Osteuropa-Abschwung: Österreich fehlt Kapital zur Bankenrettung

Die erwartete Rezession in Ungarn, Rumänien und Bulgarien gefährdet die österreichischen Banken massiv. Nun stellt sich heraus: Die Republik hat nicht genug Geld für einen Banken-Bailout.

Das starke Engagement österreichischer Banken in Osteuropa bedroht die Institute nun wegen der schlechten Konjunkturprognosen. Sollten die Banken Hilfe vom Staat brauchen, um ihre Geschäfte im Osten abzusichern, könnte ihnen die Republik Österreich ihnen nicht genügend Kapital zur Verfügung stellen.

Das Risiko vor Zahlungsausfällen nimmt zu, weil sich die wirtschaftliche Situation in Europa verschlechtert. Bei der Präsentation der aktuellen Wachstumsprognose der europäischen Wirtschaft in Brüssel wurde deutlich, wie ernst die Lage ist: „Wir leben in angespannten Zeiten. Dieser Ausblick ist ein letzter Weckruf. Der Aufschwung in Europa ist zum Stillstand gekommen und die Aussichten sind düster“, sagte der EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung, Olli Rehn bei der Pressekonferenz über die wirtschaftliche Lage.

Nicht nur das angeschlagene Italien, das bisher die Berichterstattung beherrschte, ist eine Gefahr. Rehn geht davon aus, dass einige Staaten große Verluste erleiden werden – auch wenn der Eurozone als Ganzes eine Rezession im Jahr 2012 erspart bleiben sollte. Unter den Ländern, die besonders betroffen sein werden, weil sie zu wenig gegen ihre Defizite unternehmen, nannte der Wirtschaftskommissar auch Ungarn, einen der größten Schuldner Österreichs.

Die Rating-Agenturen haben das Risiko für Österreich erkannt: „Die österreichische Regierung könnte nicht die Kapazität haben, alle Auslandsgeschäfte der großen heimischen Banken zu stützen“, schreiben Analysten der Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) in einem Bericht. Die Risikobewertung der österreichischen Bankenbranche hat unter der massiven Beteiligung einiger Geldhäuser in Osteuropa gelitten: S&P stufte Österreich in der Risikoskala der Bankenbranche diese Woche um eine Position ab. Es rangiert nun auf der dritten von zehn Risikostufen.

In den vergangenen beiden Jahren hatte die österreichische Regierung neun Milliarden Euro als Garantien für Banken bereitgestellt. Die Gewährung der Garantien wurde allerdings nicht auf Österreich beschränkt. Zwei Drittel dieser Gelder sind noch verfügbar. Sie würden aber bei weitem nicht ausreichen, um die Risiken der Osteuropa-Geschäfte abzudecken. Insgesamt haben heimische Banken fast 194 Milliarden Euro in Staaten wie Rumänien, Ungarn oder Tschechien zur Verfügung gestellt. Zu den Schuldnern zählen Regierungen und Unternehmen genauso wie private Haushalte. Dies geht aus den Statistiken der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hervor. Demnach sind österreichische Banken die größten Geldgeber in Osteuropa. Besonders betroffen sind die Erste Bank und die Raiffeisen Bank.

Die Erste Bank musste erst vor wenigen Wochen massive Wertberichtigungen wegen fauler Kreditversicherungen vornehmen (mehr hier).

Erste Bank, Raiffeisen, Hypo und die Österreichische Volksbanken AG haben angekündigt, keine weiteren Hilfen vom Staat mehr in Anspruch nehmen zu wollen. Keine besonders heldenhafte Aussage, weil die Mittel ohnehin nicht ausreichen: Wenn nämlich auch nur ein Bruchteil der österreichischen Kredite in Osteuropa tatsächlich platzt, kommen die Banken mit sechs Milliarden Euro an Garantien nicht weit.

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Kommentare

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  1. Stadtwolf sagt:

    Es ist nicht verwunderlich. Die österreichischen Banken haben 300 Milliarden in den Ostmarkt gepumpt. Außerdem sind die wahren Schulden Österreichs viel höher als die offieziellen.
    http://medien-luegen.blogspot.com/2011/10/die-wahren-schulden-osterreichs.html

    Wie übrigens in anderen Ländern auch.

  2. Stadtwolf sagt:

    Es ist nicht verwunderlich. Die österreichischen Banken haben 300 Milliarden in den Ostmarkt gepumpt. Außerdem sind die wahren Schulden Österreichs viel höher als die offieziellen.
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  3. Stadtwolf sagt:

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  5. Stadtwolf sagt:

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    Wie übrigens in anderen Ländern auch.