Brasilien: Anzahl europäischer Einwanderer steigt

Angesichts der aussichtslosen Lage des Arbeitsmarktes in den von der Krise gebeutelten EU-Staaten, kehren viele Europäer der EU den Rücken. Der Traum: Ein Neuanfang in Brasilien. Dank Brasiliens blühender Wirtschaft stehen die Chancen gut.

Brasilien lockt immer mehr Ausländer – vor allem Europäer – an. Im Vergleich zu 2010 haben sich die Zahlen der Einbürgerungen verdoppelt. So leben aktuell mehr als 2 Millionen Einwanderer dort, so Südamerikas Medienkonzern Organizações Globo.

Vor allem Europäer, die der Krise, dem Abstieg in die Arbeitslosigkeit und  privater Verschuldung (die sich Kredithaie in Griechenland gerade zunutze machen -mehr dazu) entkommen möchten, sehen in Brasilien eine reelle Chance für einen Neuanfang. So erstaunt es nicht, dass die Zahl der Einwanderer aus Frankreich, Spanien und Portugal von Dezember 2009 bis Juni 2011 signifikant anstiegen ist, wie AFP berichtet. Allein 2010 zog es beispielsweise auch über 1.500 Deutsche nach Brasilien.

Warum die Wahl auf Brasilien fällt, lässt sich mit Brasiliens florierender Wirtschaft erklären. So konnten allein im vergangenen Jahr 2.5 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden – ein Umstand von dem auch Einwanderer profitieren können. „Es gibt nicht genügend qualifizierte Fachleute, daher erteilen unsere Behörden viele Visa an Einwanderer“, erklärt Nuria Pont, Leiterin der Spanischen Handelskammer. Mit der Fußball-WM 2014 und den Olympischen Sommerspielen 2016 ergeben sich für Europäer zusätzlich neue Arbeitsmöglichkeiten im Bereich der Dienstleistungen und Infrastruktur.

Die Französin Afeida Ghaleb erzählte der AFP, sie sei im vergangenen Jahr nach Brasilien gegangen und hätte schnell eine Anstellung beim Reifenhersteller Michelin bekommen. „Ich bin der Krise in Europa entkommen.“ Nicht so viel Glück hatte der Spanier Alejandro, der auf Grund seiner Arbeitslosigkeit nach Brasilien kam. Derzeit hält er sich zwar nur mit Gelegenheitsjobs über Wasser – bedauert seine Entscheidung im Hinblick auf die Spaniens Staatspleite (mehr dazu) dennoch nicht: „Du musst dahin gehen, wo es neue Möglichkeiten gibt.“

 

Mehr zum Thema:

Fachkräfte verlassen Griechenland

Barroso warnt vor EU-Kollaps 

Verschuldete Spanier werden auf die Straße gesetzt

 

Kommentare

Dieser Artikel hat 5 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Rosa Galler sagt:

    Nicht dass ich wüßte….
    Vielleicht ein Versehen Ihrerseits?
    Nichtsdestotrotz ist Ihr Thread phantastisch!

  2. Rosa Galler sagt:

    Nicht dass ich wüßte….
    Vielleicht ein Versehen Ihrerseits?
    Nichtsdestotrotz ist Ihr Thread phantastisch!

  3. Rosa Galler sagt:

    Nicht dass ich wüßte….
    Vielleicht ein Versehen Ihrerseits?
    Nichtsdestotrotz ist Ihr Thread phantastisch!

  4. Rosa Galler sagt:

    Nicht dass ich wüßte….
    Vielleicht ein Versehen Ihrerseits?
    Nichtsdestotrotz ist Ihr Thread phantastisch!

  5. Rosa Galler sagt:

    Nicht dass ich wüßte….
    Vielleicht ein Versehen Ihrerseits?
    Nichtsdestotrotz ist Ihr Thread phantastisch!