Sparzwang: Rationierung von Toilettenpapier an spanischen Schulen

Die Regierung Spaniens hat ihre Sparmaßnahmen im Bildungssektor ausgeweitet: Nun werden Schulkinder direkte Beschränkungen auferlegt. Kinder an katalanischen Schulen sollen zukünftig den Gebrauch von Toilettenpapier sparsamer dosieren.

In den nordöstlichen Regionen Spaniens wie Katalonien hat das Ministerium für Bildung nun eine neue Sparmaßnahme angeordnet. Wegen „übermäßigen Konsums“ soll der Gebrauch des Toilettenpapiers in Schulen jetzt strikt begrenzt werden. Jedes Kind hat pro Monat 25 Meter Toilettenpapier zur Verfügung, berichten verschiedene Medien.

Ein weiterer tiefer Einschnitt in das Bildungssystem, dem schon viele Sparmaßnahmen in Millionenhöhe vorausgingen. Dazu gehört u. a. die Streichung tausender Lehrerstellen, Erhöhung der Schülerzahlen in einzelnen Klassen sowie die Abschaffung von Sonderkursen und außerschulischen Aktivitäten für Schüler.

Infolge der Schuldenkrise wurden Spaniens autonome Regionen von der Zentralregierung gezwungen ihre Ausgaben zu drosseln, um das Loch der Haushaltskasse zu stopfen. Schon seit einigen Monaten begegnen Lehrer, Schüler und Eltern den immensen Kürzungen im Bildungswesen mit regelmäßigen Protesten.

Kommentare

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  1. Oliver Lünsmann sagt:

    Vorsicht Schleichwerbung und Fake!

    Antworten bezüglich zu Herm.Kemme!

    Vorsicht vor diesem Kommentar, genau der selbe ist bei weiteren Artikeln mit genau dem gleichen Text gepostet!!!
    Die Firma Herm.Kemme bewertet Ihre Kunden nur nach dem Umsatz die sie machen.
    Gibt es einmal Probleme aufgrund von einen Transportschaden, werden Kunden die nachfragen und um Klärung bitten umgehend abgespeist.
    Sehr geehrter Herr Lünsmann,

    danke für Ihre Mail.

    Keine Alternative gefunden ?

    Wir werden Sie grundsätzlich nicht mehr beliefern.

    Wir bitten um Kenntnisnahme.

    Mit freundlichen Grüßen / With best regards,

    Sven Hudoffsky

    Zudem bekommt man E-Mail der Geschäftsführung die sehr unter dem Niveau liegen.
    Es gibt da weitaus bessere Alternativen !!!

  2. flurdab sagt:

    25 Meter Toilettenpapier pro Monat und Kind?

    Da muss ein Fehler drin stecken, das kann ich mir nicht vorstellen. Zumal an vielen deutschen Schulen seit Jahren die Kinder ihr eigenes Papier von zu hause mit bringen.

    so geht sparen!

    • zeitraum sagt:

      Auch in Großbritannien ist es schon seit jeher üblich, dass die Kinder ihr Toilettenpapier selber mit bringen…

  3. ciecle sagt:

    Lächerlich !!!

  4. luther sagt:

    das war eine der ersten Belehrung bei der BW. Der Soldat braucht vier Blatt: ein Vorwisch, ein Hauptwisch, ein Nachwisch und ein Polierwisch

  5. Bank sagt:

    Der Aufwand um diese sinnlose Regel bei den Schulen durchzusetzen wird wird mehr Kosten als was da eingespart wird. ich sag nur Trololololol …

    http://www.youtube.com/watch?v=6xsDdIByh8A

  6. cocooning sagt:

    Ha, ha, das habe ich auch einmal in BWL gelernt. Ein Mitarbeiter eines Unternehmens bemerkt den Zustand seiner Firma am Toilettenpapier. Wenn von 3-lagig auf 2-lagig umgestellt wird, sollte man sich nach einem anderen Arbeitsplatz umschauen.

    • Leser sagt:

      Also ich arbeite (unter anderem) im öffentlichen Dienst eines deutschen (reichen) Bundeslandes. Bei uns wurde schon vor Jahren auf zweilagiges Toilettenpapier umgestellt (kein Witz!).

      Allerdings haben wir auch eine Putzfrau, die in ihrer Faulheit von niemandem getoppt wird. Die Reinigungsfirma gewinnt immer wieder die Ausschreibungen, weil sie ja so schön billig anbieten. In jedem privatwirtschaftlichen Unternehmen wäre dies ebenfalls ein Argument – und zusätzlich die Frage, ob die Putzfrau auch irgend etwas tut. Im öD bleibt man bei der ersten Frage stehen.

      Aber wenn beim Toilettenpapier gespart wird und nicht vielleicht bei den übermäßigen Pensionen und Sozialleistungen für Bedienstete im öD, dann weiß man, daß das land entweder keine Probleme hat oder aber darauf setzt, daß andere für ihre Probleme bezahlen (was ja auch geschieht).

  7. Meckerziege sagt:

    Ist ja putzig:

    kurz vor Ende der DDR war das hier auch üblich und nicht nur an Schulen.

    Im Gesundheitswesen wurden die Mullbinden gewaschen und wieder aufgerollt, um diese weiter zu verwenden. Spritzen und Kanülen wurden schon immer ausgespült und auf den Stationen und in den Praxen sterilisiert. Die Sterilisatoren wurden zuletzt so voll gepackt, dass es fast schon nicht zu verantworten war, nur um Strom zu sparen. Wer zu viel verbrauchte, kam ans Schwarze Brett.

    Elektroheizgeräte waren verboten, aber man wußte sich zu helfen und so kursierten die abenteuerlichsten Geräte auf dem „Bückmarkt“.

    Hier im Osten ist das alles noch nicht ganz vergessen und auch nicht, wie man aus den seltsamsten „Zutaten“ alles das zustande brachte, was man nicht kaufen konnte – Sperrmüll ??? Gab es nicht, alles wurde irgendwie verwertet, z.B. wurden aus Waschmaschinenmotoren Rasenmäher gebaut.

    Fußbodenausgleichsmasse – gab es nicht und wurde selbst gemacht aus Gips, Tapetenleim und Wasser. Aber das dauerte, denn auch Gips gab es nur in kleinen Zuteilungen. Wenn man Glück hatte mal 2 Kg.

    Dann gab es eine kleine fast „unkaputtbare“ Waschmaschine, in der man ca. 50 Liter Wasser kochend heiß machen konnte, das wurde in die Badewanne gelassen und dann husch alle hintereinander rein in die Brühe und am Ende wurden dann da noch die verdreckten Garten- und Arbeitssachen eingeweicht.

  8. Fonda sagt:

    „Somit kann nicht die Rede davon sein, dass die Anleger nicht verschreckt werden sollen. Nutznießer dieser Entscheidung sind die auf ­Mallorca ansässigen Wohlhabenden, darunter zuvorderst Mallorquiner.“

    Kein Klopapier, aber die Reichen werden nicht zur Kasse gebeten.

    http://www.mallorcazeitung.es/meinung/2011/12/08/mallorcas-reiche-kasse-gebeten/22042.html