Goldman kritisiert „idiotische Statements“ von europäischen Politikern

Goldman Sachs hält China für das größte Problem der Weltwirtschaft. In Europa fehle dagegen lediglich die richtige politische Führung.

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Der Chef von Goldman Sachs Asset Management, Jim O’Neill, ist unzufrieden mit der europäischen Politik. Er sagte der Nachrichtenagentur Reuters, der „verbockte EU-Gipfel“ sei nicht seine Hauptsorge im Hinblick auf die Weltwirtschaft. Die schlechten Zahlen aus China, mit denen sich ein Rückgang des Wachstums in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt abzeichnet, sei die wichtigste schlechte Nachricht der vergangenen Woche gewesen.

In Europa kann O’Neill der Krise sogar positive Seite abgewinnen: „Vielleicht ist es jetzt die beste Zeit in 20 Jahren, in Europa zu investieren.“ Dies solle nach dem Motto geschehen: „Lass niemals eine gute Krise ungenützt verstreichen!“

Allerdings nerven ihn die europäischen Politiker. Denn diese hätte Einfluss auf die gesamte Weltwirtschaft: „Alles in der Welt wird getrieben von irgendwelchen idiotischen Statements von irgendwelchen Politikern in Europa.“ Was Europa brauche, sei Führung: „Das Problem in Europa ist gar keine Schuldenkrise. Es ist eine Krise der Struktur der politischen Führung. Europa muss sich selbst ordentlich organisieren und ordentliche politische Führung zeigen.“

O’Neill hatte schon vor einiger Zeit für Aufmerksamkeit gesorgt, als er Neuwahlen in Italien als „das Schlimmste“ bezeichnet hatte (mehr hier).

Goldman hilft unterdessen Europa, eine „ordentliche politische Führung“ zu etablieren. Mit Mario Monti ist ein Goldman-Mitarbeiter Regierungschef in Italien, EZB-Chef Mario Draghi kommt ebenfalls von Goldman. Goldman verdient an einzelnen Initiativen des EFSF mit (mehr hier), und berät seit vielen Jahren verschiedene europäische Regierungen in Fragen der Restrukturierung ihrer Staaten (mehr zu Goldman und die Politik – hier).

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Kommentare

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  1. Colella Giuseppe sagt:

    Mr O Neill
    Ist es besser Banken zu verstaatlichen,oder Staaten zu verbanklichen?Das Problem ist nicht China(mit Ihren Reserven) sondern die Usa(mit ihren Schulden),unter Freunden ist es keine Schande um etwas zu bitten,es gehört sich aber nicht, sich selbst zu bedienen.
    Liebe Federal Reservehörige.

    MfG einer vom Mobb ,nennt ihr uns den nicht so?

  2. Bibelkommentar sagt:

    Zitat: „Das Problem in Europa ist gar keine Schuldenkrise. Es ist eine Krise der Struktur der politischen Führung. Europa muss sich selbst ordentlich organisieren und ordentliche politische Führung zeigen.“ und „Goldman hilft unterdessen Europa, eine „ordentliche politische Führung“ zu etablieren.

    Ja, so kann man es auch sehen: Von „Krise“ redet nur, wer am bestehenden System festhalten will und in den herkömmlichen finanziellen Kategorien denkt.- Wir sind Zeugen eines Schauspiels, wie Europa von unsichtbaren (okkulten) Mächten getrieben, neu organisiert wird. Die scheinbar unausweichliche Option ist die Installation einer machtvollen Zentralregierung. – Mit der Bibel sehen wir hinter die Kulissen der politischen Bühne:

    Epheser 6,11 Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an[a], damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt[b]! a) Röm 13,12 b) 2Kor 2,11 / Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte[a], gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis[b], gegen die geistigen der Bosheit in der Himmelswelt[c]. a) Röm 8,38 b) Lk 22,53; Kol 1,13 c) Kap. 1,3 / Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen[a] und, wenn ihr alles ausgerichtet habt, stehen könnt! a) Jak 4,7

    Das Ziel all dieser seltsamen politischen Einmütigkeit ist die Installation des „Tieres“ (666) aus Offenbarung 13 und 17, – die Aufrichtung der unumschränkten politischen und religiösen Herrschaft des Teufels, siehe Matthäus 4 und 2. Thess 2. – (wie den Bibeltexten zu entnehmen ist, wird diese wird allerdings nicht von Bestand sein)

    **Wer der Macht des „Tieres“ entkommen will, der lese z.B. Kolosser 1,1 bis 13; 1.Thess 4,13 bis 18; und Römer 3,21 bis 31. am besten das ganze NT und ziehe die Konsequenzen****