Investoren fliehen aus Europa: „Zu viele Landminen“

Die großen institutionellen Anleger liquidieren massiv ihre Positionen in europäischen Staatsanleihen. Sie sind Euro-müde und glauben den Politikern kein Wort mehr. Sie sind sich nun sicher, dass das Staatsschuldenproblem nicht gelöst werden kann.

Der dramatische Anstieg der Zinsen für europäische Staatsanleihen am Dienstag ist die Folge einer fast panischen Kapitalflucht aus Europa. Außer Deutschland waren alle Staaten betroffen, auch solche, die bisher als sicher galten wie die Niederlande, Finnland oder Österreich. Es gebe keine „Erholung, keinen Umschwung der Gefühle“, sagte Jim Leaviss von M&G, einem der größten Vermögensverwalter Europas der FT: „Die Leute wollen ihr Positionen liquidieren, und keiner will kaufen. Es gibt keine Käufer mehr.“

Auch der Amtsantritt von Mario Monti als Berlusconi-Nachfolger interessiert niemanden mehr. Es sei zwar nett, dass Monti nun eine Technokraten-Kabinett formen will, aber „es wird Jahre dauern, die Schulden und die Wettbewerbsfähigkeit Italiens auf ein nachhaltiges Niveau zu bringen“, sagte John Stopford vom südafrikanischen Vermögensverwalter Investec.

Alles sei extrem brüchig, jede schlechte Schlagzeile oder ein paar schlechte Daten können alles wieder über den Haufen werden, sagte ein Trader in London. Chris Iggo von Axa Investment Managers sagte: „Mit jeder Ankündigung wird die Wirkung geringer, gerade bei positiven Meldungen. Viele Leute sind einfach Euro-müde. Wir sind 100% überzeugt, dass nicht genug getan wird. Es sind eine Menge Landminen da draußen.“ Mike Riddell von M&A sagte, der Dienstag sei „wahrscheinlich der am meisten beunruhigende Tag“ der Krise gewesen.

Die FT zitiert einen US-Banker: „Jedermann sucht nur noch den Ausgang.“ Nicht überraschend kommen alle zu demselben Fazit: Nur die Europäische Zentralbank könne nun den totalen Crash verhindern.

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Kommentare

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  1. Ulli Schaller sagt:

    Nur ausgeglichene Staatshaushalte ohne Neuverschuldung oder bis zu 3% des BIP können die Rettung sein.
    Da dies politisch wohl nicht durchsetzbar ist, kann es für den EURO keine Rettung geben.
    Anleihenkäufe durch die EZB, EFSF, EURO-BONDS oder andere Finanzvehikel werden den Exitus nur etwas verzögern, mit gravierenden Folgen für Sparer, Rentner etc.

    • doci sagt:

      Einen ausgeglichenen Staatshaushalt auf längere Sicht kann es nicht geben, solange unser Schuldgeldsystem existiert, bei dem zwar Geld aus dem Nichts geschöpft wird, die Zinsen für diese „Phantasie“ jedoch in der Realwirtschaft verdient werden müssen.
      Sobald Geld zu Kapital wird, ist es für den Realmarkt verloren und muss durch neue Kredite auch wieder neu entstehen.
      Geld ist nur Bargeld, Geld auf Girokonten und bei weiterer Auslegung Tagesgeld, alles andere, Sparbücher, Festgelder, Versicherungen sind kein Geld mehr, sondern Kapital, da es sich lediglich um ein Versprechen handelt, dieses irgendwann in der Zukunft wieder zurückzuwandeln in den dann gültigen Geldwert.( wenn dann noch was da ist)

  2. Ulli Schaller sagt:

    Nur ausgeglichene Staatshaushalte ohne Neuverschuldung oder bis zu 3% des BIP können die Rettung sein.
    Da dies politisch wohl nicht durchsetzbar ist, kann es für den EURO keine Rettung geben.
    Anleihenkäufe durch die EZB, EFSF, EURO-BONDS oder andere Finanzvehikel werden den Exitus nur etwas verzögern, mit gravierenden Folgen für Sparer, Rentner etc.

    • doci sagt:

      Einen ausgeglichenen Staatshaushalt auf längere Sicht kann es nicht geben, solange unser Schuldgeldsystem existiert, bei dem zwar Geld aus dem Nichts geschöpft wird, die Zinsen für diese „Phantasie“ jedoch in der Realwirtschaft verdient werden müssen.
      Sobald Geld zu Kapital wird, ist es für den Realmarkt verloren und muss durch neue Kredite auch wieder neu entstehen.
      Geld ist nur Bargeld, Geld auf Girokonten und bei weiterer Auslegung Tagesgeld, alles andere, Sparbücher, Festgelder, Versicherungen sind kein Geld mehr, sondern Kapital, da es sich lediglich um ein Versprechen handelt, dieses irgendwann in der Zukunft wieder zurückzuwandeln in den dann gültigen Geldwert.( wenn dann noch was da ist)

  3. Ulli Schaller sagt:

    Nur ausgeglichene Staatshaushalte ohne Neuverschuldung oder bis zu 3% des BIP können die Rettung sein.
    Da dies politisch wohl nicht durchsetzbar ist, kann es für den EURO keine Rettung geben.
    Anleihenkäufe durch die EZB, EFSF, EURO-BONDS oder andere Finanzvehikel werden den Exitus nur etwas verzögern, mit gravierenden Folgen für Sparer, Rentner etc.

    • doci sagt:

      Einen ausgeglichenen Staatshaushalt auf längere Sicht kann es nicht geben, solange unser Schuldgeldsystem existiert, bei dem zwar Geld aus dem Nichts geschöpft wird, die Zinsen für diese „Phantasie“ jedoch in der Realwirtschaft verdient werden müssen.
      Sobald Geld zu Kapital wird, ist es für den Realmarkt verloren und muss durch neue Kredite auch wieder neu entstehen.
      Geld ist nur Bargeld, Geld auf Girokonten und bei weiterer Auslegung Tagesgeld, alles andere, Sparbücher, Festgelder, Versicherungen sind kein Geld mehr, sondern Kapital, da es sich lediglich um ein Versprechen handelt, dieses irgendwann in der Zukunft wieder zurückzuwandeln in den dann gültigen Geldwert.( wenn dann noch was da ist)

  4. Ulli Schaller sagt:

    Nur ausgeglichene Staatshaushalte ohne Neuverschuldung oder bis zu 3% des BIP können die Rettung sein.
    Da dies politisch wohl nicht durchsetzbar ist, kann es für den EURO keine Rettung geben.
    Anleihenkäufe durch die EZB, EFSF, EURO-BONDS oder andere Finanzvehikel werden den Exitus nur etwas verzögern, mit gravierenden Folgen für Sparer, Rentner etc.

    • doci sagt:

      Einen ausgeglichenen Staatshaushalt auf längere Sicht kann es nicht geben, solange unser Schuldgeldsystem existiert, bei dem zwar Geld aus dem Nichts geschöpft wird, die Zinsen für diese „Phantasie“ jedoch in der Realwirtschaft verdient werden müssen.
      Sobald Geld zu Kapital wird, ist es für den Realmarkt verloren und muss durch neue Kredite auch wieder neu entstehen.
      Geld ist nur Bargeld, Geld auf Girokonten und bei weiterer Auslegung Tagesgeld, alles andere, Sparbücher, Festgelder, Versicherungen sind kein Geld mehr, sondern Kapital, da es sich lediglich um ein Versprechen handelt, dieses irgendwann in der Zukunft wieder zurückzuwandeln in den dann gültigen Geldwert.( wenn dann noch was da ist)

  5. Ulli Schaller sagt:

    Nur ausgeglichene Staatshaushalte ohne Neuverschuldung oder bis zu 3% des BIP können die Rettung sein.
    Da dies politisch wohl nicht durchsetzbar ist, kann es für den EURO keine Rettung geben.
    Anleihenkäufe durch die EZB, EFSF, EURO-BONDS oder andere Finanzvehikel werden den Exitus nur etwas verzögern, mit gravierenden Folgen für Sparer, Rentner etc.

    • doci sagt:

      Einen ausgeglichenen Staatshaushalt auf längere Sicht kann es nicht geben, solange unser Schuldgeldsystem existiert, bei dem zwar Geld aus dem Nichts geschöpft wird, die Zinsen für diese „Phantasie“ jedoch in der Realwirtschaft verdient werden müssen.
      Sobald Geld zu Kapital wird, ist es für den Realmarkt verloren und muss durch neue Kredite auch wieder neu entstehen.
      Geld ist nur Bargeld, Geld auf Girokonten und bei weiterer Auslegung Tagesgeld, alles andere, Sparbücher, Festgelder, Versicherungen sind kein Geld mehr, sondern Kapital, da es sich lediglich um ein Versprechen handelt, dieses irgendwann in der Zukunft wieder zurückzuwandeln in den dann gültigen Geldwert.( wenn dann noch was da ist)