Liebe Leserinnen und Leser!

Die Deutschen Mittelstands Nachrichten mussten in der Nacht von Montag auf Dienstag einen schweren Server-Crash hinnehmen. Haben wir zu viel über den Crash geschrieben?

In der Nacht vom Montag auf Dienstag gab es bei unseren Servern einen Crash. Er lief äußerst merkwürdig ab. Wir waren gerade mitten in der Nachtschicht und hatten sehr schöne Texte zur Société Générale (die zum Abstoßen von Euro-Positionen rät – hier) und zu einer griechischen Handelsplattform, die die Drachme testet (hier) in Arbeit. Just bei einem Artikel über den mutigen New Yorker Richter Jed S. Rakoff, der in den USA den Vergleich zwischen Citi und SEC mit der Begründung kassierte, „es gäbe zu viel Propaganda und zu wenig Wahrheit über die Finanzkrise“ (mehr hier), begannen unsere Probleme. Zufall? Ganz gewiss – aber doch ein origineller.

Gegen 22.30 Uhr gab es erste Anzeichen wie ein Flackern. Danach stürzte die Seite endgültig um 0.10 ab. Anfangs witzelten wir noch in der Redaktion: Vielleicht haben wie zuviel über den Crash geschrieben, so dass er uns jetzt selbst ereilt?

Unsere Techniker arbeiteten in der Zwischenzeit fieberhaft an der Suche nach dem Problem. Gegen 03.00 stellten sie fest, dass zwei zentrale Server und ein Backup-Server außer Gefecht gesetzt waren. Trotz umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen mussten wir einen Komplettausfall zur Kenntnis nehmen.

Ab 7.00 gelang es uns dann, mit der rudimentären Rekonstruktion der Website zu beginnen. Allerdings mussten wir die Domain auf eine neue IP Adresse ausrichten. Dies kann bis zu 24 Stunden dauern. Natürlich haben wir nun auch die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Durch den beispiellosen Einsatz unserer Mitarbeiter in Programmierung und Systemtechnik gelang es uns, das Grundgerüst der Seite wiederherzustellen. Etwa 300 Artikel konnten rekonstruiert und neu veröffentlicht werden. In den kommenden Tagen werden wir die zerstörten Server einer eingehenden Analyse unterziehen. Zugleich werden wir versuchen, weitere Artikel aus dem Archiv zu retten.

Ab 16 Uhr war die Seite schon in einigen Bundesländern erreichbar. Wir hoffen, dass in den kommenden Stunden wieder alle Bundesländer sowie Österreich und die Schweiz erreicht werden. In Berlin und Brüssel sind wir zur Stunde nur bedingt lesbar.

Wir möchten uns bei all unseren treuen Leserinnen und Lesern entschuldigen, dass wir ihnen nicht mit der gewohnten Informationsvielfalt dienen konnten.

Viele Anrufe, Mails und Faxe haben uns in der Zeit erreicht und uns ermutigt durchzuhalten. Zwar haben wir keine Ahnung über die Ursachen des Crashs. Im Grunde wollen wir es auch vielleicht gar nicht so genau wissen.

Liebe Leserinnen und Leser, Ihre Reaktion hat uns sehr gefreut. Wenn es einen positiven Aspekt an so einem Tag gibt, dann die Erkenntnis, dass wir vermisst werden, wenn wir offline sind. Wie viele Medien können das schon für sich in Anspruch nehmen?

Ihre Redaktion
Deutsche Mittelstands Nachrichten

Kommentare

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  1. hunsrückbäuerlein sagt:

    ein paar leute vom CCC zur beratung hinzuziehen, die serverkapazitäten auf mehrer plätze im in und ausland verteilen und verdoppeln, bestimmte passwortkaskaden einbauen, etc.

    und dann wäre es sinnvoll, mal die belegschaft unter generalverdacht zu stellen um die verfassungsschützer rauszufiltern, die ja derzeit krampfhaft nach neuen sabotagefeldern der demokratie suchen müssen. vielleicht sind die bei euch schon fündig geworden, weil ihr immer so schön von dieser scheiße, die da in euroland abgeht, berichtet. die ist ja auch braun und das mag der verfassungsschutz doch so sehr.

  2. M.Gatzke sagt:

    Ich habe sie auch vermisst!
    Ich bin froh und dankbar, dass eure Seite wieder abrufbar ist.

    • Frank sagt:

      Es freut mich, dass es offensichtlich viele Gleichgesinnte gibt, die sich wie ich die Lügenmärchen unserer HQ Medien ersparen. Macht weiter so und laßt euch nicht unterkriegen. Ihr seid für mich tägliche unverzichtbare Lektüre.

  3. Jochen Gnauer sagt:

    Das ist viel zu bescheiden ! Die DM-Nachrichten sind die BESTE und KLARSTE Internetzeitung überhaupt.

    SIe berichtet ohne gleich abzuheben ganz klar, von dem was die „mainstream“ nachrichten unterschlagen. Und das sehr schön einfach verständlich, und ganz klar beweisbar.

    Richtet doch einen PAYPAL-SPENDENKNOPF ein, ich würde euch gerne etwas bezahlen für eure gute Zeitung !

    Gruß J.Gnauer

    Als Tipp noch: eine .de Domain kann im Extremfall nachteile haben. Was haltet ihr davon einen Webserver auf den Fidschi-Inseln zu buchen. Sonst wird euch eines Tages tatsächlich die Webseite abgedreht !

  4. ghostdance sagt:

    Liebe Redaktion,

    gut, daß ihr wieder da seid. Ihr werdet gebraucht! Ohne euch ist es zappenduster im gleichgeschalteten Zeitungswald.

    Ich wünsche euch power und Kampfgeist!

    ghostdance

  5. tobi sagt:

    Ich habe kürzlich auch eine Wiederherstellung per Google-Cache gemacht. Bei euch scheint der aber leer zu sein(?).

    Über site:deutsche-mittelstands-nachrichten.de findet ihr nicht alle eure pages wg. dem 1000 Treffer Limit und weil die site-Abfrage zuzuverlässig ist. Der Trick ist, nach Begriffen wie „site:deutsche-mittelstands-nachrichten.de ein“ oder „site:deutsche-mittelstands-nachrichten.de das“ zu suchen. So kann man nach und nach alle Seiten finden.

    Das Webarchive ist leer.

    Ich will euch auch auf die Konsequenzen aufmerksam machen, falls ich euch entscheidet, nicht alles wiederhezustellen. Ihr verliert dadurch proportional an Google Traffic, welcher vermutlich 80% eures Traffics ausmacht. Also: 95% Content weg, 90% des Traffics weg.

    Wenn ihr Fragen habt, gern an meine Adresse ne Mail.

    • redakteur sagt:

      Danke für diesen wertvollen Hinweis. Wir arbeiten Tag und Nacht an der Wiederherstellung. Wir hoffen immer noch auf die Rettung unserer Daten, hängt vom Grad und der Art der Zerstörung ab. Einen Großteil machen wir manuel. Das Gute ist: Wir sind gar nicht so abhängig von Google, macht nur etwa 15% unseres Traffics aus. Und die müssen wir in den kommenden Wochen durch noch bessere Qualität aufholen! Die Redaktion

  6. G.Schmitz sagt:

    Herzlichen Glückwunsch für den heldenhaften Kampf zur Wiederherstellung der Site!
    Die Gegenseite kann noch so viele Trojaner, Hunde des Internetkrieges aufstellen.Die Wahrheit wird siegen, denn wer die Wahrheit nicht sucht..wird von der Lüge erschlagen!
    Mögen die Angreifer in einem schwarzen Loch verschwinden…
    BRD-IT-Luschen könnens wahrscheinlich nicht gewesen sein, denen fehlt einfach die ab-untergründige Intelligenz…

    Glückauf D-M-Nachrichten!

  7. Pittiplatsch sagt:

    Hallo DMN,

    sehr gut, dass Ihr wieder da seid.
    Beste Grüße aus Sachsen Anhalt.
    Weiter so !

    P.S. Wäre es möglich, vielleicht ein paar Hintergrundinformationen über
    die Macher zu erhalten, Alter, Beruf, Geschlecht, Anzahl ?
    Oder ist das geheim ?

    • redakteur sagt:

      Gerne – 6 Journalisten und einige freie Kolleginnen und Kollegen; 3 männlich, 3 weiblich, Alter 23 bis 53. Die Redaktion.

      • Meckerziege sagt:

        An die Redaktion:

        Verratet mal nicht zu viel – getreu dem Bibelwort „An ihren Taten sollt Ihr sie erkennen!“

        Und Eure Taten sind bemerkenswert – Chapeau