Sparpaket: Nun auch Streiks in Katalonien

Spaniens Sparkurs trifft nun auch die regionale Verwaltung Kataloniens – 860 Millionen Euro sollen 2012 eingespart werden. Die Gewerkschaften reagieren mit lautem Protest: am 14. Dezember wird gestreikt.

Nun haben auch die Gewerkschaften der regionalen Verwaltung Kataloniens zum Streik aufgerufen, um gegen den massiven Sparkurs der Regierung zu protestieren. Am 14. Dezember werden die öffentlichen Ämter nach dem Vorbild des Personals im Gesundheitswesen, die schon vor einigen Wochen streikten, die Arbeit niederlegen.

Damit reagieren die Gewerkschaften auf das Scheitern der zweiten Verhandlungsrunde mit den regionalen Regierungsvertretern. 860 Millionen Euro sollen im nächsten Jahr gekürzt werden. Die Gewerkschaften selbst schlugen eine Obergrenze von 5.000 Euro bei öffentlichen Gehältern vor. Nur drei Prozent der Belegschaft wären betroffen und das Geld könnte damit eingebracht werden. Die Regierungsvertreter sperrten sich jedoch dagegen. Viel lieber nehmen sie die Gelder durch Lehrerstellenabbau, Beseitigungen von Sozialleistungen und Einfrieren neuer öffentlicher Ämter vor. Zudem soll auch im Ausland an Personal in Botschaften und Rentenzuschüssen gespart werden.

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