Griechenland will 400 amerikanische Panzer kaufen

Die griechische Regierung verhandelt mit den USA über den Kauf von 400 gebrauchten, amerikanischen Panzern. Die Amerikaner ihrerseits importierten von den Griechen gebrauchte Metallteile – um diese für US-Billig-Airlines wiederzuverwerten.

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Die griechische Zeitung Kathimerini berichtet, dass ein neunköpfiges Team des Generalstabs der griechischen Armee in die USA geflogen ist, um gebrauchte Panzer zu begutachten, die Griechenland erwerben will. Insgesamt sollen 1.000 Panzer inspiziert werden. Ungenannten Quellen zufolge gab es bereits im vergangenen Jahr eine Kaufanfrage Griechenlands, die die USA allerdings damals ablehnten. Nun scheinen die Voraussetzungen für das Geschäft besser zu sein. Nach Untersuchung der Panzer werden die Experten dem griechischen Regierungsrat für Auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung eine Beurteilung vorlegen, ob es sich lohnt, die Verhandlungen fortzusetzen. Wie viel die Griechen für diese 400 Panzer zahlen müssten, ist nicht bekannt, aber allein der Transport würde geschätzte 5 Millionen Euro kosten.

Immerhin zeigt der neueste Statistikbericht, dass die griechischen Exporte noch nicht komplett zum Erliegen gekommen sind. Die Griechen lieferten in der Zeit von Januar bis August an die Marshall-Inseln Produkte wie Pasta, TV-Antennen und Schwimmwesten im Wert von 22 Millionen Euro und an die Falklandinseln Produkte in Höhe von 6,8 Millionen Euro verkauft haben.

Die Bahamas importierten Erdölprodukte oder Wein im Wert von 5,1 Millionen Euro, die Türkei, der zweitgrößte Importeur griechischer Waren, freute sich über Fähren – und ausgerechnet Frankreich über Kleidung, Kosmetik und Parfum.

Während die USA Panzer nach Griechenland exportieren wollen, verkaufte Griechenland den Amerikanern in den ersten acht Monaten des Jahres vor allem Flugzeuge und Flugzeugteile, die entweder als Metallschrott Verwendung finden oder von amerikanischen Billig-Airlines eingesetzt werden. Die exportierten Flugzeuge stammen natürlich nicht frisch aus Flugzeugbauunternehmen, sondern sind gebrauchte Flugzeuge.

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Kommentare

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  1. wei sagt:

    machen die jetzt einen internationalen Schrotthandel auf ?

  2. Konfutius sagt:

    Wenn die Banken keine Käufer mehr finden für ihre Assets, ist das nicht verwunderlich.
    Jahrzehnte schauten sie in überheblicher Arroganz auf das arbeitende Volk herab.
    Dabei wurden die eigenen Taschen gefüllt. Dieser kriminellen Mafia würde ich nich einmal benutztes Toilettenpapier anvertrauen, geschweige denn Vermögenswerte.

  3. makedonien sagt:

    Wieder mal falsch übersetzt oder Recherchiert! Die USA bieten Griechenland an sich von 1000 ausrangierten Panzern die 400 besterhalten auszusuchen. Lediglich die Transportkosten in Höhe von 5 Millionen € muss Griechenland aufbringen.
    Diese Summe wollen der Verband Griechischer Industrieller übernehmen. Somit entstehen keine Kosten. Wenn die EU klar Stellung zu den Bedrohungen aus der Türkei beziehen würde, bräuchte man nicht immer mehr Rüstungsgüter. Wer aber sich etwas auskennt wird feststellen das die Türkei gerade zu einem Militärmonster gemacht wird.
    Was wissen Sie schon alle über die täglichen Verletzungen des Griechischen Hoheitsgebiets und das die Türkei auch durch ein Casus Belli Griechenland droht.

    • redakteur sagt:

      Lieber Leser,

      wir beziehen uns mit den Kaufüberlegungen auf die griechische Zeitung Kathimerini – http://www.ekathimerini.com/4dcgi/_w_articles_wsite1_1_06/12/2011_417610

      Mit besten Grüßen und Danke für die zusätzlichen Informationen

      Die Redaktion

      • Kauf? sagt:

        Die Bericheterstattung der Kathimerini in diesem Zusammenhang ist irrefuehrend. Tatsache ist dass die USA Griechenland diese Panzer umsonst anbieten wie umfangreich berichtet wurde. Die Transportkosten werden von griechischen Schifffartsunternehmen getragen wodurch dem griechischen Staat ebenfalls keine zusaetzlichen Kosten entstehen. Und die eventuelle Wartung und Moderinisierung der neuen Panzer soll durch den Verkauf und Ausmusterung aelterer Einheiten wettgemacht werden die Aufgrund ihrer Abnutzung ausgesprochen teuer im Unterhalt sind.

  4. lost sagt:

    Leider geraten die nachdenklichen und aus rationalen Motiven handelnden Menschen regelmässig ins Hintertreffen und wie wenn sich das Öl vom Wasser absetzt, beherrscht die neurotische, triebgesteuerte Regression das Weltgeschehen.

    In Griechenland, Spanien, England, Frankreich usw. wird das Bild des hässlichen Deutschen bemüht, ausgelöst von Angela Merkel im Besonderen, die mit ihrer Krisenpolitk das Image der deutschen Nation ramponiert hat.

    Tatsächlich aber ist es doch so, dass aus allen europäischen Staaten eine korrumpierte Clique sich in Brüssel verabredet hat und ihre elementare, instinktmässige Irrationalität auslebt. Das einzige Prinzip, welches Brüssel zusammenschweisst, ist die Unterwerfung unter Euro und Kapitaldiktatur. Merkel prostituiert sich vor aller Welt und das ist einfach widerwärtig, wie sie gegen jedes Recht dem Finanzmarkt ein gottgleiches Eigenleben bescheinigt und wie nuttengleich sie sich ihm anbietet.

    Und weil die anderen Neurotiker Angst haben, der andere könnte mehr Profite aus Europa schlagen als man selbst, befördern die nationalen Zeitungen Neid und Hassgefühle, indem sie das Bild des hässliche Deutsche bedienen.

    Aber der hässliche Deutsche hat viele Gesichter und die zeigen sich auch im Hass auf die eigene Nation, welche dem Hass auf die Juden im dritten Reich in nichts nachsteht.

    Mein Fazit jedenfalls, dass jedes Volk gespalten ist und seine hässlichen Eliten hat. Der Imperialismus Gross Britaniens und die Sklaverei in der neuen Welt war mit derselben krankhaften Eifersucht behaftet wie Frankreichs Kriegsführung unter Napoleon, oder die menschenverachtenden Atombombenversuche auf Rongelap. Die USA sind okkupiert von den hässlichen Amerikanern, die mörderische Kriege führen unter dem Deckmantel von Demokratie und Humanität, die Spanier und Portugiesen, die in der neuen Welt die Indianer ausrotteten, usw.
    und nun haben sie sich wieder abgesetzt und halten in Brüssel die Macht in Händen. Nur stellen sie fest, ihr Hass ist universell und gegen jeden gerichtet, der so ist wie sie selber.

    Die Vernünftigen jedenfalls begegnen mir jeden Tag und überall. Sonst hätte ich mich auch längst erschossen.
    Leider leiden sie unter einer allgemeinen Antriebsschwäche.