Roubini: Italien kann Insolvenz nur mit Hilfe der EZB abwenden

Italien kann nach Nouriel Roubinis Meinung ohne eine Ausweitung der Kompetenzen der EZB eine Insolvenz nicht vermeiden. Ein Zerbrechen der Eurozone wäre die Folge.

Der Investment-Guru Nouriel Roubini, hält die Situation in Italien für nahezu ausweglos. Italien habe die Glaubwürdigkeit verspielt. Selbst mit einem Retter in der Not würde es mindestens ein Jahr dauern, diese Glaubwürdigkeit am Markt wieder herzustellen.

Doch der Retter in der Not scheint schwer greifbar. Für den EFSF ist eine Rettung Italiens einfach zu teuer und die neue Hebelung ist „ein Truthahn, der nicht fliegen kann“ (1,4 Billionen Euro würde die Rettung kosten – mehr hier). Schon der ursprüngliche EFSF war ein Instrument, „wo ein Haufen zwielichtige, weniger als Triple-A erreichende Staaten versuchen, durch ein Wunder ein Triple-A-Rating mit bilateralen Garantien zu erreichen“, kritisiert Nouriel Roubini. Der IWF hat nach Meinung Roubinis auch nicht genug Geldmittel für eine Rettung Italiens zur Verfügung.

„Die Rezession und Inflation, die Deutschland und die EZB Italien und den anderen Peripherie-Ländern aufbürdet, wird die Schulden noch untragbarer machen.“ Es gibt demnach für Roubini nur zwei Möglichkeiten: Insolvenz oder eine Ausweitung der Kompetenzen der EZB. Eine zwangsverordnende, geordnete Restrukturierung der Schulden Italien wäre allerdings mit vielen unangenehmen Folgen verbunden. Die neuen Reformen werden die Rezession verschlimmern. Und Steuererhöhungen, Ausgabenkürzungen und strukturelle Reformen würden sich negativ auf Einkommen, Wirtschaft und Arbeitsplätze auswirken. Also müssten Italien und andere Länder der Peripherie die Währungsunion verlassen und zu einer nationalen Währung zurückkehren. „Das würde dann aber tatsächlich zu einem Bruch in der Eurozone führen“, unterstreicht Nouriel Roubini.

Die EZB kann zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der EU-Verträge nicht unbegrenzt Staatsanleihen kaufen und würde außerdem ein immenses Kreditrisiko auf sich nehmen. Die Eurozone hätte aber lediglich bei einer Ausweitung der Kompetenzen der EZB tatsächlich eine Chance. Die EZB müsste als Retter in der Not mit unbegrenzten Finanzmitteln „finanzielle Anreize in Deutschland und im Herzen der Eurozone setzen“ und gleichzeitig der Peripherie Hilfe zukommen lassen. Darüber hinaus müsste die „Zinspolitik auf null runtergefahren und eine paritätische Abwertung des Euros zum Dollar vorgenommen werden.“ Nur mit diesen Maßnahmen „könnten wir das auf uns zukommende Desaster abwenden.“

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Kommentare

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  1. Matt sagt:

    Zensieren sie eigentlich ausser den Titeln auch den Inhalt der Artikel ?

    heute morgen lautete es noch:
    Italien-Pleite mit normalen Mitteln nicht aufzuhalten

    Die Wahrheit war wohl zu starker Tobak für das Volk ???

  2. Matt sagt:

    Zensieren sie eigentlich ausser den Titeln auch den Inhalt der Artikel ?

    heute morgen lautete es noch:
    Italien-Pleite mit normalen Mitteln nicht aufzuhalten

    Die Wahrheit war wohl zu starker Tobak für das Volk ???

  3. Matt sagt:

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    heute morgen lautete es noch:
    Italien-Pleite mit normalen Mitteln nicht aufzuhalten

    Die Wahrheit war wohl zu starker Tobak für das Volk ???

  4. Matt sagt:

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  5. Matt sagt:

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    heute morgen lautete es noch:
    Italien-Pleite mit normalen Mitteln nicht aufzuhalten

    Die Wahrheit war wohl zu starker Tobak für das Volk ???