Schweizer Notenbank schaltet auf „permanenten Krisen-Modus“

Der Chef der Schweizer Zentralbank fürchtet das Zusammentreffen von mehreren Krisen: Wirtschafts-, Finanz- und Immobilienkrisen könnten langfristig Schäden anrichten.

„Wie befinden uns im permanenten Krisen-Modus seit eineinhalb Jahren“, sagte der Chef der Schweizer Nationalbank (SNB), Phillipp Hildebrand, dem Schweizer Radio DRS1. Die Nationalbank müsse andauernd auf neue Entwicklungen reagieren, diese so gut als möglich abfedern und sich gleich wieder auf neue Maßnahmen einstellen.

Hildebrand erwartet, dass die Folgen der europäischen Staatsschuldenkrise schon sehr bald die Schweiz erreichen werden. Außerdem befürchtet er eine Krise auf dem Immobilienmarkt.

Hildebrand sagte: „Die Kombination einer wirtschaftlichen Krise mit einer Finanzkrise und gleichzeitigen Problemen auf dem Immobilienmarkt würden uns langfristig schaden.“

Die Schweizer Regierung malt die Zukunft dagegen in recht rosigen Farben und erwartet eine Lösung der Euro-Krise (mehr dazu hier).

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Kommentare

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  1. Livia sagt:

    Zuviel Geldvermögen ist durch Zinseinnahmen entstanden. Hinter dieser Luftnummer stehen keine Sachwerte, also werden die verbliebenen Sachwerte teurer! Und die Vermögen landen bei den Zinsenkassierern.

  2. Steuerzahler sagt:

    Vielleicht sollten einige Leute mehr die „Zivile Koalition“ unterstützen. Die machen, soweit ich das beurteilen kann, einen guten Job.

    http://www.zivilekoalition.de/

    • Freistaat-Danzig sagt:

      Wollen Sie mit diesem Link zur Unterwanderung der Schweiz beitragen?
      Sie haben offenbar die Seite niemals aufgerufen!

      Wenn es so wäre, wäre es typisch deutsch.
      Selbst keine Ahnung haben, aber dumm nachschwatzen.

  3. Ulrich Pranger sagt:

    Vorhin hat Moody´s Belgien um 2 Stufen herabgestuft. Jetzt ist vermutlich auch Belgien ein Notfall:

    http://www.marktorakel.com/index.php?id=1787581378440835694

    Das kann ja heiter werden!

  4. Uri sagt:

    Die Krise ist ja nicht nur hausgemacht, sondern wurde von den amerik. Ratingagenturen angeheizt. Zum Wohle des überaus desolaten Dollars. Ausserdem schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe, denn durch Art. 30 des ESM Vertrages wird praktisch die Demokratie durch die Hintertür abgeschafft. Der sog. Governeursrat ist weder durch die Regierung noch durch Behörden angreifbar. Er kann schalten und walten wie er will und besitzt uneingeschränkte Weisungsbefugnisse sowie er nicht zu erklärende Nachforderungen stellen kann, die innerhalb sieben Tagen zu zahlen sind. Wie er dann das Geld verteilt liegt einzig und allein beim Gouverneursrat. Es ist keine Einflussnahme durch die Politik der einzelnen Nationalstaaten möglich. Insofern ist ein Ausbluten der Nationalstaaten vorprogrammiert. Eine riesige Verarmung wird in den Ländern der EU einsetzen. Die Auswirkungen können wir uns jetzt schon in Griechen land und Italien ansehen. Abbau der Renten und Sozialsysteme, sowie der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Massive Einschnitte bei Löhnen und Gehältern . Ein weiterer Diebstahl am Volksvermögen. Sowie die Fortsetzung der Umverteilung von unten nach oben.

    • Autofokus sagt:

      Dieser ESM ist der schlimmste Terror und die schlimmste Finanz Diktatur, die es je gegeben hat. Warum wehren sich die Menschen nicht, es wird jeder von den Folgen direkt betroffen sein ! Aber die Mainstream-Medien orientieren die Bürger absichtlich nicht, Zensur wie in der USSR ! Es ist unglaublich und unfassbar, dass man überhaupt eine solche Institution unter solchen Bedingungen den Staaten über den Kopf zieht.

      • lost sagt:

        An der Sowjetunion scheint man sich ja wirklich einen Narren gefressen zu haben?
        Dass sich in Europa die Proletatierer aller Länder vereinigt haben, um unter dem Deckmantel des Turbokapitalismus eine Räterepublik zu gründen, ich möchte das bezweifeln.

        Fragen Sie doch mal Ihre Bekannten aus Ostdeutschland, ob die die EU für ein sozialistisches Projekt halten?
        Die werden das bestreiten. Und die sollten sich auskennen.

        Nicht die können von uns was lernen, wenn überhaupt, dann was, sondern wir könnten eine Menge von denen lernen.
        Der Antifaschistische Schutzwall sollte laut Propagandatext vor einer revanchistisch faschistoiden BRD schützen, die die Entnazifizierung nicht so vorangetrieben hatte wie die DDR. Im Kern vorm Kapitalismus. Für den Ost-Sozialismus galt Faschismus als übersteigerte Form des Kapitalismus.
        Lesen Sie mal, was die Linken Vordenker über Kapitalismus und Faschismus zu sagen haben. Lesen Sie mal Karl Marx.

        Es kam ja nicht von ungefähr, dass die proletarische Oktoberrevolution so in die Breite ging und sich vor allem auf den plündernden Zaren-Büttel stürzte.

        Wie diktiert Mrs. Europa Angela Merkel? Wie Honecker oder wie ein Zar?

  5. Pessimist sagt:

    Man muss endlich aufhören, dauernd die Zentralbank anzubetteln und sie als Ausweg zu sehen. Die Zentralbanken sind zu einem sehr großen Teil an den wirtschaftlichen Problemen schuld:

    http://ausserdem.info/2011/Die-Zentralbank-und-die-Wirtschaftskrise

    Die Zentralbank ist Planwirtschaft. Es ist kein Wunder, dass es einfach nicht funktioniert.

  6. FDominicus sagt:

    Zu recht die Preise dort sind nur noch exorbitant zu nennen. Und so zieht ein eingriff (nämlich niemand darf bauen wo es den Bürokraten, Umweltschützern und Beamten nicht gefällt). Sondern es wird kontingentiert, und der „Mangel“ verwaltet Mangel den Beamte erst heraufbeschwört haben und die sich daraus ergebene Preisblase bringt Probleme? Was für eine Einsicht….

    • My10Cent sagt:

      Das Problem sind weniger die Grundstückskosten, als die eigentlichen Baukosten…

      Wenn man ein Haus am Zürichsee oder anderen Top-Lagen will muss man halt etwas tiefer in die Tasche greifen.

      Im grossen Rest der CH wage ich zu behaupten, dass die Grundstückspreise dem Üblichen in Deutschland entsprechen.
      Von irgendwelchen Orten am A….. der Welt mal abgesehen (da will eh niemand hin weil es dort keine Arbeit gibt).

      Allerdings meint jetzt Hinz und Kunz in CH ein supertolles Haus bauen zu müssen, weil die Zinsen ja gerade so niedrig sind.
      Da sind dann für 800.000 CHF z.B. die Wände vom Bad mit Acrylfarben gestrichen, weil das ja viel besser ist als Fliesen/Stein.
      Früher hat man so im sozialem Wohnungbau die Treppenhäuser gestrichen… :-/

      Das böse Erwachen kommt spätestens mit anziehenden Zinsen und anfallenden Wartungsreparaturen.