Wegen geringer Nachfrage: EFSF begibt weniger Anleihen

Schon zum Start muss der erweiterte Rettungsschirm EFSF seine Erwartungen reduzieren: Statt ursprünglich 5 Milliarden Euro werden in einer ersten Runde nur Papiere für 3 Milliarden Euro auf den Markt gebracht. Auch die Laufzeit würde verkürzt, um das neue Produkt doch noch den Asiaten schmackhaft zu machen.

Die in dieser Woche geplante Ausgabe von EFSF-Anleihen zur Finanzierung der Rettung Irlands wird nach Ansicht vieler Banker auf eine geringe Nachfrage stoßen, schreibt die Financial Times. Ein Banker erklärte, „es gibt viel Unsicherheit bezüglich der EFSF, so dass es viel schwieriger sein wird, die Anleihen zu verkaufen“, als noch bei Anleiheausgaben der EFSF vor ein paar Monaten (kein Wunder, dass die Unsicherheit groß ist). Damals kauften Japan und China eine große Anzahl der Anleihen und auch europäische Fonds zeigten Interesse.

Insider sagen, die EFSF hätte zunächst darüber nachgedacht, Anleihen im Wert von 5 Mrd. Euro zu verkaufen, sich dann aber entschieden, lediglich Anleihen im Umfang von 3 Mrd. Euro mit einer Laufzeit von 10 Jahren anzubieten. Der EFSF verneinte dies jedoch.

Die Anleihen des EFSF werden so zum Stimmungsbarometer unter den Investoren und zeigen (skeptisch sind sie allemal), wie groß das Interesse der asiatischen Zentralbanken an weiteren Anleihen tatsächlich ist. Der Preis für die Anleihen soll am Mittwoch festgelegt werden, da die Beamten nach Aussagen einiger Banker befürchten, die Marktbedingungen könnten sich weiter verschlechtern. Erwartet wird ein Preis von 3,30 Prozent, der 130 Basispunkte über dem Preis für deutsche Bundesanleihen liegt. Im September lag der Preis für die EFSF–Anleihen noch bei 2,60 Prozent, also deutlich niedriger. Insidern zufolge war das Interesse der chinesischen und japanischen Investoren damals so massiv, weil diese Anleihen als Triple A gehandelt wurden (Wie gefährdet das Triple A des EFSF ist – mehr dazu hier). Zudem erhielten sie dafür einen höheren Risikoaufschlag als für deutsche Anleihen, die als risikofrei galten.

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Kommentare

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  1. FDominicus sagt:

    3 Mrd? für gebrauchte 800 Mrd, also gerade mal 3% und selbst die gehen nicht weg. Das ist ja mal eine erfreuliche Nachricht.

  2. FDominicus sagt:

    3 Mrd? für gebrauchte 800 Mrd, also gerade mal 3% und selbst die gehen nicht weg. Das ist ja mal eine erfreuliche Nachricht.

  3. FDominicus sagt:

    3 Mrd? für gebrauchte 800 Mrd, also gerade mal 3% und selbst die gehen nicht weg. Das ist ja mal eine erfreuliche Nachricht.

  4. FDominicus sagt:

    3 Mrd? für gebrauchte 800 Mrd, also gerade mal 3% und selbst die gehen nicht weg. Das ist ja mal eine erfreuliche Nachricht.

  5. FDominicus sagt:

    3 Mrd? für gebrauchte 800 Mrd, also gerade mal 3% und selbst die gehen nicht weg. Das ist ja mal eine erfreuliche Nachricht.

  6. Karl-Heinz sagt:

    Die 440 Milliarden an Garantien des ESFS setzen sich wie folgt zusammen:

    Österreich: 12,2 Mrd. Euro
    Belgien: 15,3 Mrd. Euro
    Zypern: 0,9 Mrd.
    Finnland: 7,9 Mrd.
    Frankreich: 89,6 Mrd.
    Deutschland: 119,4 Mrd.
    Griechenland: 12,4 Mrd.
    Irland: 7 Mrd.
    Italien: 78,8 Mrd.
    Luxemburg: 1,1 Mrd.
    Malta: 0,4 Mrd.
    Niederlande: 25,1 Mrd.
    Portugal: 11 Mrd.
    Slowakei: 4,4 Mrd.
    Slowenien: 2,1 Mrd.
    Spanien: 52,4 Mrd.

    Fällt jemandem was auf, was auch den Anlegern auffallen dürfte?

  7. Karl-Heinz sagt:

    Die 440 Milliarden an Garantien des ESFS setzen sich wie folgt zusammen:

    Österreich: 12,2 Mrd. Euro
    Belgien: 15,3 Mrd. Euro
    Zypern: 0,9 Mrd.
    Finnland: 7,9 Mrd.
    Frankreich: 89,6 Mrd.
    Deutschland: 119,4 Mrd.
    Griechenland: 12,4 Mrd.
    Irland: 7 Mrd.
    Italien: 78,8 Mrd.
    Luxemburg: 1,1 Mrd.
    Malta: 0,4 Mrd.
    Niederlande: 25,1 Mrd.
    Portugal: 11 Mrd.
    Slowakei: 4,4 Mrd.
    Slowenien: 2,1 Mrd.
    Spanien: 52,4 Mrd.

    Fällt jemandem was auf, was auch den Anlegern auffallen dürfte?

  8. Karl-Heinz sagt:

    Die 440 Milliarden an Garantien des ESFS setzen sich wie folgt zusammen:

    Österreich: 12,2 Mrd. Euro
    Belgien: 15,3 Mrd. Euro
    Zypern: 0,9 Mrd.
    Finnland: 7,9 Mrd.
    Frankreich: 89,6 Mrd.
    Deutschland: 119,4 Mrd.
    Griechenland: 12,4 Mrd.
    Irland: 7 Mrd.
    Italien: 78,8 Mrd.
    Luxemburg: 1,1 Mrd.
    Malta: 0,4 Mrd.
    Niederlande: 25,1 Mrd.
    Portugal: 11 Mrd.
    Slowakei: 4,4 Mrd.
    Slowenien: 2,1 Mrd.
    Spanien: 52,4 Mrd.

    Fällt jemandem was auf, was auch den Anlegern auffallen dürfte?

  9. Karl-Heinz sagt:

    Die 440 Milliarden an Garantien des ESFS setzen sich wie folgt zusammen:

    Österreich: 12,2 Mrd. Euro
    Belgien: 15,3 Mrd. Euro
    Zypern: 0,9 Mrd.
    Finnland: 7,9 Mrd.
    Frankreich: 89,6 Mrd.
    Deutschland: 119,4 Mrd.
    Griechenland: 12,4 Mrd.
    Irland: 7 Mrd.
    Italien: 78,8 Mrd.
    Luxemburg: 1,1 Mrd.
    Malta: 0,4 Mrd.
    Niederlande: 25,1 Mrd.
    Portugal: 11 Mrd.
    Slowakei: 4,4 Mrd.
    Slowenien: 2,1 Mrd.
    Spanien: 52,4 Mrd.

    Fällt jemandem was auf, was auch den Anlegern auffallen dürfte?

  10. Karl-Heinz sagt:

    Die 440 Milliarden an Garantien des ESFS setzen sich wie folgt zusammen:

    Österreich: 12,2 Mrd. Euro
    Belgien: 15,3 Mrd. Euro
    Zypern: 0,9 Mrd.
    Finnland: 7,9 Mrd.
    Frankreich: 89,6 Mrd.
    Deutschland: 119,4 Mrd.
    Griechenland: 12,4 Mrd.
    Irland: 7 Mrd.
    Italien: 78,8 Mrd.
    Luxemburg: 1,1 Mrd.
    Malta: 0,4 Mrd.
    Niederlande: 25,1 Mrd.
    Portugal: 11 Mrd.
    Slowakei: 4,4 Mrd.
    Slowenien: 2,1 Mrd.
    Spanien: 52,4 Mrd.

    Fällt jemandem was auf, was auch den Anlegern auffallen dürfte?