Trotz QE: Zinsen für spanische Staatsanleihen steigen

Die heutige Auktion der spanischen Staatsanleihen war zwar erfolgreich, aber die Zinsen, die die spanische Regierung dafür zahlen muss, stiegen erneut. Die gestrige Zinssenkung der Zentralbanken konnte hier nicht helfen.

Der spanischen Regierung gelang es heute Staatsanleihen im Wert von 3,75 Milliarden Euro zu verkaufen. Die Nachfrage lag sogar bei Staatsanleihen im Wert von 10,255 Milliarden Euro. Allerdings konnte die heutige Auktion nicht von den gestern angekündigten, gemeinsamen Zinssenkungen der Notenbanken (mehr hier) profitieren: die Zinssätze für die Anleihen stiegen auch heute wieder.

Für spanische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 3 Jahren wurden Zinsen von 5,187 Prozent fällig, eine Steigerung von fast 1,5 Prozent im Vergleich zu einer ähnlichen Auktion im Oktober. Die 4-Jahres-Staatsanleihen Spaniens stiegen sogar von 4,045 Prozent um 28 Basispunkte auf 5,267 Prozent und für die Anleihen mit einer Laufzeit von fünf Jahren erreichten die Zinsen 5,544 Prozent (Die EZB wird also weiter am Sekundärmarkt kaufen – mehr hier). Lediglich die Zinsen für CDS, also die Zinssätze auf Versicherungen von spanischen Staatsanleihen für den Fall einer Staatspleite, sind heute gesunken.

Frankreich hingegen konnte sich etwas entspannen. Die Zinssätze für französische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren fielen von 3,22 Prozent im November bei einer ähnlichen Auktionheute auf 3,18 Prozent. Langfristige Anleihen mit einer Fälligkeit im Jahr 2026 sanken von 3,77 Prozent auf nur mehr 3,65 Prozent. Lediglich die Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren stiegen auf 3,94 Prozent von 3,72 Prozent bei einer ähnlichen Auktion im September.

Hinsichtlich der durchschnittlichen Zinsraten für europäische Staatsanleihen, bei denen es heute keine Emissionen gab, konnte sich Italien über einen leichten Abfall der Zinsen unter sieben auf 6,83 Prozent freuen. Die durchschnittlichen Zinssätze für deutsche Anleihen stiegen hingegen.

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Kommentare

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  1. wagner hans sagt:

    Gerne mőchte ich mehr erfahren.
    Mit freundlichen Grűssen.
    Hans Wagner

  2. Zeitzeuge sagt:

    So lange Angestellte das Geld anderer Leute verzocken, wird das Spiel weitegehen.

  3. www.steuerembargo.co.de sagt:

    Das ist doch alles kein Wunder, was sich da auf dem Markt tut. Es ist auch nicht schwierig, vorherzusehen was passieren wird, ganz einfach, weil es durch nichts zu verhindern ist.
    Derweil wird die Situation an den Anlagemaerkten ausgenutzt um Profite zu machen und das ist, wenn man professionelll vogeht, relativ einfach. 10%-ige Veraenderungen an der Boerse, innerhalb weniger Stunden, sind eine gute Gelegenheit dazu. Selbst wenn man das obere Ende des Moeglichen nicht erwischt, sondern nur Mittelmass, so ist eine Tagesrendite von 5% doch extrem gut! Also wird im Moment alles Eingesetzt, um die Chancen zu nutzen um wirklich Geld zu machen.
    Das ist auch ein teil der Erklaerung weshalb es am Goldmarkt nur muehsam aufwaerts geht. Sobald die Hochgeschwindigkeits Trades nichts mehr bringen wird das geld dann sicher angelegt, was den Edelmetallpreis dann kraeftig treibt.

    Aus, fuer die meisten, unerfindlichen Gruenden, will die Polittik mit aller Macht verbreiten, dass das alles noch gut gehen wird.
    Na ja, so unerfindlich sind die Gruende wohl nicht, denn das was hier kritisch postet, ist eine homeopathische Minderheit. Die restliche Menschheit von 98,9% ist absolut Gehirngewaschen und konsumiert nur die Informationen, die ihnen vorgesetzt werden, wenn sie ueberhaupt an „Informationen“ interessiert sind.