Economist warnt vor „schwarzem Loch“ für Weltwirtschaft

Die wirtschaftliche Lage dürfte sich in den kommenden zwei Monaten dramatisch zuspitzen. In Amerika möchte man daher die Notbremse namens QE3 ziehen. Experten zweifeln jedoch, dass das weitere Gelddrucken die Rezession noch aufhalten kann.

(02.10.2011) Der Britische Econmist ist kein Blatt des Alarmismus. Doch dem Leitartikel der aktuellen Ausgabe haben die Redakteure die wenig ermutigende Headline „Habt Angst!“ vorangestellt. Die Lage der Weltwitschaft sei aus mehreren Gründen bedrohlich wie selten zuvor. Das mit viel Pomp abgehaltene IWF-Treffen der Wirtschaftsführer in Washington habe nichts gebracht außer viel Diskussion und Streit. Wenn Europas Regierungen eine Lösung für die Eurokrise finden, könnte die frühestens im November umgesetzt werden – möglicherweise zu spät, weil die Märkte bis dahin zusammenbrechen könnten.

Selbst wenn es eine Lösung für die Euro-Schuldenkrise gäbe, müssen wir mit dunklen Wolken in der Konjunktur rechnen. Eine Rezession sei so gut wie sicher. Dies bedeutet, dass sich die Wirtschaft auf massive Einbrüche einstellen muß.

Und auch die amerikanische Wirtschaftspolitik bezeichnet der Economist als „halbherzig“ und daher wirkungslos. Die hohe Arbeitslosigkeit, Staatsschulden und eine äußerst defensives Konsumentenverhalten könnten die Weltwirtschaft in ernste Probleme stürzen.

Da hilft es auch nicht, dass in Amerika immer mehr Stimmen nach neuerlichen Konjunkturförderprogrammen rufen. Fed-Chef Ben Bernanke hatte bei einer Tagung am Freitag erstmals vergleichsweise offen über die Möglichkeit eines neuen „Quantitaive Easing“ (QE3) gesprochen. Experten zweifeln jedoch, ob diese Maßnahme der Konjunktur wirklich helfen könnte.

Viel wahrscheinlicher ist, dass die Wirtschaftspolitik in den USA und Europa weitgehend mit ihrem Latein am Ende ist. Und sich daher verzweifelt und möglichts geheim ufs hemmungslose Gelddrucken verlegt und versuchen wird, die ganze Malaise mit einer Inflation wegzuspülen. Das sind keine guten Nachrichten für die Besitzer von Sparbüchern in Deutschland.

Kommentare

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  1. Diktator sagt:

    Hallo an Alle hier,
    also ich verstehe nicht, warum wir ständig von Rezession sprechen? Wenn man wie Deutschland und wohl auch alle anderen hoch entwickelten Industriestaaten nach dem II. Weltkrieg 66 Jahre immer nur aufbaut und wächst, die letzten 10 Jahre fast nur noch über Kredite produziert und konsumiert, ist es doch nur logisch, dass es mal irgendwann von Allem mehr als genug gibt. Eigentlich sollten wir deshalb zufrieden sein, soviel geschaffen zu haben und man könnte der älteren Generation jetzt einfach frei geben, um sich vom Streß der Arbeitsjahre zu erholen. ABER: Das geht aber aus zweierlei Gründen nicht, erstens sind wir alle(vor allem die Konzerne) viel zu hoch verschuldet und müssen deshalb produzieren und konsumieren, auch wenn es tatsächlich niemand mehr braucht. Zweitens ging mit dieser gigantischen wirtschaftlichen Entwicklung auf Pump eine riesige Umverteilung des ehemaligen Wohlstandes von unten nach oben einher, so dass der Staat jetzt schon fast 45 Milliarden Euro an Zinsen im Jahr bezahlen muss, anstatt eben mit diesem Geld den älteren Arbeitnehmern der letzten Jahrzehnte einen vernünftigen und eigentlich auch wohlverdienten Ruhestand zu ermöglichen. Dieser Schuldenberg wird uns alle in den Ruin drücken, verbunden mit viel Chaos und persönlichem Leid. Tut mir Leid, auch ich kann der Kirche hier nichts abgewinnen, es wäre lange an der Zeit gewesen, aktiv einzugreifen. Wenn man aber überwiegend vom Staat finanziert wird, wird man in die gebende Hand kaum reinbeißen.
    Bleibt wachsam und sucht Euch gute Frende, bald wird es ohne nicht mehr gehen.
    Der Diktator

  2. schlaumeister sagt:

    Langsam dämmert die Wahrheit durch den Schleier der Illusionen: Mit immer
    mehr Geld, das aus dem Nichts erzeugt wird, kann man die Weltwirtschaft nicht
    retten, aber man kauft sich Zeit bis zum finalen Ende.

  3. Bibelkommentar sagt:

    Geld scheint zunehmend zu einem Rauschmittel zu werden, sowohl für Staaten, Banker und Politiker aber auch für Otto Normalverbraucher, der sich ständig um sein Erspartes fürchtet.

    Bei aller berechtigten Sorge sollten wir nicht vergessen, dass Geld und Wohlstand nicht die höchsten Güter sind. Es wird Zeit, vermehrt das christliche Glaubensgut ins Gedächtnis zu rufen oder, wo nicht vorhanden, zu erarbeiten:

    Mt 16,26: Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber sein Leben einbüßte? Oder was wird ein Mensch als Lösegeld geben für sein Leben[a]? a) Ps 49,8.9

    Joh 12,46: Ich bin als Licht in die Welt gekommen[a], damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe[b]; a) Kap. 8,12 b) V. 35.36; Kap. 1,9; 1Petr 2,9

    Das letzte Buch der Bibel beschreibt das Ende des gegenwärtigen ungerechten Zeitlaufes aber auch den Beginn einer neuen Welt wo die Gerechtigkeit wohnt (s. 2.Petrus Kap 3) Entscheidend ist es dahin zu kommen. Da sich die Bibel in ihren Aussagen in der Vergangenheit stets als zuverlässig erwiesen hat, dürfen wir ihr auch betreffs den zukünftigen Dingen vertrauen.

    2.Petrus 1,19: Und so besitzen wir das prophetische Wort[a] fester[b], und ihr tut gut, darauf zu achten[c] als auf eine Lampe[d], die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht[e] und der Morgenstern[f] in euren Herzen aufgeht, a) Kap. 3,2 b) Sach 1,6; Lk 1,70; 24,44 c) 2Chr 20,20 d) Ps 119,105; Spr 6,23 e) Röm 13,12 f) Offb 2,28