Deutsche Staatsanleihen finden keine Käufer

Die heutige Emission von deutschen, langfristigen Staatsanleihen ist gescheitert. Mehr als ein Drittel der zum Verkauf ausgegebenen Bonds konnten nicht verkauft werden.

Zwar sind die Zinssätze mit 1,98 Prozent im Vergleich zu den teuren Zinsen für spanische, italienische oder auch französische immens günstig, aber die heutige Auktion zeigt einen deutlichen Wandel in der Bewertung der deutschen Staatsanleihen. Von den geplanten Verkäufen von 10-jährigen Anleihen im Wert von 6 Milliarden Euro nahmen lediglich Staatsanleihen im Wert von 3,644 Milliarden einen Abnehmer. Deutschland blieb also auf mehr als einem Drittel seiner Staatsanleihen sitzen (immer mehr Investoren wenden sich von Deutschland ab). Nach der Auktion legten die Zinsen für die deutschen Staatsanleihen zwei Prozent zu.

„Ich kann mich an keine schlechtere Auktion erinnern“, kommentiert Marc Oswald von Monument Securities das Ergebnis des heutigen Verkaufs. „Wenn Deutschland nur diese Art der Beteiligung leisten kann, was bleibt dann noch für eine Hoffnung?“ Der Ökonom Shaun Richards betonte, „für mich ist es eher eine Überraschung, dass irgendjemand diese Zinsen von 1,98 Prozent für 10 Jahre in diesen zu erwartenden unvorhersehbaren Zeiten überhaupt akzeptieren kann“.

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