EU-Deal gefährdet System der Kreditversicherung

Der neue Griechenlandbeschluss gefährdet den 25 Billionen-CDS-Markt für Staaten. Bricht dieser Weg, erhöhen sich die Kreditkosten für die Staaten erheblich. Denn kein Investor wird unbesehen in die labilen EU-Staaten investieren, wenn diese am Ende die Versicherungen austricksen.

Das Problem der Beschlüsse vom EU-Gipfel: Die Retter mussten auf so viele Interessen Rücksicht nehmen, dass sie die vielleicht wichtigsten Gefahren übersehen haben könnten. Ein „freiwilliger“ Schuldenschnitt der Banken klingt gut – könnte aber das ganze System ins Wanken bringen (George Soros gibt dem EFSF nur drei Monate – mehr hier).

Wenn sich nämlich die Meinung durchsetzt, dass die Staaten im Falle einer Pleite in der Lage sind, die Banken zum „freiwilligen Verzicht“ zu zwingen, dann werden Investoren Staatsanleihen nur noch mit enormen Zinsaufschlägen kaufen, wenn auch nur der Hauch einer Pleite besteht. Es würde nämlich der 25 Billionen Dollar Markt mit den Kreditversicherungen (CDS) verschwinden. Aktuell wären Irland, Portugal, Spanien, Italien und Belgien betroffen. Es muss sogar befürchtet werden, dass der ganze Markt der europäischen Staatsanleihen davon betroffen sein könnte.

Für die Banken hätte diese Entwicklung unmittelbare Konsequenzen. Viele Banken besitzen CDS-Spreads für Griechenland, um sich im Falle einer Pleite abzusichern. Durch den angeblich „freiwilligen“ Schuldenschnitt der Banken von 50 Prozent, wäre es jedoch nicht möglich, Sicherungsansprüche geltend zu stellen (Wer hier entscheidet, wann ein Staat pleite ist – hier). Sie dürfen nicht einfach einem freiwilligen Schuldenschnitt zustimmen, weil sie das Geld treuhänderisch für ihre Kunden halten (mehr über das Dilemma – hier). Was die Banken schon mal vorbeugend machen werden: Sie werden dem Mittelstand die Kredite kürzen (mehr hier).

Das wird jedoch nicht reichen. Denn im Vergleich zu den Wetten auf Staaten ist der Mittelstands-Markt Peanuts.

Die Nichtauszahlung der CDS für Griechenland würde dagegen die Glaubwürdigkeit des kompletten CDS-Marktes vernichten, auch wenn Griechenland nur eine begrenzte Relevanz auf diesem Markt besitzt. Ökonomen schätzen, dass eine Auszahlung der Kreditausfallderivate (CDS) für Griechenland eine Nettoauszahlung von 1,85 Mrd. Dollar umfassen würde. „Hedge-Fonds könnten sich nach CDS für Spanien oder Italien umschauen, was den Druck dort erhöhen würde und auch die Frage nach Hilfe auslösen könnte“, sagte David Watts, Analyst von CreditSights, der Nachrichtenagentur Reuters (Wetten gegen Belgien sind schon im Visier der Investoren – mehr hier).

Die CDS sind für die Banken auch noch aus einem anderen Grund extrem wichtig: Sie sind hochprofitabel und haben daher einen direkten Einfluss auf die Boni der Banker (auch wenn sie der Bank selbst schaden – mehr hier)

Die neuen Wetten können die Entwicklung unkontrolliert beschleunigen: Hochriskante, intransparente Produkte werden in den Markt gesetzt, um im „Endspiel“ noch einmal abzucashen. Gegen diese Produkte sind alle EU-Gipfel der kommenden Jahre machtlos. Es ist zu bezweifeln, dass die Euro-Retter diese Mechanismen überhaupt kennen, geschweige denn verstanden haben (mehr zur Realitätsferne der Retter – hier).

Mehr zum Thema:
China lehnt Euro-Rettung ab
George Soros: „EU-Deal wird nicht länger als 3 Monate bestehen“
Nach China-Absage: EU schreibt Bettelbrief an die G-20 Staaten

Kommentare

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  1. Meckerziege sagt:

    Lieber Wolfgang,

    bei aller Liebe, mir ist eine ordentliche Rechtschreibung auch sehr viel lieber und ich bemühe mich für mich selber auch dies zu erreichen. Aber ich kann sehr gut damit leben, dass sich hier in den Meldungen der ein oder andere Fehler einschleicht, der im Übrigen der tatsächlichen Meldung in keiner Weise Abbruch tut.

    Es gibt auch einen Test: wenn lediglich der Anfangs-und Endbuchstabe eines Wortes korrekt ist und der Rest völlig willkürlich zusammengewürfelt, dass man das Wort trotzdem lesen kann, als das was es aussagen will.

    Und ist Ihnen mal etwas Grundlegendes hier auf der Seite aufgefallen ?

    1. Keinerlei Werbung, womit die Radaktion und die Redakteure bezahlt werden könnten oder gar irgendwelche Lektoren.

    2. Häufig werden Artikel nachts geschrieben, oder sehr spät abends. Vermutlich nachdem man überall recherchieren musste und dies wahrscheinlich noch nebenher macht; vielleicht auch um die Meldung schnellstmöglichst unters Volk zu bringen.

    Ich wette, dass die Redakteure diese Artikel ganz freiwillig und neben ihrer eigentlichen Arbeit schreiben. Da sollten wohl gelegenliche Fehler großzügig übersehen werden können.

    Es wäre schön, wenn Sie sich zu mindestens teilweise dieser Sichtweise anschließen könnten.

    Freundliche Grüße sendet die Meckerziege

  2. Meckerziege sagt:

    Lieber Wolfgang,

    bei aller Liebe, mir ist eine ordentliche Rechtschreibung auch sehr viel lieber und ich bemühe mich für mich selber auch dies zu erreichen. Aber ich kann sehr gut damit leben, dass sich hier in den Meldungen der ein oder andere Fehler einschleicht, der im Übrigen der tatsächlichen Meldung in keiner Weise Abbruch tut.

    Es gibt auch einen Test: wenn lediglich der Anfangs-und Endbuchstabe eines Wortes korrekt ist und der Rest völlig willkürlich zusammengewürfelt, dass man das Wort trotzdem lesen kann, als das was es aussagen will.

    Und ist Ihnen mal etwas Grundlegendes hier auf der Seite aufgefallen ?

    1. Keinerlei Werbung, womit die Radaktion und die Redakteure bezahlt werden könnten oder gar irgendwelche Lektoren.

    2. Häufig werden Artikel nachts geschrieben, oder sehr spät abends. Vermutlich nachdem man überall recherchieren musste und dies wahrscheinlich noch nebenher macht; vielleicht auch um die Meldung schnellstmöglichst unters Volk zu bringen.

    Ich wette, dass die Redakteure diese Artikel ganz freiwillig und neben ihrer eigentlichen Arbeit schreiben. Da sollten wohl gelegenliche Fehler großzügig übersehen werden können.

    Es wäre schön, wenn Sie sich zu mindestens teilweise dieser Sichtweise anschließen könnten.

    Freundliche Grüße sendet die Meckerziege

  3. Meckerziege sagt:

    Lieber Wolfgang,

    bei aller Liebe, mir ist eine ordentliche Rechtschreibung auch sehr viel lieber und ich bemühe mich für mich selber auch dies zu erreichen. Aber ich kann sehr gut damit leben, dass sich hier in den Meldungen der ein oder andere Fehler einschleicht, der im Übrigen der tatsächlichen Meldung in keiner Weise Abbruch tut.

    Es gibt auch einen Test: wenn lediglich der Anfangs-und Endbuchstabe eines Wortes korrekt ist und der Rest völlig willkürlich zusammengewürfelt, dass man das Wort trotzdem lesen kann, als das was es aussagen will.

    Und ist Ihnen mal etwas Grundlegendes hier auf der Seite aufgefallen ?

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    2. Häufig werden Artikel nachts geschrieben, oder sehr spät abends. Vermutlich nachdem man überall recherchieren musste und dies wahrscheinlich noch nebenher macht; vielleicht auch um die Meldung schnellstmöglichst unters Volk zu bringen.

    Ich wette, dass die Redakteure diese Artikel ganz freiwillig und neben ihrer eigentlichen Arbeit schreiben. Da sollten wohl gelegenliche Fehler großzügig übersehen werden können.

    Es wäre schön, wenn Sie sich zu mindestens teilweise dieser Sichtweise anschließen könnten.

    Freundliche Grüße sendet die Meckerziege

  4. Meckerziege sagt:

    Lieber Wolfgang,

    bei aller Liebe, mir ist eine ordentliche Rechtschreibung auch sehr viel lieber und ich bemühe mich für mich selber auch dies zu erreichen. Aber ich kann sehr gut damit leben, dass sich hier in den Meldungen der ein oder andere Fehler einschleicht, der im Übrigen der tatsächlichen Meldung in keiner Weise Abbruch tut.

    Es gibt auch einen Test: wenn lediglich der Anfangs-und Endbuchstabe eines Wortes korrekt ist und der Rest völlig willkürlich zusammengewürfelt, dass man das Wort trotzdem lesen kann, als das was es aussagen will.

    Und ist Ihnen mal etwas Grundlegendes hier auf der Seite aufgefallen ?

    1. Keinerlei Werbung, womit die Radaktion und die Redakteure bezahlt werden könnten oder gar irgendwelche Lektoren.

    2. Häufig werden Artikel nachts geschrieben, oder sehr spät abends. Vermutlich nachdem man überall recherchieren musste und dies wahrscheinlich noch nebenher macht; vielleicht auch um die Meldung schnellstmöglichst unters Volk zu bringen.

    Ich wette, dass die Redakteure diese Artikel ganz freiwillig und neben ihrer eigentlichen Arbeit schreiben. Da sollten wohl gelegenliche Fehler großzügig übersehen werden können.

    Es wäre schön, wenn Sie sich zu mindestens teilweise dieser Sichtweise anschließen könnten.

    Freundliche Grüße sendet die Meckerziege

  5. Wolfgang sagt:

    nochmals, bei aller Liebe, habt Ihr denn niemanden, der Eure Texte korrigiert bevor Ihr sie publiziert? Oder geht’s bei Euch nur um die Sache, nicht auch um die Form? Ein Armutszeugnis im wahrsten Sinne des Wortes. Ist Ihnen bewußt, daß das die Glaubwürdigkeit Ihrer Artikel erheblich schmälert?

    • G.N. sagt:

      Möchten Sie auch einen >Zensor<, wie viele andere Zeitungen das bereits haben?
      Ich freue mich, dass hier endlich einmal die wirklich FREIE Meinung gesagt werden kann und vor allem DARF! Das ist in den Systemmedien inzwischen alternativlos abgeschafft.
      Wenn Sie die Leserbriefe z.B. in Welt online lesen, können Sie sehr gut feststellen, was passiert, wenn angepasste Medienvertreter sämtliche intelligenten Leser weggemobbt haben. Die Leserbriefe sind fast gänzlich am Thema vorbei, inhaltslos und polemisch. Auch im Focus wird gesiebt auf Teufel komm raus! Opposition wird nicht zugelassen, sobald sie am System rüttelt! Überaus peinlich für Blätter, die einen ganz anderen Anspruch erheben!

  6. Wolfgang sagt:

    nochmals, bei aller Liebe, habt Ihr denn niemanden, der Eure Texte korrigiert bevor Ihr sie publiziert? Oder geht’s bei Euch nur um die Sache, nicht auch um die Form? Ein Armutszeugnis im wahrsten Sinne des Wortes. Ist Ihnen bewußt, daß das die Glaubwürdigkeit Ihrer Artikel erheblich schmälert?

    • G.N. sagt:

      Möchten Sie auch einen >Zensor<, wie viele andere Zeitungen das bereits haben?
      Ich freue mich, dass hier endlich einmal die wirklich FREIE Meinung gesagt werden kann und vor allem DARF! Das ist in den Systemmedien inzwischen alternativlos abgeschafft.
      Wenn Sie die Leserbriefe z.B. in Welt online lesen, können Sie sehr gut feststellen, was passiert, wenn angepasste Medienvertreter sämtliche intelligenten Leser weggemobbt haben. Die Leserbriefe sind fast gänzlich am Thema vorbei, inhaltslos und polemisch. Auch im Focus wird gesiebt auf Teufel komm raus! Opposition wird nicht zugelassen, sobald sie am System rüttelt! Überaus peinlich für Blätter, die einen ganz anderen Anspruch erheben!

  7. Wolfgang sagt:

    nochmals, bei aller Liebe, habt Ihr denn niemanden, der Eure Texte korrigiert bevor Ihr sie publiziert? Oder geht’s bei Euch nur um die Sache, nicht auch um die Form? Ein Armutszeugnis im wahrsten Sinne des Wortes. Ist Ihnen bewußt, daß das die Glaubwürdigkeit Ihrer Artikel erheblich schmälert?

    • G.N. sagt:

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      Wenn Sie die Leserbriefe z.B. in Welt online lesen, können Sie sehr gut feststellen, was passiert, wenn angepasste Medienvertreter sämtliche intelligenten Leser weggemobbt haben. Die Leserbriefe sind fast gänzlich am Thema vorbei, inhaltslos und polemisch. Auch im Focus wird gesiebt auf Teufel komm raus! Opposition wird nicht zugelassen, sobald sie am System rüttelt! Überaus peinlich für Blätter, die einen ganz anderen Anspruch erheben!

  8. Wolfgang sagt:

    nochmals, bei aller Liebe, habt Ihr denn niemanden, der Eure Texte korrigiert bevor Ihr sie publiziert? Oder geht’s bei Euch nur um die Sache, nicht auch um die Form? Ein Armutszeugnis im wahrsten Sinne des Wortes. Ist Ihnen bewußt, daß das die Glaubwürdigkeit Ihrer Artikel erheblich schmälert?

    • G.N. sagt:

      Möchten Sie auch einen >Zensor<, wie viele andere Zeitungen das bereits haben?
      Ich freue mich, dass hier endlich einmal die wirklich FREIE Meinung gesagt werden kann und vor allem DARF! Das ist in den Systemmedien inzwischen alternativlos abgeschafft.
      Wenn Sie die Leserbriefe z.B. in Welt online lesen, können Sie sehr gut feststellen, was passiert, wenn angepasste Medienvertreter sämtliche intelligenten Leser weggemobbt haben. Die Leserbriefe sind fast gänzlich am Thema vorbei, inhaltslos und polemisch. Auch im Focus wird gesiebt auf Teufel komm raus! Opposition wird nicht zugelassen, sobald sie am System rüttelt! Überaus peinlich für Blätter, die einen ganz anderen Anspruch erheben!

  9. Halli Galli sagt:

    Kein Problem, die CDS können bald von einer deutschen Ratingagentur geratet werden und dann im Markt platziert werden.

    Hier der Bericht:
    Die Sensation: „In der Nacht zum 11.11.2011 wird deutsche Rateagentur eingeführt!“

    Mehr erfahren Sie hier:
    http://steuerembargo.co.de/component/k2/item/111-die-sensation-in-der-nacht-zum-11-11-2011-wird-deutsche-rateagentur-eingefuehrt.html

  10. Halli Galli sagt:

    Kein Problem, die CDS können bald von einer deutschen Ratingagentur geratet werden und dann im Markt platziert werden.

    Hier der Bericht:
    Die Sensation: „In der Nacht zum 11.11.2011 wird deutsche Rateagentur eingeführt!“

    Mehr erfahren Sie hier:
    http://steuerembargo.co.de/component/k2/item/111-die-sensation-in-der-nacht-zum-11-11-2011-wird-deutsche-rateagentur-eingefuehrt.html