Chinesische Rating-Agentur kündigt Herabstufung der USA an

Harte Worte in Richtung Washington: Die einzige chinesische Rating-Agentur Dagong hat angekündigt, das Rating für US-Staatsanleihen erneut zu senken. Die Amerikaner müssen erkennen, dass die Zeit des Schuldenmachens vorbei sei.

Vergangene Woche glühten die Drähte noch zwischen Paris und Washington: Da regte sich Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy mächtig bei Präsident Obama auf, weil die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor’s „irrtümlich“ eine Meldung verschickte, dass Frankreich sein Triple A verlieren werde. In China gibt es solche Pannen nicht: Seit einiger Zeit schon sprechen die Chinesen, der größte Gläubiger der USA, Klartext und fordern den Abbau des US-Haushaltsdefizits.

Nun hat der Chef der größten chinesischen Ratingagentur Dagong Global Credit Rating, Guan Jianzhong, den Ton weiter verschärft. Während in Washington Republikaner und Demokraten im sogenannten „Super-Komitee“ wieder einmal in einer Sackgasse über den Weg zum Schuldenabbau stecken, kündigte Jianzhong im arabischen Sender Al Jazeera an, dass eine weitere Herabstufung des Ratings für US-Staatsanleihen unmittelbar bevorstehe. Er sagte, es sei „fast unausweichlich“, dass Dagong die US-Papiere erneut downgraden werde.

Dies ist auch insofern von Bedeutung, als die chinesischen Agenturen zwar nicht dieselbe öffentliche Aufmerksamkeit genießen wie die amerikanischen, ihre Entscheidungen auf den internationalen Finanzmärkten jedoch mittlerweile von großer Bedeutung sind. Als Dagong im August die USA herabstuften, folgte wenige Tage später der aufsehenerregende Schritt von S&P, die erstmals in der Geschichte der USA das Land ebenfalls herabstuften. Dagong wurde von der Regierung der Volksrepublik China und der chinesischen Zentralbank gegründet.

Jianzhong sagte: „Die Möglichkeiten, die die Amerikaner haben, können nicht effektiv sein. Sie haben keinen anderen Weg als den Dollar abzuwerten und mehr Geld zu drucken.“ Dies würde die Lage weiter verschlechtern, und die Chinesen zweifeln mittlerweile, dass es den Amerikanern gelingen könnte, ihre gigantischen Schulden jemals wieder zurückzuzahlen.

Dagong hat US-Papiere bereits zweimal herabgestuft und werde nach den Wortne von Jianzhong die Lage auch genau beobachten – weitere Downgrades sind nicht ausgeschlossen: „Wenn die Projektionen im Jahr 2012 nicht sehr gut sind, also die Verbindlichkeiten weiter hoch bleiben oder sich verschlechtern, werden wir noch weiter herabstufen.“

Die Nachrichtenagentur Xinhua bestärkte die Argumentation in einem Kommentar: „Die US-Regierung muss sich endlich mit der schmerzhaften Tatsache abfinden, dass die guten alten Tage endgültig vorbei sind, in denen sie sich mit Schuldenmachen über die Zeit retten können.“

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Kommentare

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  1. denise-annette langner-urso sagt:

    Wenigstens einer mit Mut! Das Gebahren der USA ist unerträglich.
    Ich habe mich heute damit ausführlich auseinandergesetzt. Wenn die EU nicht in der Lage ist, Amerika den Sabbel zu stopfen, so tun es wenigstens die Chinesen, und wir sollten ihnen dafür dankbar sein!

    Moody’s – Insider at work? – Ein Schelm, der Böses bei Downratingdrohungen denkt
    http://menschenzeitung.de/?p=10720

  2. denise-annette langner-urso sagt:

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  3. denise-annette langner-urso sagt:

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  5. denise-annette langner-urso sagt:

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