Italienische Staatsanleihen durchbrechen Schallmauer

Die Zinssätze für italienische Staatsanleihen und CDS geraten außer Kontrolle.

Die 10-Jahres-Staatsanleihen für Italien durchbrachen heute erstmals mit einem Zinssatz von 7,47 Prozent die Schallmauer. Zu Handelsschluss gestern Abend lagen sie noch bei 6,8 Prozent. Selbst die italienischen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 5 Jahren sind nun mit Risikoaufschlägen von 7,7 Prozent jenseits von Gut und Böse. Entsprechend stark steigen derzeit auch die CDS auf italienischen Staatsanleihen. Sie sprangen um 12 Basispunkte auf ein Rekordhoch von 536 Punkten.

Der letzte Anstieg der Refinanzierungskosten für Italien kam, nachdem das Clearing House LCH.Clearnet die margin calls (zur Nervosität an den Derivatebörsen – mehr hier) für italienische Staatsanleihen erhöhte, wodurch diese nun teurer zu handeln sind. Die EZB reagierte Händlern zufolge sofort, in dem sie erneut italienische Staatsanleihen kaufte (wieder Willen – mehr hier). „Die EZB kauft in angemessenen Größen“, sagte ein Hedge-Fonds Investor aus London. „Man wundert sich, wie viel Feuerkraft sie hat. Es ist beängstigend. Der Markt war wohl ein wenig zu naiv, als Berlusconi ging.“

Die immensen Zinskosten machen es für Italien nun fast unmöglich, sich noch auf herkömmliche Weise Geld am Finanzmarkt zu beschaffen. Bereits Griechenland, Irland und Portugal waren bei diesen Werten nicht handlungsfähig und waren auf ein Rettungspaket angewiesen.

 

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Kommentare

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  1. FDominicus sagt:

    Zu dem „besser“ werden habe ich mich heute morgen ausgelassen:
    http://fdominicus.blogspot.com/2011/11/was-andert-ein-rucktritt.html

    Es ist doch völlig egal wer dort „dran“ ist, die Schulden sind das Problem.

  2. FDominicus sagt:

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  3. FDominicus sagt:

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  4. FDominicus sagt:

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  5. FDominicus sagt:

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