Kim Yong Il tot: Verordnete Hysterie, Sohn Jong Eun Nachfolger

Nach dem Tod des Diktators Kim Yong Il steht Nordkorea vor einem wirtschaftlichen Scherbenhaufen. Das Land wurde hemmungslos ausgebeutet, die Armut ist so groß wie in keinem asiatischen Land. Kims Sohn wird das Zepter übernehmen.

Wie es mit Nordkorea nach dem Tod von Kim Yong Il weitergeht, weiß niemand. Feststeht, dass das Land praktisch zum Armenhaus Asiens degradiert wurde. Der einzige Zweck der Volkswirtschaft unter Kim Yong Il war die Ausbeutung aller Ressourcen, inklusive der menschlichen, um der kommunistischen Parteibürokratie ein angenehmes Leben zu sichern.

Beobachter zweifeln, dass sich dies nach dem Tod von Kim Yong Il ändern wird. Schon während seiner Erkrankung hatte Kim seine jüngere Schwester, Kim Kyong Hui, und deren Mann Chang Sung Taek, als Nachfolger eingesetzt – bis sein unerfahrener Sohn Jong Eun einmal das Zepter fest in Griff bekommt. Der Zwanzigjährige soll das Land im Geiste Kims weiterführen. In Pjönyang erwartet nach Einschätzung des Politikwissenschafters Brian Myers niemand eine Palastrevolution, denn Kim Yong Il hat den ganzes Staatsapparat mit Blutsverwandten besetzt.

Möglicherweise wird es jedoch Diadochenkämpfe in der zweiten Reihe geben, wo sich jetzt schon Arbeiterführer und Generäle um die Gunst von Jong Eun balgen.

Wirtschaftlich dürfte alles beim alten bleiben – eine gute Nachricht für Investoren, eine sehr schlechte dagegen für das geplagte nordkoreanische Volk.

Für Montag wurde erst einmal eine Staatstrauer verhängt, die das staatliche Fernsehen mit inszenierter Hysterie zur Schau stellt.

Kommentare

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  1. unbekannt sagt:

    Mal abgesehen von der Nomenklatura würde sich das Land noch schneller entvölkern als die ex-DDR wenn die Grenzen offen wären. Obwohl, dann wäre für die auch ganz schnell Schluss mit lustig.

    Wenn man früher über Preußen gesagt hat, dass es eine Armee ist, die sich ein Volk leistet, dann trifft das heute auf Nordkorea zu.

    George Orwell hätte seine Freude gehabt.

  2. ohjehmine sagt:

    Ich sehe keine Tränen, keinen triefenden Rotz und kein einziges Taschentuch!
    Wenn jmd. so heult, müssten die Flüssigkeiten dermaßen runterlaufen, dass diese zumindest mit dem Ärmel aufgewischt werden müssten und dieser triefend nass wäre.
    Gott, was ist das eine verkehrte Welt in der wir leben!