US-Banken: 188 Milliarden Dollar Risiko, wenn Frankreich fällt

Die Bestände von griechischen, italienischen und portugiesischen Papieren der Top-US-Banken sind vergleichsweise klein. Bei zunehmenden Schwierigkeiten in Frankreich sind die Banken jedoch aufgrund ihres großen Engagements stark gefährdet. Die Rating-Agentur Fitch warnt bereits vor einer Ansteckung der US-Banken.

(17.11.2011)

Die sechs größten US-amerikanischen Banken haben ihre Nettopositionen gegenüber den strauchelnden Ländern Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien das Jahr über auf rund 50 Milliarden Dollar reduziert und somit das eigene Risiko bei einer drohenden Staatspleite dieser gesenkt (allerdings haben sie für diese Länder immense Garantien im Wert von 518 Milliarden Dollar ausgegeben).

Viel beunruhigender sind jedoch die Forderungen, die Citigroup, Bank of America, JP Morgan Chase, Morgan Stanley und Goldman Sachs gegenüber Frankreich haben. Von den offenen Positionen in Höhe von 188 Milliarden Dollar, die diese amerikanischen Banken gegenüber dem Land Frankreich halten, entfallen allein 114 Milliarden Dollar auf die französischen Banken. „Die Gefahr eines negativen Schocks steigt und könnte Fitch‘s stabilen Ausblick für die US-Banken ändern“, sagte die Ratingagentur Fitch. Es gäbe gerade im Fall Frankreich eine erhöhte Ansteckungsgefahr.

Zwar geben die amerikanischen Banken an, viele ihrer Positionen durch Credit Default Swaps abgesichert zu haben, doch diese „Taktik könnte sich als problematisch herausstellen, wenn freiwillige Schuldenerlasse überhand nehmen und CDS Verträge nicht ausgezahlt werden.“

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