Ex-Kolonie als Retter: Angola gewährt Portugal Kredit

Angolas Präsident José Eduardo dos Santos verkündet, sein Land sei bereit, der ehemaligen Kolonialmacht in der Staatsschuldenkrise zu helfen. Die Afrikaner wollen als Gegenleistung für Kredite die zum Verkauf stehenden Filetstücke der portugiesischen Energie-Industrie.

Nach der EU will nun auch die ehemalige Kolonie Angola dem angeschlagenen Portugal finanziell unter die Arme greifen. Um die Details eines Deals zu verhandeln, reiste der portugiesische Premierminister Pedro Passos Coelho Mittwochnacht nach Luanda.

Mit dem Ankauf von portugiesischen Staatsanleihen verfolgt Angola natürlich auch eigene Interessen – wie etwa die Stärkung der Handelsbeziehungen. Dennoch betont der angolanische Präsident Dos Santos: „In diesem schwierigen Moment der Finanzkrise, die Portugal getroffen hat, ist es wichtig, sich an die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern zu entsinnen, die nicht nur auf nebensächlichen Interessen basiert, sondern auf historischen Bindungen, Freundschaft, Zusammenarbeit und sogar gemeinsamem Blut.“

Seit seiner Unabhängigkeit von Portugal 1975 befand sich Angola bis 2002 dauerhaft im Krieg mit seinen Nachbarn. Danach startete Angola jedoch einen rasenden Wiederaufbau, der das Land nicht zuletzt dank der hohen Erdölvorkommen zum zweitgrößten Erdölproduzenten Afrikas machte. Im nächsten Jahr erwartet das Land ein Wirtschaftswachstum von 12 Prozent. In Portugal hingegen schrumpft das BIP um 2,8 Prozent.

Um die Schuldenkrise zu bewältigen ist Portugal gezwungen, Anteile an Staatsunternehmen wie dem Versorgungsunternehmen Energias de Portugal, der Fluglinie Air Carrier Tap, der Banco Portugues de Negocios sowie dem Netzbetreiber Redes Energeticas Nacionais zu verkaufen.

Da kommt das Interesse Angolas gerade recht (besonders da der Großteil der Investoren aus Europa flieht – mehr dazu). Zumal Angola auf diesem Weg die Möglichkeit geboten wird, seine eigene Schuldensituation zu verbessern. Für beide Parteien ist eine Zusammenarbeit also ein lohnendes Geschäft.

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Kommentare

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  1. Kommentator sagt:

    „…befand sich Angola bis 2002 dauerhaft im Krieg mit seinen Nachbarn…“

    Angola befand sich noch nie im Krieg mit irgendwelchen Nachbarn.
    Der Verfasser sollte sich lieber informieren bevor er solche Aussagen macht.

  2. Kommentator sagt:

    „…befand sich Angola bis 2002 dauerhaft im Krieg mit seinen Nachbarn…“

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  6. Joseph Breitenbach sagt:

    Mindestens ein Deklinationsfehler und mehrere Kommafehler in diesem Artikel! Welcher Hauptschüler hat denn den geschrieben?

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