Merkel knickt offenbar ein: EZB soll Euro retten

Unter den europäischen Staaten breitet sich Panik aus. Offenbar ist es Nicolas Sarkozy nun gelungen, Angela Merkel doch vom Anwerfen der Notenpresse bei der EZB zu überzeugen.

(27.11.2011) In fieberhaften Gesprächen versuchen Frankreich und Deutschland, den Euro zu retten. Offenbar sind den beiden Rettungs-Großmächten nun zwei Erkenntnisse gekommen: Vertragsänderungen dauern zu lange, daher wollen die beiden ohne die Parlamente eine Art Not-Stabilitätspakt etablieren. Dem könnten dann, analog zu den Schengen-Abkommen, die nationalen Regierungen vergleichsweise zügig zustimmen. Eine strenge Verpflichtung der Staaten würde reichen. Die Ironie dabei: Gerade beim Schengen Abkommen gibt es im Moment große Probleme mit Griechenland, weil die Griechen nicht in der Lage sind, die Schlepper aus dem Schengenraum fernzuhalten. Die “strenge Verpflichtung” hat also in diesem Fall nicht funktioniert.

Und offenbar ist es Sarkozy gelungen, Merkel nun endlich dazu zu bewegen, ihren Widerstand gegen den Einsatz der Notenpresse aufzugeben. Die Pläne des Duos sehen vor, dass die EZB nun doch in unbegrenztem Ausmaß faule Staatsanleihen kaufen soll, um den Euro zu retten. Natürlich würde man der EZB nicht offiziell vorschreiben, was sie zu tun habe, denn die Bank sei ja qua Statut unabhängig. Aber, so schreibt Reuters, die Verhandlungsparteien gehen davon aus, dass die EZB “wisse, was sie tun habe”.

Für Frankreich ist dies aufgrund der strukturellen Verquickung von Politik und Staat der einzige Weg – zumal Sarkozy vor der nächsten Wahl unbedingt weitere Sparmaßnahmen vermeiden will.

Merkel konnte offenbar vom Gelddrucken überzeugt werden, weil die großen Player der Finanzindustrie unisono behaupten, das Gelddrucken hätte keine inflationäre Wirkung. Sie versprechen, all das gedruckte Geld an sich zu nehmen, um eine Inflation im Euro-Raum zu verhindern.

Kommentare

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  1. G.N. sagt:

    Liebe Redaktion,
    hat heute mein Computer gesponnen oder wart Ihr schon wieder verschütt gegangen?
    Ich kann erst jetzt um 18.45 Uhr meine Lieblingsseiten lesen!- Muss wohl süchtig sein…! dabei gibts immer nur Schrecklioches von hier zu lesen!

    Liebe Grüße

    gabi Niggenaber

  2. Gudrun Dolde sagt:

    Es werden keine Menschrechte wahrgenommen, Auch in Deutschland gehen Kinder hurig zu Bett, Altersarmut nimmt zu, Gesundheitssystem marode. Renten werden minimal erhöht, nachdem die Preise mindestens das doppelte erhöht wurden.Viele Frauen arbeiten um gerade mal die Kika bezahlen zu können. Gesetze werden verabschiedet obwohl kein klares Rezept vorliegt. Die Schere zwischen arm und reich wird immer größer.
    Was ist die Verantwortung der Regierung? Weiter Schulden machen, man kann ja sicher sein, der Bürger ist ja noch zu melken. Ist das der Staat der nach Kinder schreit, Kinder die schon vor ihrer Geburt verschuldet sind?
    Ein vereingtes Europa wäre eine tole Sache, aber schon viele vorher haben es versucht und sind gescheitert. Man braucht kein Abitur um zu wissen, das die Mentalität der Menschen (Völker ) unterschiedlich ist und man nicht per Knopfdruck oder einer Auflage alles Erreichen kann. Hier sollte sich unsere Regierung mal überlegen, ob dass wirklich noch vertretbar ist. Ich sage nicht, dass die Griechen faul sind, nein, aber können wir die Welt retten? Das normale Fußvolk kann da so wenig machen, wie wir hier auch. Aber die verantwortlichen haben geschlafen und nun sollen wir die Kohlen aus dem Feuer holen, ist das ok?
    Hier hat man für Bildung fast kein Geld, Man bitetet angeblich jedem Kind die gleiche Chance, obwohl jeder weiß, dass das eine Lüge ist. Man muss Facharbeiter aus dem Ausland holen (z.B.Computerspezialisten) Was lernen unsere Informatiker oder was bilden wir in Deutschland aus? Warum stehen unsere Leute auf der Strasse?
    Hier gibt es Schwierigkeiten studierte Menschen zu vermitteln. MEINE FRAGE WARUM?
    Ich könnte ohne Punkt und Komma weiter machen, aber meine Bitte kehrt zu Normalität zurück. Wir reden nicht nur von Geld, nein- über Menschen, über Menschlichkeit und nicht nur über Kapital.
    Ein altes Sprichwort sagt: „Gebe einem hunrigen ein Stück Brot und er wird wieder Hunger haben, gebt ihm Arbeit und er wird kein Hunger mehr haben. Aber wir sind in der zwischenzeit so weit gekommen, dass Menschen um 6.00 € arbeiten und nicht mal ihr Lebensunterhalt verdienen. Ist das nicht traurig? Das sind bei 160 Stunden gerademal 960,00 € Brutto Aber der jenige darf an eine private Altersvorsorge nicht denken und die staatliche Rente ist dann fast ein Schnäppchen.
    Aber wir retten den EURO und sind das auserwählte Volk.
    Wenn andere Nationalitäten bei uns arbeiten ist das gut, aber nur nicht wenn diese mit jenseits Angeboten ins Land gelockt werden. Sondern genauso, wie wir behandelt werden und wenn Sie nicht arbeiten wollen, dann gehören Sie ausgewiesen, denn Sie sind Gäste in unserem Land, wie wir Gäste in ihrem Land sind. Ein Ausländer der sein Leben hier gelebt hat, seine Kinder hier geboren hat, hier gearbeitet hat und sich unserer Landessitte angepasst hat, gehört der volle Respekt und das gleiche Recht .
    Aber alles andere ist für mein dafürhalten falsch.
    Frau Merkle hat meiner Ansicht nach den Faden zur Realität verloren. Ich glaube nicht, das sie sich mit Rum bekleckert und positiv in die Geschichtsbücher eingehen wird. Aber dafür viele Menschen unglücklich machen wird. Aber man kann ja Schulden machen, der Bürger wird schon zahlen.
    Bet und Arbeit sein nicht faul, bezahl deine Steuern und halts Maul

    Gruß
    Gudrun

  3. tonne45 sagt:

    Guten Abend,

    hatte vor einigen Tagen hier zwei kurze Beiträge geschrieben.

    Einmal wies ich auf das Videoreferat „Medienmanipulation-was uns die Massenmedien verschweigen“ von Prof. Dr. Michael Vogt hin, zum andern erwähnte ich, daß mich erst das Video „Der Weltgeldbetrug“ von Prof. Eberhard Hamer kritischer in Währungsfragen machte.

    Daß wir ein Medienproblem haben, wird etwa dadurch deutlich, daß es im Gästebuch der Homepage von Eva Herman mehr als 13000 Einträge gibt.

    Gruß

  4. knorcke sagt:

    Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.