Deutschlands Export wächst langsamer

Die Schuldenkrise in Europa bremst deutsche Exporte. Unternehmen befürchten außerdem eine verschärfung des Protektionismus und der Rohstoffversorgung.

Das Wachstum der deutschen Exporte wird langsamer. Im vergangenen Jahr wuchsen die Exporte um 18 Prozent. Dieses Jahr waren es noch zehn Prozent. Doch für das kommende Jahr rechnet der Bundesverband der deutschen Wirtschaft (BDI) nur noch mit einem Wachstum der Exporte von drei Prozent. Dies ergab der aktuelle Außenwirtschaftsreport.

Weil Deutschlands Exporte im Vergleich zur Weltwirtschaft immer noch stärker wächst, steigt der Marktanteil deutscher Exportwaren leicht.

Verantwortlich für das langsamere Wachstum der Exporte ist dem BDI zufolge die anhaltende Schuldenkrise in Europa. Der Außenwirtschaftsreport zeigt auch, dass viele der BDI-Mitgliedsverbände eine weltweite Rezession befürchten. Die wirtschaftlich angespannte Lage erhöht außerdem die Wahrscheinlichkeit, dass neue Protektionsmaßnahmen den Export erschweren.

Die dritte große Sorge deutscher Industrieunternehmen, ist die Verknappung von Rohstoffen.

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Kommentare

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  1. Freistaat-Danzig sagt:

    Das ist wieder typisch Mainstream?
    Um 11:40 wird berichtet: der Ifo-Geschäftsklima-Index stieg zum 2.Mal in Folge.
    Um 12:40 wird berichtet: der Export wachse langsamer.
    Er sei von 18% auf 10% und nächstes Jahr auf „nur noch“ 3% gefallen.
    Wenn also jährlich auf das Vorjahr bezogen der Export um 7…8% fällt, dann ist das einer Schußfahrt auf der 8er-Bahn in den unteren Umkehrpunkt vergleichbar.
    Bei der 8er-Bahn geht´s danach wieder aufwärts. In der Wirtschaft werden danach die Betriebe dicht, die Arbeitsplätze vernichtet und Menschen desillusioniert sein.

  2. flurdab sagt:

    Was soll man sagen?

    Das Ende des möglichen Wachstums scheint erreicht.
    Erstens scheint der Bedarf gedeckt, zweitens haben viele Menschen auf der Welt kein Geld mehr über für „unnötige“ Ausgaben.
    Letztendlich braucht der Mensch ein Dach über dem Kopf und täglich etwas zu essen. Wenn dies bedroht wird, ist die Anschaffung eines neuen Autos irrwitzig.
    Das müssen nun auch die Gläubigen des heiligen „St. Wachstum“ begreifen.
    Auf einer endlichen Erde muss jedes Wachstum begrenzt sein. In der Natur ist es auch so, ausser beim Krebs. Aber der wuchert auch nur so lang bis sein Wirt verreckt. Also ist auch dieser begrenzt.
    Verknappung von Rohstoffen = Begrenzung.
    Das einzige was wohl nie begrenzt sein wird ist die Dummheit und Arroganz der „Mächtigen“.

    Dann wachst mal schön und frohes Fest,

    Flurdab

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