Spekulation: EFSF soll seine eigenen Papiere gekauft haben

Das wäre das klassische Ponzi-Schema: Einen britischen Zeitungsbericht zufolge soll der Rettungsschirm EFSF mehrere für 100 Millionen Euro Anleihen an sich selbst gekauft haben – weil diese niemand am Markt haben wollte. Der EFSF bestreitet den Bericht.

(13.11.2011) Der Sunday Telegraph berichtet, dass nach der Zeitung vorliegenden Informationen der EFSF selbst Anleihen im Wert von mindestens 100 Millionen Euro gekauft haben soll. Möglicherweise waren es sogar 300 Millionen, denn der Telegraph behauptet, dass es dem EFSF erst nach diesem finanziellen Mutmacher gelungen sei, Papiere im Wert von 2,7 Milliarden Euro an den Märkten zu verkaufen.

Sollten die Informationen des Telegraph stimmen, dann käme diese Maßnahme dem totalen Scheitern des EFSF schon vor dem Start seiner nächsten Phase gleich. Dem Fonds war es diesmal nicht gelungen, Geld aus Asien anzuziehen, auch die Russen haben abgewinkt. Im Grunde sagen alle dasselbe: Diese Konstruktion wird nie funktionieren.

Der EFSF bestritt am Sonntagabend durch einen Sprecher, dass er eigene Papiere gekauft habe. Auch sei die Gesamtsumme von 3 Milliarden Euro durch die Auktion von Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit erzielt worden.

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