China: Ausländische Investoren ziehen sich zurück

Das erste Mal seit über zwei Jahren sind die direkten ausländischen Investitionen in China in im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die chinesische Wertpapierregulierungsbehörde beginnt nun, die Aktienmärkte Chinas für das Ausland zu öffnen.

Vergangenen Monat investierten ausländische Investoren nur 8,75 Milliarden Dollar direkt in China – das erste deutliche Sinken seit 28 Monaten. Um fast zehn Prozent sind die ausländischen Investitionen im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen, erklärte das chinesische Wirtschaftsministerium. „Der Rückgang ist eng mit den schwachen Wirtschaftsbedingungen im Westen verbunden“, sagt Shen Danyang, Sprecher des Ministeriums. Die Euro-Krise, die hohe Verschuldung der USA und das sinkende Wachstum mit der drohenden Rezession sind hauptverantwortlich für den Rückgang. Allein das amerikanische Investment fiel in den ersten elf Monaten um 23 Prozent.

China, das mit Finanzknappheit im eigenen Bankensektor (mehr hier), ausufernden Unruhen (mehr hier), steigender Inflation (mehr hier) und einer platzenden Immobilienblase (mehr hier) konfrontiert ist, hat nun die Reißleine gezogen. Die chinesische Wertpapierregulierungsbehörde kündigte am Freitag an, dass der im Ausland gehaltene Remninbi genutzt werden könne, um Aktien am chinesischen Markt zu kaufen. Die soll neue Investoren, vor allem ausländische Institutionen, anziehen, und gleichzeitig dem Kapitalabfluss (mehr hier) entgegenwirken. Die derzeitigen Quoten, die es ausländischen Institutionen nur schwer erlauben, in die streng überwachten chinesischen Märkte zu investieren, sollen ebenfalls ausgeweitet werden. Alles in allem ist dies auch ein weiterer Schritt, hin zu mehr Internationalität der chinesischen Währung.

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Kommentare

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  1. TheRevolutionIsMine sagt:

    Skandal! Eichhörnchen verhungern, weil ihnen das Geld ausgegangen ist!

    Deutsche Bäume verkaufen ihre wertvolle Fracht lieber an ausländische Eichhörnchen, da die deutschen Eichhörnchen kein Geld mehr haben.

    Idiotisch?!

    Tja, das Wahlvieh ist wohl das einzige Vieh, welches in einer Welt des Überflusses verhungern würde!

    Alle die sich damit nicht abfinden wollen, schauen hier:
    http://www.zeitgeistmovement.de

    Eine Verteilung von Ressourcen über Geld IST PRIMITIV & IDIOTISCH!

  2. Pessimist sagt:

    Ist irgendwie logisch, weil die Europäer und Amerikaner pleite sind und die chinesischen Papiere zu Geld machen.