dass die verhältnisse grundlegend geändert werden müssen. das ancien regime der banken und vermögenden muss hinweggefegt werden …

  8. HansH sagt:

    welcher mietboom? bei sinkenden einkommen gibt es keinen mietboom. wenn eine rezession kommt, wonach es zur Zeit aussieht, sinken auch die Ölpreise wieder. wertstabil ist tatsächlich gar nichts, weder die arbeitskraft noch immobilien, das hat doch die krise in den usa gezeigt. der artikel ist nicht plausibel und klingt nach panikmache. wertstabil ist allenfalls der eigene verstand, der einem irgendwann sagt, dass die verhältnisse grundlegend geändert werden müssen. das ancien regime der banken und vermögenden muss hinweggefegt werden …

  9. squarepusher sagt:

    Wer jetzt einen guten und sicheren (?) Job hat, sehr gut verdient, keine Schulden am Bein hat und zu Miete wohnt und überschüssiges Geld anhäuft, kann, wenn es soweit ist, in gute Zukunftstechnologien einsteigen. Nur wie viele gibt es davon?
    Den Rentern werden wohl igendwann die Renten gekürzt, wenn nicht, wird der Wert durch Inflation aufgefressen. Wer nichts auf der hohen Kante hat, und das Millionen, für den sieht es düster aus. Junge Hochschulabsolventen geht es auch nicht besser, da in Krisenzeiten nur in aussichtsreiche Technologien investiert wird. Davon kann man die Masse an Studienabgängern nicht alimentieren. Wenn es nicht gelingt, eine GESUNDE Nachfrage (Inland/Ausland) zu generieren, sieht es für das laufende Jahrzehnt zappenduster aus.

  10. squarepusher sagt:

    Wer jetzt einen guten und sicheren (?) Job hat, sehr gut verdient, keine Schulden am Bein hat und zu Miete wohnt und überschüssiges Geld anhäuft, kann, wenn es soweit ist, in gute Zukunftstechnologien einsteigen. Nur wie viele gibt es davon?
    Den Rentern werden wohl igendwann die Renten gekürzt, wenn nicht, wird der Wert durch Inflation aufgefressen. Wer nichts auf der hohen Kante hat, und das Millionen, für den sieht es düster aus. Junge Hochschulabsolventen geht es auch nicht besser, da in Krisenzeiten nur in aussichtsreiche Technologien investiert wird. Davon kann man die Masse an Studienabgängern nicht alimentieren. Wenn es nicht gelingt, eine GESUNDE Nachfrage (Inland/Ausland) zu generieren, sieht es für das laufende Jahrzehnt zappenduster aus.