Nomura: Euro-Zone ist insolvent, EZB kommt zu spät

Bob Janjuah von der Nomura Bank erteilt der Hoffnung, die EZB könne mit Gelddrucken die Eurozone retten, eine Absage. Dazu sei es bereits zu spät, er erwartet den Kollaps in einem der großen Staaten.

(20.11.2011) In einem Kommentar nannte Bob Janjuah von der Nomura Bank die Gedanken, die EZB könne Europa retten, reine Fantasterei „Mit dem zerfetzten Oktober-Deal und den darauffolgenden Entwicklungen in Italien, Griechenland“ sowie dem steigenden Risiko für Frankreich „scheint sich die Zukunft der Euro-Zone nur noch um die erweiterte Monetarisierung der EZB zu drehen“.

Für Bob Janjuah gibt es im Moment nur zwei Möglichkeiten. Entweder begeht die Euro-Zone den „Pfad der gänzlichen politischen und fiskalischen Integration“, was seiner Meiner nach definitiv eine kleinere, neue Euro-Zone bedeuten „und den Bankrott der Staaten, die nicht in das deutsche Ideal des harten Geldes hineinpassen“, nach sich ziehen würde. Oder aber die Euro-Zone halte sich an die sanfte Geldpolitik der USA und Großbritanniens, wo die EZB über unbegrenzte Liquidität verfügen würde. „Ich glaube sehr stark, dass jede bedingte oder endgültige Monetarisierung die schlechteste Idee wäre“, beurteilt Bob Janjuha die zweite Lösung. Wenn die EZB aber tatsächlich eine Kehrtwende hin zur unbegrenzten Liquidität machen sollte, „werden Deutschland und die nördlichen Länder weggehen“.

Kommentare

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  1. dparvus sagt:

    Ein EURO- Austritt oder besser ein EU-Austritt mit automatischem Verlassen des EURO wäre das beste für die Staaten wie Deutschland, die noch einen kleinen Rest an Kreditwürdigkeit haben.

    Aber die deutsche Regierung fährt ja das Land lieber in den Sozialismus, mit allen Konsequenzen, zu sehen gewesen bei der DDR, der UdsSR und anderen.
    Es ist zu befürchten, daß das nur noch mit einer Revolution zu verhindern ist, wenn der Euro nicht bald kracht. Wer will die EU-dsSR eigentlich riskieren?