IWF: Milliardenkredite für Notenbanken von Italien und Spanien

Weil die EZB noch nicht unbegrenzt Geld drucken darf, will der IWF die guten alten Notenbanken aktivieren: Kredite in der Höhe von 200 Milliarden Euro sollen an die Zentralbanken von Italien und Spanien vergeben werden - zur Überbrückung in der Schuldenkrise.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) könnte nationalen europäischen Notenbanken schon bald 200 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Mit diesem Geld sollen einem Bloomberg-Bericht zufolge die Zentralbanken die Schuldenkrise auf der staatlichen Ebene bekämpfen.

Der Vorschlag sieht vor, dass die Nationalbanken das Geld des IWF einsetzen, um vorbeugend Kreditprogramme für Spanien und Italien zu decken. Diese beiden Länder werden derzeit als besonders gefährdet eingestuft.

Für stabile Eurostaaten wie Deutschland würde diese Idee neue Geldmittel zur Rettung gefährdeter Staaten bringen. Deutschland ist nicht dazu bereit, mehr Geld an risikobehaftete Staaten zu leihen und lehnt eine gesetzeswidrige Finanzierung der Problemstaaten durch die Europäische Zentralbank ab. Fließen die Gelder über den IWF und die Nationalbanken, würde dieses Problem vermieden werden.

Bei einem Treffen zwischen dem Zentralbankchef Mario Draghi und den Finanzministern der Eurozone am 29. November, soll die Ausarbeitung eines solchen Planes beschlossen worden sein. Ein zusätzliches Werkzeug gegen die Schuldenkrise wurde nötig, nachdem der Versuch den EFSF von 440 Milliarden Euro auf eine Billion zu hebeln misslang.

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Kommentare

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  1. Selbstdenker sagt:

    Hier ein sehr interessantes Video vom ALPENPARLAMENT, welches bei mir ein sehr schönes und wohltuendes Gefühl ausgelöst hat, nämlich dass in Deutschland vielleicht doch noch nicht alles zu spät ist.
    Außerdem sehr aufschlussreiche Informationen über den Verein „NeuDeutschland“.
    Gut investierte Zeit!!!

    http://www.alpenparlament.tv/playlist/516-staat-im-staat%20die%20neudeutschland-revolution

  2. Malocher sagt:

    Na ja, inzwischen ist jedem Erstklässler klar geworden, dass diese Unsummen von Milliarden und Billionen zur „Rettung“ wofür auch immer, real gar nicht erwirtschaftet werden können, erst recht nicht unter den Spardiktaten. Es handelt sich offensichtlich bloss um Luftgeld ohne Gegenwert, nicht mal mehr die Zinsen werden bezahlt werden können. So gesehen kann es sich bloss noch um kurze Zeit handeln, bis diese gigantische Blase platzt. Ich kann mich dem Eindruck nicht verwehren, dass alles so geplant ist, denn das ist der Weg zum Ziel der Bilderberger und ihrer neuen Weltordnung, dazu muss der Euro als Währung und die EU zerstört werden, alternativlos. Um die EUdSSR ist es nicht schade, aber was kommt danach……?
    Diese Entwicklung ist durch nichts mehr aufzuhalten, wir können uns also beruhigt weiterhin dem RTL-Verblödungs-TV, dem spannenden Fussball und den rührenden Soaps widmen.

  3. ich weiss nix sagt:

    Wo mit läst sich am meisten Geld verdienen?

    Antwort: Mit der Angst