Griechenland: Der Mittelstand stirbt aus

Innerhalb nur eines Jahres mussten in Griechenland 68.000 mittelständische Unternehmen schließen, weil sie ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnten. Gegenläufige Entwicklungen sehen nur die Billiganbieter.

Während sich die europäischen Banken auf einen Geldsegen aus der aktuellen EU-Tranche freuen (mehr hier), verschwindet der griechische Mittelstand sang- und klanglos von der Bildfläche. Damit wird auch ein Wiederaufstieg Griechenlands enorm erschwert – denn ohne vitalen Mittelstand kann das Land die erhofften Wachstumsraten keinesfalls erwirtschaften.

Aufgrund des erheblichen Konsumrückgangs und der Schuldenkrise befinden sich die traditionellen Läden sowie die kleinen und mittelständischen Unternehmen Griechenlands in einer Notlage. 68.000 kleine und mittelständische Unternehmen mussten zwischen 2010 und 2011 schließen, wie aus den Daten des Nationalen Griechischen Handelsverbandes hervorgeht. Weitere 53.000 Unternehmen stehen kurz vor dem Aus. Allein in den vergangenen neun Monaten verloren rund 67.000 Arbeitnehmer dadurch ihre Arbeit.

Der Leerstand beispielsweise in der Ermou Street und in Kolonakti, die sich einem gut situierten Distrikt Athens befinden, liegt inzwischen bei 15 bis 20 Prozent. In der weiträumigeren Umgebung des historischen Zentrums der Stadt stehen 25 Prozent der Läden leer. Nimmt man die Arkaden und die Geschäfte im ersten Stock der Geschäfte noch hinzu, sind sogar 50 Prozent aller Läden in dieser Gegend geschlossen.

Trotz der rapide sinkenden Mieten in den letzten zwei Jahren waren die Ladenbesitzer einfach nicht mehr in der Lage, ihre Schulden zu bedienen, ihre Steuern zu zahlen und dem Konsumrückgang standzuhalten. Durchschnittlich liegen die derzeitigen Mieten 25 bis 30 Prozent niedriger als vor der Krise. Experten sagen, in manchen Fällen seien die Mieten gar um 50 Prozent runtergegangen.

Nur die großen Shopping-Center sind wegen der angebotenen Dumping-Preise in der Lage, der Krise zu trotzen. So verbuchte etwa die neueste Shopping-Mall „Golden Hall“ im Juli und August einen Besucheranstieg von sechs Prozent und ein Umsatzplus von fünf Prozent verglichen mit den Zahlen von Juli und August 2010.

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Kommentare

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  1. FDominicus sagt:

    Auch die Banken können auf Dauer nicht „gerettet“ werden. Schulden können jedes Unternehmen ruinieren. Das es an den Mittelstand geht ist in Krisen „leider“ nichts Neues. So war es bisher in jeder Krise und speziell auch bei jeder Staatspleite. Wenn alle Arm sind dann ist halt der Neue Mittelstand auch arm…

    Es wäre durchaus sinnvoll auf Geld als Wert umzusteigen, dann wären die Auswüchse mit Sicherheit geringer…. Weg mit den Zentralbanken, weg mit dem IWF und weg mit den Staatsmonopolen auf das Geld. Je länger wir uns noch täuschen lassen desto übler wird das Erwachen.

  2. FDominicus sagt:

    Auch die Banken können auf Dauer nicht „gerettet“ werden. Schulden können jedes Unternehmen ruinieren. Das es an den Mittelstand geht ist in Krisen „leider“ nichts Neues. So war es bisher in jeder Krise und speziell auch bei jeder Staatspleite. Wenn alle Arm sind dann ist halt der Neue Mittelstand auch arm…

    Es wäre durchaus sinnvoll auf Geld als Wert umzusteigen, dann wären die Auswüchse mit Sicherheit geringer…. Weg mit den Zentralbanken, weg mit dem IWF und weg mit den Staatsmonopolen auf das Geld. Je länger wir uns noch täuschen lassen desto übler wird das Erwachen.

  3. FDominicus sagt:

    Auch die Banken können auf Dauer nicht „gerettet“ werden. Schulden können jedes Unternehmen ruinieren. Das es an den Mittelstand geht ist in Krisen „leider“ nichts Neues. So war es bisher in jeder Krise und speziell auch bei jeder Staatspleite. Wenn alle Arm sind dann ist halt der Neue Mittelstand auch arm…

    Es wäre durchaus sinnvoll auf Geld als Wert umzusteigen, dann wären die Auswüchse mit Sicherheit geringer…. Weg mit den Zentralbanken, weg mit dem IWF und weg mit den Staatsmonopolen auf das Geld. Je länger wir uns noch täuschen lassen desto übler wird das Erwachen.

  4. FDominicus sagt:

    Auch die Banken können auf Dauer nicht „gerettet“ werden. Schulden können jedes Unternehmen ruinieren. Das es an den Mittelstand geht ist in Krisen „leider“ nichts Neues. So war es bisher in jeder Krise und speziell auch bei jeder Staatspleite. Wenn alle Arm sind dann ist halt der Neue Mittelstand auch arm…

    Es wäre durchaus sinnvoll auf Geld als Wert umzusteigen, dann wären die Auswüchse mit Sicherheit geringer…. Weg mit den Zentralbanken, weg mit dem IWF und weg mit den Staatsmonopolen auf das Geld. Je länger wir uns noch täuschen lassen desto übler wird das Erwachen.

  5. FDominicus sagt:

    Auch die Banken können auf Dauer nicht „gerettet“ werden. Schulden können jedes Unternehmen ruinieren. Das es an den Mittelstand geht ist in Krisen „leider“ nichts Neues. So war es bisher in jeder Krise und speziell auch bei jeder Staatspleite. Wenn alle Arm sind dann ist halt der Neue Mittelstand auch arm…

    Es wäre durchaus sinnvoll auf Geld als Wert umzusteigen, dann wären die Auswüchse mit Sicherheit geringer…. Weg mit den Zentralbanken, weg mit dem IWF und weg mit den Staatsmonopolen auf das Geld. Je länger wir uns noch täuschen lassen desto übler wird das Erwachen.

  6. schlaumeister sagt:

    Die Banken werden gerettet, während die Wirtschaft zusammenbricht, das heißt,
    das Pferd von hinten aufzäumen. Zum Schluß wird Geld generiert, ohne dass
    noch jemand da ist, der etwas produziert, wofür man das Geld ausgeben könnte.
    Virtuelles Geld führt sich dann ad absurdum und wird wertfrei=wertlos. Der Herr
    Prof. Hörmann läßt grüßen.

  7. schlaumeister sagt:

    Die Banken werden gerettet, während die Wirtschaft zusammenbricht, das heißt,
    das Pferd von hinten aufzäumen. Zum Schluß wird Geld generiert, ohne dass
    noch jemand da ist, der etwas produziert, wofür man das Geld ausgeben könnte.
    Virtuelles Geld führt sich dann ad absurdum und wird wertfrei=wertlos. Der Herr
    Prof. Hörmann läßt grüßen.

  8. schlaumeister sagt:

    Die Banken werden gerettet, während die Wirtschaft zusammenbricht, das heißt,
    das Pferd von hinten aufzäumen. Zum Schluß wird Geld generiert, ohne dass
    noch jemand da ist, der etwas produziert, wofür man das Geld ausgeben könnte.
    Virtuelles Geld führt sich dann ad absurdum und wird wertfrei=wertlos. Der Herr
    Prof. Hörmann läßt grüßen.

  9. schlaumeister sagt:

    Die Banken werden gerettet, während die Wirtschaft zusammenbricht, das heißt,
    das Pferd von hinten aufzäumen. Zum Schluß wird Geld generiert, ohne dass
    noch jemand da ist, der etwas produziert, wofür man das Geld ausgeben könnte.
    Virtuelles Geld führt sich dann ad absurdum und wird wertfrei=wertlos. Der Herr
    Prof. Hörmann läßt grüßen.

  10. schlaumeister sagt:

    Die Banken werden gerettet, während die Wirtschaft zusammenbricht, das heißt,
    das Pferd von hinten aufzäumen. Zum Schluß wird Geld generiert, ohne dass
    noch jemand da ist, der etwas produziert, wofür man das Geld ausgeben könnte.
    Virtuelles Geld führt sich dann ad absurdum und wird wertfrei=wertlos. Der Herr
    Prof. Hörmann läßt grüßen.