Griechenland muss Rentenkürzungen vornehmen

In Griechenland befinden sich die Rentenkassen in einem verheerenden Zustand. Insgesamt fehlen 4,5 Milliarden Euro in den Kassen, für das nächste Jahr müssen mehrere Kassen mit dem Zusammenbruch rechnen. Die Rentner können froh sein, wenn sie wenigstens noch einen Teil der von ihnen eingezahlten Beiträge als Renten erhalten.

Für die griechischen Rentner wird die Lage bedrohlich: Auch im kommenden Jahr müssen die Renten weiter gekürzt werden. Den Sozialversicherungsträgern fehlen nach Aussage von Arbeitsminister Giorgos Koutroumanis insgesamt 4,5 Milliarden Euro. Die sich vertiefende Rezession, die weiter steigende Arbeitslosigkeit und die Streichung von staatlichen Zuschüssen verschärft die Lage der Kassen weiter. Koutroumanis fordert dringend eine Zusammenlegung der verschiedenen Träger. Ansonsten sind Pleiten einzelner Fonds zu erwarten.

Die Kürzungen betreffen sowohl die Haupt- als auch die Zusatzrenten. Die Versicherungen fürchten, dass der Haushalt 2012 von zu optimistischen Einnahmen ausgeht. Daher werden die Zuschüsse weiter gekürzt werden, weil das eine der wenigen Sofortmaßnahmen ist, um die von der Troika aus EU, EZB und IWF vorgegebenen Sparmaßnahmen zu erfüllen.

Schon in den vergangen Tagen war es wegen der verspäteten Auszahlung der nächsten Tranche von 8 Milliarden zu Unregelmäßigkeiten der Renten-Auszahlungen gekommen. Von den Hilfsgelder geht nur ein Bruchteil nach Griechenland, 81% muss das Land zur Bedienung seiner Schulden aufwenden (mehr hier).

Die beiden größten Kassen IKA und OAEE waren schon in diesem Jahr nicht mehr in der Lage, die Renten aus ihren liquiden Mitteln auszuzahlen und mussten daher Teile ihres beweglichen Vermögens verkaufen. Doch auch dies reichte nicht aus, nur durch eine zusätzliche staatliche Finanzspritze konnten die Renten überhaupt ausgezahlt werden.

Der wissenschaftliche Leiter des Instituts für Arbeit der GSEE, Sawas Rompolis, hat berechnet, dass die Rente, die der durchschnittliche Renter im Alter erhalten wird, geringer sein wird als die Summe der Beiträge, die er während seines gesamten Berufslebens eingezahlt hat.

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Kommentare

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  1. hunsrückbäuerlein sagt:

    ohmann, sogar hier ergießt sich ein füllhorn von unwissenheit über das lesende auge…ab in den ausguß.

    man leute, müßt ihr unbedingt eure unwissenheit zutage schreiben um euch zu blamieren, reichen da nicht die deutschen stammtische aus?

    @ karlheinz, ja, leider in jeder beziehung.

  2. hunsrückbäuerlein sagt:

    Griechen auf die Barikaden, generalstreik, das land lahmlegen.

    droht uns auch bald, nur unser verblödestes stimmenvieh wird es nicht mal mitkriegen, weil auf RTL gerade eine super geile soap läuft