Bankenaufsichten bereiten sich weltweit auf Euro-Crash vor

Finanzmarkt-Regulatoren treffen konkrete Vorbereitungen für den Fall des Auseinanderbrechens des Euro. In Asien hat die Finanzmarktaufsicht die Überwachung verschärft. Die Investmentbank Merrill Lynch beschäftigt sich sogar schon mit der Frage, welche Währungen in diesem Fall auf- oder abgewertet werden.

Während die europäischen Banken die Möglichkeit des Auseinanderbrechens der Eurozone immer noch für denkunmöglich halten und in ihren Planspielen die Möglichkeit einer Aufspaltung der Währungsunion weiterhin ausschließen, hat die britische Bankenaufsicht alle Banken angewiesen, sich auf das Ende des Euro vorzubereiten. Andrew Bailey sagte vergangene Woche in London: „Wir dürfen den Fall nicht ausschließen, dass es zu einem ungeordneten Austritt einzelner Staaten aus dem Euro kommen wird.“ Die amerikanische Bankenaufsicht hat die Citigroup aufgefordert, sich schnellstmöglich von allen europäischen Staatsanleihen zu trennen.

Barclay und Nomura haben detaillierte Berichte vorgelegt, in denen sie sich mit der Möglichkeit des Endes der Eurozone beschäftigen. Nomura schreibt: „Die Finanzkrise in der Eurozone ist nun in eine viel gefährlichere Phase eingetreten.“ Sollte die Europäische Zentralbank (EZB) nicht bald einschreiten, sei „das Auseinanderbrechen des Euro eher wahrscheinlich als bloß möglich“.

Die Investmentbank Merrill Lynch ist sogar noch einen Schritt weitergegangen: Sie beschäftigt sich konkret mit den neuen Währungen der einzelnen Euro-Länder. Demnach werden die Währungen von Italien, Frankreich und Portugal gegenüber dem Dollar abwerten, während Deutschland, die Niederlande und Irland aufwerten müssten.

In jedem Fall sei der Austritt aus dem Euro jetzt nur noch „ungeordnet möglich“, schreiben Richard Cochinos und David Gray von Merill. Es werde daher einen „Anfangsschock geben, der massive Auswirkungen auf den Eurokurs haben werde“. Danach hänge alles davon ab, wer aus der Euro austritt: Geht Deutschland, wird der Euro langfristig 2% niedriger notieren als heute. Gehen Italien, Frankeich und Spanien, werde sich der Kurs gegenüber dem Dollar um 2-3% erhöhen.

Auch in Asien steigt die Nervosität: Der CEO der Finanzmarktaufsicht von Hong Kong, Norman Chang, sagte, dass die asiatischen Regulatoren ihre Überwachung der Verflechtungen der Banken in europäische Assets verschärft habe.

Immerhin sind sich die Franzosen zumindest theoretisch des Problems bewusst: Ein ungenannter französischer Banker sagte der New York Times, dass eine Zusammenbruch eines europäischen Landes das Zehnfache der Folgen des Lehman-Crashs bedeuten würde.

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Kommentare

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  1. david sagt:

    Kennt jemand den Film von Arnold Schwarzenegger „Running Man“? Auch wenn das nur ein Film ist, trotzdem schaut euch nur den Anfang an. Dann werdet ihr feststellen, dass die mit ihrer Vorhersage schon damals fast richtig lagen.

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  6. Hans sagt:

    Wenn China ein Soft oder auch ein Hard Landing hinlegt, ist es mit den Exportboom sowieso vorbei. Diese Investitionsquote wird China nicht mehr lange durchhalten. Dazu sind dort schon zu viele Überkapazitäten geschaffen worden. Die Kapazitäten sind um einiges schneller gewachsen, als der Konsum. Das muss durch minderinvestitionen in den nächsten Jahren ausgeglichen werden.

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