Frankreich: „Wenn wir am Sonntag keine Lösung haben, schmilzt alles weg“

Rückblick: So wollten die Europäer den Euro retten - und es ist so schlimm gekommen wie vorgesagt.

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Update: Dieser Artikel wurde im Zusammenhang mit dem Server-Crash bei den DMN neu veröffentlicht. Das Originaldatum der Veröffentlichung war der 11.11. 2011. Wie wir heute sehen: Courson hatte recht, der Schmelzprozess ist in vollem Gang (mehr aktuell hier)

Es ist schwer zu sagen ob gepokert wird oder ob die Deutschen wirklich ernsthaft verhandeln: Denn nach franzöischer Aussage beharrt Paris auf der Umwandlung des EFSF als eine Bank. Die Deutschen lehnen das strikt ab – zumindest bisher. Der französische Finanzminister François Baroin sagte, die Rettung werde nur mit dem EFSF als Bank gelingen.

Deutschland und auch die EZB lehnen diesen Schritt ab. Das räumte auch Baroin ein. Dennoch sagte er: “Für uns bleibt das die effizienteste Lösung.”

Bei den französischen Verhandlern macht sich, wie schon gestern bei ihrem Chef eine gewisse Untergangsstimmung breit. Charles de Courson, Mitglied der französischen Nationalversammlung, der Nicolas Sarkozy in Paris getroffen hatte, sagte: “Nicht nur Merkel muss überzeugt werden. Der Präsident hofft, dass er eine Lösung findet. Wenn es am Sonntag keine Lösung gibt, könnte alles wegschmelzen.”

Kommentare

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  1. goldhamster sagt:

    Wird Zeit, sich nach ethischen Alternativen zum aktuellen Lügensystem umzusehen.
    Es gibt Wirtschaftssysteme, die schuldloses Geld schöpfen, den Menschen von Zins-Knechtschaft befreien. Gabs in USA, GB, Schweden und Röm. Reich.

    Seht:
    >Suche Wahre Alternativen Franz Hörmann
    >wissensmanufaktur dot net
    >Suche Berd Senf

  2. Gonzo sagt:

    Das wäre dann eben die französiche Kernschmelze! Lieber beim Geld als in Fessenheim…

  3. Werner Fritz sagt:

    Ein interessanter Artikel für alle die noch Geld bei ihrer Bank liegen haben, immer noch an Aktien, ETFs oder Futures glauben:
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-morris/junkies-enteignen-sparer-.html

  4. klartexter sagt:

    Natürlich wollen die französischen Politiker und die Pleitestaaten nur Deutschlands Bestes, sein Geld, genau so, wie die deutschen Politiker nur das Beste vom deutschen Steuerbürger wollen, sein Geld. So schnell es geht.
    Was passiert aber, wenn auch Staaten und Steuerzahler kein Geld mehr haben, was ihnen abgenommen werden kann. Dann bekommen die vielen Mitesser der EU-Steuerzahler kalte Füße. Und wer sorgt für Diejenigen, welche nach Europa ungerufen gekommen sind oder staatlicherseits eingeschleppt wurden und seit Jahren nur von Transverleistungen leben. Das es hier zum gesellschaftlichen Chaos kommt, davor haben die Politiker doch Angst. Das eigene Volk war und ist denen doch bisher völlig Wurscht und wer aufmuckt, wird fertig gemacht.

  5. Paul sagt:

    Mittwochabend … zur Stunde … was soll das bitte?