Deutsche Bank und Citi: Ein Knöllchen für die Subprime-Party

Deutsche Bank und Citi zahlen in einem Vergleich 145 und 20 Millionen Dollar wegen der Pleite von fünf amerikanische Genossenschaftsbanken. Damit ist das Thema Subprime (Finanzkrise I) für die beiden Unternehmen erledigt.

Die beiden Großbanken Deutsche Bank und Citi haben mit der amerikanischen Regulierungsbehörde National Credit Union Administration (NCUA) auf Vergleiche wegen der Pleite von fünf amerikanischen Genossenschaftsbanken geeinigt. Die Deutsche Bank zahlt 145 Millionen Dollar, Citi 20,5 Millionen Dollar. Goldman Sachs, JP Morgan Chase und die Royal Bank of Scotland haben sich noch nicht mit der NCUA geeinigt. Es ist anzunehmen, dass sie sich bei derart günstigen Tarifen auch bald als schuldlose Gönner präsentieren werden und ebenfalls einen Vergleich schließen. Eine Sprecherin von JP Morgan kommentierte den Vergleich positiv: Das Gericht hätte beim Vergleich festgestellt, dass die Genossenschaftsbanken ausreichend informiert gewesen seien und dass es eine solide Darstellung der möglichen Risiken gegeben habe.

Die Genossenschaftsbanken waren im Zuge der Finanzkrise I von den Banken mit Immobilien-Schrottpapieren beglückt worden. Ähnlich wie die deutschen Landesbanken waren die Genossenschaftsbanken mit besonderer Naivität in die Subprime-Fall getappt. Der Gesamtschaden für die Industrie belief sich nach Berechnungen des Wall Street Journal auf etwa 50 Milliarden Dollar.

Die NCUA musste nach dem Zusammenbruch der Immobilien-Blase Papiere im Wert von 28 Milliarden Dollar übernehmen und fungiert somit wie eine Bad Bank. Um einen Crash zu vermeiden, übernahm die US-Regierung die Garantie für diese Papiere.

Während die Affäre also für die Finanzwirtschaft relativ glimpflich ablief, gerieten die Genossenschaftsbanken nach der Subprime-Party in schweres Fahrwasser: Mehr als 40 Banken gingen seit 2009 in die Insolvenz. Die meisten der Überlebenden bekämpfen die Folgen mit höheren Zinsen auf Darlehen und niedrigeren Zinsen auf Spareinlagen. Damit trägt der amerikanische Steuerzahler die Last gleich doppelt: Staatliche Garantien einerseits und schlechte Kreditkonditionen andererseits sind die Symptome des Subprime-Katers.

Dessen ungeachtet erfreuen sich die Genossenschaftsbanken bei den Amerikanern steigender Beliebtheit (mehr hier).

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Kommentare

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  1. FDominicus sagt:

    Mein Güte wie wahrscheinlich ist das denn? Also eine Bank unterschreibt etwas mit finanziellen Folgen und hat davon keine Ahnung? Also eine Bank als „Opfer“ einer andern. Mit kommen die Tränen….

    • Karl-Heinz sagt:

      Das ist passiert, weil sie ein falsches Verständnis von Ganovenehre hatten.

      Sie haben nicht damit gerechnet, dass Ganoven auch Ganoven betrügen.

      • J. C., geb. Püschl sagt:

        Ganovenehre? So etwas existiert nicht.
        Wenn ein Ganove Ehre hätte, wäre er kein Ganove.
        Wer das nicht glaubt, weiss nicht, was Ehre bedeutet.

  2. FDominicus sagt:

    Mein Güte wie wahrscheinlich ist das denn? Also eine Bank unterschreibt etwas mit finanziellen Folgen und hat davon keine Ahnung? Also eine Bank als „Opfer“ einer andern. Mit kommen die Tränen….

    • Karl-Heinz sagt:

      Das ist passiert, weil sie ein falsches Verständnis von Ganovenehre hatten.

      Sie haben nicht damit gerechnet, dass Ganoven auch Ganoven betrügen.

      • J. C., geb. Püschl sagt:

        Ganovenehre? So etwas existiert nicht.
        Wenn ein Ganove Ehre hätte, wäre er kein Ganove.
        Wer das nicht glaubt, weiss nicht, was Ehre bedeutet.

  3. FDominicus sagt:

    Mein Güte wie wahrscheinlich ist das denn? Also eine Bank unterschreibt etwas mit finanziellen Folgen und hat davon keine Ahnung? Also eine Bank als „Opfer“ einer andern. Mit kommen die Tränen….

    • Karl-Heinz sagt:

      Das ist passiert, weil sie ein falsches Verständnis von Ganovenehre hatten.

      Sie haben nicht damit gerechnet, dass Ganoven auch Ganoven betrügen.

      • J. C., geb. Püschl sagt:

        Ganovenehre? So etwas existiert nicht.
        Wenn ein Ganove Ehre hätte, wäre er kein Ganove.
        Wer das nicht glaubt, weiss nicht, was Ehre bedeutet.

  4. FDominicus sagt:

    Mein Güte wie wahrscheinlich ist das denn? Also eine Bank unterschreibt etwas mit finanziellen Folgen und hat davon keine Ahnung? Also eine Bank als „Opfer“ einer andern. Mit kommen die Tränen….

    • Karl-Heinz sagt:

      Das ist passiert, weil sie ein falsches Verständnis von Ganovenehre hatten.

      Sie haben nicht damit gerechnet, dass Ganoven auch Ganoven betrügen.

      • J. C., geb. Püschl sagt:

        Ganovenehre? So etwas existiert nicht.
        Wenn ein Ganove Ehre hätte, wäre er kein Ganove.
        Wer das nicht glaubt, weiss nicht, was Ehre bedeutet.

  5. FDominicus sagt:

    Mein Güte wie wahrscheinlich ist das denn? Also eine Bank unterschreibt etwas mit finanziellen Folgen und hat davon keine Ahnung? Also eine Bank als „Opfer“ einer andern. Mit kommen die Tränen….

    • Karl-Heinz sagt:

      Das ist passiert, weil sie ein falsches Verständnis von Ganovenehre hatten.

      Sie haben nicht damit gerechnet, dass Ganoven auch Ganoven betrügen.

      • J. C., geb. Püschl sagt:

        Ganovenehre? So etwas existiert nicht.
        Wenn ein Ganove Ehre hätte, wäre er kein Ganove.
        Wer das nicht glaubt, weiss nicht, was Ehre bedeutet.