Sparguthaben der Griechen und Spanier sinken rapide

Die Bankguthaben der Griechen und Spanier haben sich im vergangenen Monat drastisch reduziert – um fast sieben Milliarden Euro allein in Griechenland. Ein Zeichen für die Bedürftigkeit der Bürger und eine mögliche Kapitalflucht ins Ausland.

(29.11.2011) Die Zustände in Griechenland und Spanien verschlechtern sich rapide: Die Flucht griechischer Fachkräfte ins Ausland  und die Sorge spanischer Ärzte über Gesundheitssystem des Landes sind nur einige Beispiele dafür, wie die Bürger die Krise am eigenen Leib spüren. Nun scheinen sowohl Spanier als auch Griechen ihr Geld nach und nach von ihren Konten zu räumen. Einerseits, weil sie mit steigenden Steuern und Gehaltskürzungen zu kämpfen haben und andererseits, um ihr Vermögen ins Ausland zu bringen. Die privaten Guthaben bei den privaten Banken sind in Griechenland im Oktober um vier Prozent gesunken. Die Einlagen auf den Konten fielen um fast 7 Milliarden von 189,4 Milliarden Euro im September auf 182,5 Milliarden Euro im Oktober, zeigen die Daten der EZB. Verglichen mit dem Höchststand der griechischen Einlagen auf privatwirtschaftlichen Banken im Dezember 2009 ist das ein Minus von 25 Prozent und das niedrigste Level seit Mai 2007. Ähnlich sieht es in Spanien und Zypern aus. In Spanien fielen die Guthaben von 1,717 Billionen Euro auf 1,693 Billionen Euro und auch in Zypern mussten die Banken einen Rückgang der Guthaben um 0,8 Prozent hinnehmen.

In Portugal und Italien stieg das Bankguthaben der Bürger sogar leicht: In Portugal ging es um 4,9 Milliarden Euro nach oben. Allerdings machen sich die Banken in Italien zunehmend Sorgen darüber, wie schnell sich auch eine Kapitalflucht in Italien verselbstständigen könnte. Im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten wird nämlich in Italien ein sehr großer Teil der Staatsanleihen von den Bürgern selbst gehalten.

Kommentare

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  1. FDominicus sagt:

    Wenn der Sozialismus (pardon Sozialdemokratismus) geht, hinterlässt er ein Schlachtfeld. Diejenigen die den Krieg angezettelt haben sitzen in den Bunkern die diejenigen die draußen bleiben bauen mussten. Diejenigen die es draußen überstehen bauen neu auf und dann kommen die Bunkerinsassen wieder raus und versklaven diese Leute wieder. Alles im Namen der „Gerechtigkeit“ oder besser noch „sozialen Gerechtigkeit“

  2. J. C., geb. Püschl sagt:

    Zitat: „Die Bankguthaben … haben sich im vergangenen Monat drastisch reduziert.“
    Natürlich können sich die Guthaben nicht selbst reduzieren; sie wurden also reduziert durch ihre Eigentümer.

    Nur, wo sind die Gelder jetzt, in welchem Land und in welcher Währung?
    Das wäre interessant zu wissen, denn das Geld ist ja nicht verschwunden, sondern nur woanders.