IWF soll Italien mit 600 Milliarden Euro retten

Italien soll mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds ein Hilfspaket von bis zu 600 Milliarden Euro erhalten, um die Pleite Italiens zu verhindern und der neuen Regierung mehr Handlungsspielraum für Reformen zu schaffen.

(27.11.2011) Die italienische Zeitung La Stampa berichtete am Sonntag, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Rettungspaket für Italien vorbereitet, und beruft sich dabei auf IWF Beamte. Ein Kredit zwischen 400 und 600 Milliarden Euro soll Italien ein Fenster von 12 bis 18 Monaten gewähren, um Ausgabenkürzungen und wachstumsfördernde Maßnahmen einzuführen. Durch den Kredit würde die „Notwendigkeit der Refinanzierung von Schulden entfallen“, so La Stampa.

Der IWF würde für den ausgezahlten Kredit Zinsen zwischen vier und fünf Prozent garantieren, was deutlich unter dem liegt, dass Italien derzeit am herkömmlichen Markt für Kredite zahlen muss. Allerdings ist die Größe des Kredites nicht mit den derzeitigen Ressourcen der Internationalen Währungsfonds vereinbar, weswegen bereits mehrere Möglichkeiten der Durchführung diskutiert werden. Eine Möglichkeit wäre, dass die EZB den Kredit an Italien ausgibt und der IWF die Garantie dafür übernimmt. Dadurch könnte der „Widerstand aus Berlin gegen eine größere Einbindung der EZB“ bezüglich der Hilfen an strauchelnde Länder „überwunden werden“, da die Kredite unter der Kontrolle des IWF ausgegeben werden würden, schreibt die Zeitung.

Die EU und die EZB hatten bereits vor kurzem Rechnungsprüfer ausgesandt, um die öffentlichen, italienische Konten zu überprüfen. Zusätzlich dazu wird auch der Internationale Währungsfond demnächst eigene Prüfer nach Italien schicken, wie es bereits beim G20-Gipfel mit der früheren italienischen Regierung abgesprochen wurde.

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