USA: Millionen Kunden wandern zu kleinen Banken ab

Wegen immer neuer Gebühren verlassen die Kunden in einer bisher nicht dagewesenen Massenbewegung die großen US-Banken. Es ist eine Art Kapitalflucht der kleinen Leute.

Als die Bank of America mitteilte, sie wollte aufgrund neuer Regulierungen in den Bankgeschäften und dem Rückgang der Kreditkartenzahlungen eine Gebühr für Debitkarten einführen, stieß sie auf heftigen Widerstand bei ihren Kunden. Auch Citigroup, Wells Fargo und JP Morgan Chase wollten eine solche Gebühr einführen. Nach dieser Ankündigung haben in einem Monat bereits 650.000 Kunden die großen amerikanischen Banken verlassen.

Die Gewinner waren Institute wie die Credit Union, Gemeindebanken und regionale Banken, die seit der geplanten Gebühr vermehrt neue Kunden begrüßen. Allein Credit Union zählt 80.000 neue Kunden und blickt auf 4,5 Millionen neu eröffnete Konten seit der Idee der Gebühr. Unterstützt wurden die Wechsel zu anderen, gemeinnützigen Banken von der Bewegung Bank Transfer Day, welche die Menschen immer wieder dazu aufriefen, sich von den großen Banken zu trennen.

Fünf Dollar monatlich sollten für eine Debitkarte fällig werden. Mittlerweile haben Wells Fargo, Citigroup und JP Morgan Chase sich entschieden, die Finger von der Gebühr zu lassen und auch die BoA hat sich nun von der Idee verabschiedet. „Das sind großartige Neuigkeiten für die Kunden, aber das wird nicht das Ende neuer Gebühren sein“, sagt Bill Hardekopf von LowCards.com. Javelin Strategy & Research schätzt die Verluste der Banken aufgrund der Neuregulierungen auf 6,6 Milliarden Dollar. „Sie werden unscheinbarere Wege finden, um ihre Verluste auszugleichen“, ergänzt Bill Hardekopf. Die Erhöhung existierende Gebühren oder steigende Zinsen für Kreditkarten wären nur ein paar der Möglichkeiten, die sich da anböten.

Kommentare

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  1. hunsrückbäuerlein sagt:

    that´s the way i like it!

    das wäre mal was wirklich gutes, was der ami tut es und wir auch tun sollten…

    ps.
    übrigens ich liebe es, was ihr da so immer schreibt, weiter so und achtung, feind liest immer mit, siehe anfang der woche.