Wirtschaftskrise treibt Spanier in die Emigration

Fachkräfte und Arbeitslose verlassen das Land in der Krise. Damit entstehen neue Probleme für Spanien – und die anderen europäischen Staaten.

In Spanien wirkt sich die Euro-Krise massiv auf die Bevölkerungsstruktur aus. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien ist deren Bevölkerung nach jahrelangem Bevölkerungswachstum nun rückläufig. Allein im ersten Halbjahr 2011 verliert das Land 28.000 Einwohner. Damit sinkt die Gesamtbevölkerungszahl auf 46,12 Millionen, so das Nationale Institut für Statistik (INE). Doch das ist erst der Anfang. Prognosen der INE zufolge, soll Spanien – bei anhaltendem Trend – in den nächsten 10 Jahren rund eine halbe Millionen Einwohner verlieren.

Und das, obwohl Spanien aufgrund seiner schnell wachsenden Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten zu den beliebtesten Zuwanderungsländern Europas zählte. Bis vor vier Jahren zehrte das Land noch vom langjährigen Immobilienboom, der 2007 abklang. So fanden gerade im Baugewerbe Einwanderer, überwiegend aus Südamerika, nordafrikanischen Staaten wie Tunesien oder Marokko und afrikanischen Staaten südlich der Sahara, Arbeitsplätze – legal oder illegal.
In den Jahren 2002 bis 2008 verzeichnete Spanien jährlich einen stetigen Zuwachs von 700.000, durch Immigration und natürlichem Bevölkerungswachstum – in diesem Jahr werden es nur noch 100.000 sein. Da heute zudem die Nettoabwanderung im Vergleich zum Überschuss der Geburten über die Sterberate weitaus höher ist, sinkt die Gesamtzahl der Einwohner.

Es ist zu erwarten, dass der Auswanderungstrend aus Frustration auch – und vor allem – auf junge hochqualifizierte Spanier überschwappt. Denn derzeit stellt sich in erster Linie die Jugendarbeitslosigkeit mit 45,8 Prozent im Alter zwischen 16 und 24 als besonders drastisch dar. Somit würde Spanien auch die Einwohner verlieren, die die Wirtschaft eigentlich wieder in Schwung bringen sollte. Stürmische Zeiten für Spaniens amtierende sozialistische Regierung, die sich in drei Wochen der Parlamentswahl stellen muss.

Daher verwundert es nicht, dass manche Spanier die Entwicklung gerne als positiv darstellen wollen. Bei einer Arbeitslosigkeit von 21 Prozent, könne das Abwandern unqualifizierter Migranten zugleich eine Entlastung des Drucks auf den Arbeitsmarkt bedeuten. So sieht auch Carmen González Enríquez, leitende Forscherin am Royal Institute Elcano (einem Think Tank) im Abgang arbeitsloser Migranten Vorteile für Spaniens Wirtschaft: „Man muss bedenken, dass diejenigen gehen, die arbeitslos sind. Ihre Anwesenheit in Spanien ist weder für den Immobilienmarkt noch für die Rentenversicherung positiv“.

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Kommentare

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  1. Küstennebel sagt:

    Die werden zuerst in den Jobcentern Sprachkurse besuchen – das schafft Arbeitsplätz für „Dozenten“ – und dann mit Freude als Aufstocker in der Pflegebranche arbeiten.

  2. Küstennebel sagt:

    Die werden zuerst in den Jobcentern Sprachkurse besuchen – das schafft Arbeitsplätz für „Dozenten“ – und dann mit Freude als Aufstocker in der Pflegebranche arbeiten.

  3. Küstennebel sagt:

    Die werden zuerst in den Jobcentern Sprachkurse besuchen – das schafft Arbeitsplätz für „Dozenten“ – und dann mit Freude als Aufstocker in der Pflegebranche arbeiten.

  4. Küstennebel sagt:

    Die werden zuerst in den Jobcentern Sprachkurse besuchen – das schafft Arbeitsplätz für „Dozenten“ – und dann mit Freude als Aufstocker in der Pflegebranche arbeiten.

  5. Küstennebel sagt:

    Die werden zuerst in den Jobcentern Sprachkurse besuchen – das schafft Arbeitsplätz für „Dozenten“ – und dann mit Freude als Aufstocker in der Pflegebranche arbeiten.

  6. Der_Emigrant sagt:

    Ich glaube nicht daran, dass unqualifizierte nach D. gehen, wohl eher die mit Hirn. Und zum Kommi von Alfons: Spanier empfinde ich eher als meine Freunde als jene die immer in der Zeitung stehen mit „Rentnerin schwer verletzt und Handtasche geraubt“.

    Es warten z.B. Pflegebrerufe auf die Spanier.

    • Alfons sagt:

      Sicher, man sollte jedoch keiner Krankenschwester oder Altenpflegerin diesen Kommentar zumuten.
      Die wissen, wozu die Einwanderung dient. Lohndumping !! Weshalb haben wir in Deutschland Lohnkürzungen hinnehmen müssen?
      Wegen der importierten Arbeitskräfte.

  7. Der_Emigrant sagt:

    Ich glaube nicht daran, dass unqualifizierte nach D. gehen, wohl eher die mit Hirn. Und zum Kommi von Alfons: Spanier empfinde ich eher als meine Freunde als jene die immer in der Zeitung stehen mit „Rentnerin schwer verletzt und Handtasche geraubt“.

    Es warten z.B. Pflegebrerufe auf die Spanier.

    • Alfons sagt:

      Sicher, man sollte jedoch keiner Krankenschwester oder Altenpflegerin diesen Kommentar zumuten.
      Die wissen, wozu die Einwanderung dient. Lohndumping !! Weshalb haben wir in Deutschland Lohnkürzungen hinnehmen müssen?
      Wegen der importierten Arbeitskräfte.

  8. Der_Emigrant sagt:

    Ich glaube nicht daran, dass unqualifizierte nach D. gehen, wohl eher die mit Hirn. Und zum Kommi von Alfons: Spanier empfinde ich eher als meine Freunde als jene die immer in der Zeitung stehen mit „Rentnerin schwer verletzt und Handtasche geraubt“.

    Es warten z.B. Pflegebrerufe auf die Spanier.

    • Alfons sagt:

      Sicher, man sollte jedoch keiner Krankenschwester oder Altenpflegerin diesen Kommentar zumuten.
      Die wissen, wozu die Einwanderung dient. Lohndumping !! Weshalb haben wir in Deutschland Lohnkürzungen hinnehmen müssen?
      Wegen der importierten Arbeitskräfte.

  9. Der_Emigrant sagt:

    Ich glaube nicht daran, dass unqualifizierte nach D. gehen, wohl eher die mit Hirn. Und zum Kommi von Alfons: Spanier empfinde ich eher als meine Freunde als jene die immer in der Zeitung stehen mit „Rentnerin schwer verletzt und Handtasche geraubt“.

    Es warten z.B. Pflegebrerufe auf die Spanier.

    • Alfons sagt:

      Sicher, man sollte jedoch keiner Krankenschwester oder Altenpflegerin diesen Kommentar zumuten.
      Die wissen, wozu die Einwanderung dient. Lohndumping !! Weshalb haben wir in Deutschland Lohnkürzungen hinnehmen müssen?
      Wegen der importierten Arbeitskräfte.

  10. Der_Emigrant sagt:

    Ich glaube nicht daran, dass unqualifizierte nach D. gehen, wohl eher die mit Hirn. Und zum Kommi von Alfons: Spanier empfinde ich eher als meine Freunde als jene die immer in der Zeitung stehen mit „Rentnerin schwer verletzt und Handtasche geraubt“.

    Es warten z.B. Pflegebrerufe auf die Spanier.

    • Alfons sagt:

      Sicher, man sollte jedoch keiner Krankenschwester oder Altenpflegerin diesen Kommentar zumuten.
      Die wissen, wozu die Einwanderung dient. Lohndumping !! Weshalb haben wir in Deutschland Lohnkürzungen hinnehmen müssen?
      Wegen der importierten Arbeitskräfte.