EZB will Staaten zu Eurobonds drängen

Im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird diskutiert, die Euro-Rettung auch konkret wieder in die Hände der Regierungen zu legen. Deshalb will die EZB die Staaten zur Einführung dieser umstrittenen Papiere bewegen.

Drei Analysten von Goldman Sachs beschäftigen sich in einer ausführlichen Analyse mit der Rolle der EZB bei der Euro-Rettung. Darin kommen sie zum Schluss, dass die Europäische Zentralbank unter der Führung von Mario Draghi die Euro-Rettung nicht als ihre Kernaufgabe ansehe. Sie weigere sich, in der Krise die politische Verantwortung zu übernehmen. Stattdessen hätte unter den Mitgliedern des EZB-Rates ein Diskussionsprozess begonnen, wie man den schwarzen Peter wieder den europäischen Staaten zuschieben könne. Dabei kommt eine schon totgeglaubte Variante wieder ins Spiel: Nach Ansicht der EZB wären Eurobonds der beste Weg, um den Euro als gemeinsamen Wirtschaftraum zu erhalten und damit den Euro zu retten.

Zwar ist Deutschland bisher immer strikt gegen Eurobonds aufgetreten. Aber die Goldman-Argumentation erscheint schlüssig: Im Falle einer engeren Kooperation im Euro-Raum müssten eben alle Instrumente eingesetzt werden, die ein echter gemeinsamer Markt eben braucht (mehr hier).

So versucht Goldman, den Deutschen die Eurobonds schmackhaft zu machen: „Die Deutschen wollen eine Fiskalunion und eine strengere zentrale Überwachung“ in Verbindung mit der Idee eines zentralen Finanzministeriums, sagte der Jim O’Meill, der Vorsitzende des Asset Management von Goldman Sachs, in einem Interview mit dem Sunday Telegraph. Hinsichtlich dieser Überlegungen falle es schwer zu glauben, dass alle Länder einschließlich Griechenlands damit leben könnten. Für Deutschland, Frankreich und die Benelux-Staaten wäre es keine schlechte Idee, „sie hatten schon immer so eine Art miteinander verbundenen Wechselkurs. Für die anderen, die ursprünglich auch beigetreten sind, ist das sehr fragwürdig“, ergänzte Jim O’Neill. Länder wie Finnland und Irland, die von Nachbarn umgeben sind, die nicht der Eurozone angehören, würden es eher vorziehen, den Euro zu verlassen. Ihre eigene Währung wäre so vielleicht auch stärker.

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Kommentare

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  1. Samui sagt:

    <<Nach Ansicht der EZB wären Eurobonds der beste Weg, um den Euro als gemeinsamen Wirtschaftraum zu erhalten und damit den Euro zu retten.<<

    Der Euro ist kein Wirtschaftsraum, sondern eine Währung!

    Der Wirtschaftsraum Europa hat vor der Euro-Einführung sehr gut funktioniert.

    Der Euro ist ein den Volkswirtschaften Europas aufgezwungenes Instrument im Interesse der internationalen Finanzkonzerne.
    JA zu Europa, NEIN zum Euro!
    Vielleicht hat jemand Lust, unter diesem Motto eine Partei zu gründen…smile

    • Karl-Heinz sagt:

      Zitat:“Der Euro ist kein Wirtschaftsraum, sondern eine Währung!“

      Das ist auch nicht richtig. Der Euro ist ein zusammengekittetes Währungsgemisch.

      Wenn die Griechen darüber genauer nachdenken würden, könnte es ihnen vielleicht helfen ihre Drachme da wieder herauszulösen.

      Es mußten ja mal Konvergenzkriterien erfüllt werden. Zu gleichen Bedingungen müßte man dann auch die Drachme wieder herausbekommen.

      Der daraus resultierende Wechselkurs zementiert dann den Schuldenstand in Drachmen. Danach können sie abwerten, wie sie lustig sind und die Staatsschulden mit immer wertloseren Drachmen abzahlen.

      Für die BRD wäre das ungünstiger, weil sie die Schulden mit ständig aufwertenden DM zahlen müßte.

      Warum ist das so? Weil der Euro für keinen seiner Nutzerstaaten eine Fremdwährung ist.

  2. Samui sagt:

    <<Nach Ansicht der EZB wären Eurobonds der beste Weg, um den Euro als gemeinsamen Wirtschaftraum zu erhalten und damit den Euro zu retten.<<

    Der Euro ist kein Wirtschaftsraum, sondern eine Währung!

    Der Wirtschaftsraum Europa hat vor der Euro-Einführung sehr gut funktioniert.

    Der Euro ist ein den Volkswirtschaften Europas aufgezwungenes Instrument im Interesse der internationalen Finanzkonzerne.
    JA zu Europa, NEIN zum Euro!
    Vielleicht hat jemand Lust, unter diesem Motto eine Partei zu gründen…smile

    • Karl-Heinz sagt:

      Zitat:“Der Euro ist kein Wirtschaftsraum, sondern eine Währung!“

      Das ist auch nicht richtig. Der Euro ist ein zusammengekittetes Währungsgemisch.

      Wenn die Griechen darüber genauer nachdenken würden, könnte es ihnen vielleicht helfen ihre Drachme da wieder herauszulösen.

      Es mußten ja mal Konvergenzkriterien erfüllt werden. Zu gleichen Bedingungen müßte man dann auch die Drachme wieder herausbekommen.

      Der daraus resultierende Wechselkurs zementiert dann den Schuldenstand in Drachmen. Danach können sie abwerten, wie sie lustig sind und die Staatsschulden mit immer wertloseren Drachmen abzahlen.

      Für die BRD wäre das ungünstiger, weil sie die Schulden mit ständig aufwertenden DM zahlen müßte.

      Warum ist das so? Weil der Euro für keinen seiner Nutzerstaaten eine Fremdwährung ist.

  3. Samui sagt:

    <<Nach Ansicht der EZB wären Eurobonds der beste Weg, um den Euro als gemeinsamen Wirtschaftraum zu erhalten und damit den Euro zu retten.<<

    Der Euro ist kein Wirtschaftsraum, sondern eine Währung!

    Der Wirtschaftsraum Europa hat vor der Euro-Einführung sehr gut funktioniert.

    Der Euro ist ein den Volkswirtschaften Europas aufgezwungenes Instrument im Interesse der internationalen Finanzkonzerne.
    JA zu Europa, NEIN zum Euro!
    Vielleicht hat jemand Lust, unter diesem Motto eine Partei zu gründen…smile

    • Karl-Heinz sagt:

      Zitat:“Der Euro ist kein Wirtschaftsraum, sondern eine Währung!“

      Das ist auch nicht richtig. Der Euro ist ein zusammengekittetes Währungsgemisch.

      Wenn die Griechen darüber genauer nachdenken würden, könnte es ihnen vielleicht helfen ihre Drachme da wieder herauszulösen.

      Es mußten ja mal Konvergenzkriterien erfüllt werden. Zu gleichen Bedingungen müßte man dann auch die Drachme wieder herausbekommen.

      Der daraus resultierende Wechselkurs zementiert dann den Schuldenstand in Drachmen. Danach können sie abwerten, wie sie lustig sind und die Staatsschulden mit immer wertloseren Drachmen abzahlen.

      Für die BRD wäre das ungünstiger, weil sie die Schulden mit ständig aufwertenden DM zahlen müßte.

      Warum ist das so? Weil der Euro für keinen seiner Nutzerstaaten eine Fremdwährung ist.

  4. Samui sagt:

    <<Nach Ansicht der EZB wären Eurobonds der beste Weg, um den Euro als gemeinsamen Wirtschaftraum zu erhalten und damit den Euro zu retten.<<

    Der Euro ist kein Wirtschaftsraum, sondern eine Währung!

    Der Wirtschaftsraum Europa hat vor der Euro-Einführung sehr gut funktioniert.

    Der Euro ist ein den Volkswirtschaften Europas aufgezwungenes Instrument im Interesse der internationalen Finanzkonzerne.
    JA zu Europa, NEIN zum Euro!
    Vielleicht hat jemand Lust, unter diesem Motto eine Partei zu gründen…smile

    • Karl-Heinz sagt:

      Zitat:“Der Euro ist kein Wirtschaftsraum, sondern eine Währung!“

      Das ist auch nicht richtig. Der Euro ist ein zusammengekittetes Währungsgemisch.

      Wenn die Griechen darüber genauer nachdenken würden, könnte es ihnen vielleicht helfen ihre Drachme da wieder herauszulösen.

      Es mußten ja mal Konvergenzkriterien erfüllt werden. Zu gleichen Bedingungen müßte man dann auch die Drachme wieder herausbekommen.

      Der daraus resultierende Wechselkurs zementiert dann den Schuldenstand in Drachmen. Danach können sie abwerten, wie sie lustig sind und die Staatsschulden mit immer wertloseren Drachmen abzahlen.

      Für die BRD wäre das ungünstiger, weil sie die Schulden mit ständig aufwertenden DM zahlen müßte.

      Warum ist das so? Weil der Euro für keinen seiner Nutzerstaaten eine Fremdwährung ist.

  5. Samui sagt:

    <<Nach Ansicht der EZB wären Eurobonds der beste Weg, um den Euro als gemeinsamen Wirtschaftraum zu erhalten und damit den Euro zu retten.<<

    Der Euro ist kein Wirtschaftsraum, sondern eine Währung!

    Der Wirtschaftsraum Europa hat vor der Euro-Einführung sehr gut funktioniert.

    Der Euro ist ein den Volkswirtschaften Europas aufgezwungenes Instrument im Interesse der internationalen Finanzkonzerne.
    JA zu Europa, NEIN zum Euro!
    Vielleicht hat jemand Lust, unter diesem Motto eine Partei zu gründen…smile

    • Karl-Heinz sagt:

      Zitat:“Der Euro ist kein Wirtschaftsraum, sondern eine Währung!“

      Das ist auch nicht richtig. Der Euro ist ein zusammengekittetes Währungsgemisch.

      Wenn die Griechen darüber genauer nachdenken würden, könnte es ihnen vielleicht helfen ihre Drachme da wieder herauszulösen.

      Es mußten ja mal Konvergenzkriterien erfüllt werden. Zu gleichen Bedingungen müßte man dann auch die Drachme wieder herausbekommen.

      Der daraus resultierende Wechselkurs zementiert dann den Schuldenstand in Drachmen. Danach können sie abwerten, wie sie lustig sind und die Staatsschulden mit immer wertloseren Drachmen abzahlen.

      Für die BRD wäre das ungünstiger, weil sie die Schulden mit ständig aufwertenden DM zahlen müßte.

      Warum ist das so? Weil der Euro für keinen seiner Nutzerstaaten eine Fremdwährung ist.