Euro-Rettung: Deutschland zahlt 41,5 Milliarden Euro an IWF

Die Euro-Länder müssen sich selbst retten: 150 Milliarden Euro wollen die Mitgliedsstaaten in den IWF einzahlen. Kein Land außerhalb der EU macht mit.

Die Bemühungen, dem IWF insgesamt 200 Milliarden Euro über die Zentralbanken zu zahlen, sind gescheitert. Nun wird die Eurozone 150 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfond zahlen, erklärte Claude Juncker, der luxemburgische Premierminister. Griechenland, Irland und Portugal müssen als Länder, die selbst unter dem EFSF stehen, kein Geld zur Verfügung stellen.

Ironischerweise müssen auch die Italiener mitmachen (mehr dazu – in Kürze; die gesamte Aufstellung – hier).

Der geringere Betrag kam zustande, weil nur vier der 10 Staaten außerhalb der Eurozone sich bereit erklärt haben, zum neuen IWF-Instrument beizutragen (Großbritannien sagte bereits mehrfach nein – mehr hier), damit dieses der Euro-Zone helfen kann (vor allem Italien steht hier im Zentrum –mehr hier). Dänemark, Polen, Tschechien und Schweden werden demnach zusätzliche Finanzmittel an den IWF zahlen. Eine genaue Vorgabe, um wie viel Geld es sich bei diesen Ländern außerhalb der Euro-Zone handelt wird, existiert nicht. Polen sagte jedoch kürzlich zu, 6 Milliarden Euro bereitstellen zu wollen, und Dänemark sprach vor zwei Wochen von 5,4 Milliarden Euro.

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Kommentare

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  1. DemOoLuXx sagt:

    Die Schulden müssen doch astronomisch hoch für uns sein, denn die, die die Fäden ziehen, leben doch nur von Zinsen und ihr wollt doch nicht das sie hungern?
    Somit mal wieder ein glorreicher Erfolg unserer Eliten… leider…

  2. Colella Giuseppe sagt:

    Es kommt mir langsam so vor als würden die ,so was treiben wie Scheckreiten,da wird ein Schüttelscheck mit einem anderen Schüttelscheck gedeckt.Ist das nicht strafbar?

    MfG

  3. EuroTanic sagt:

    In Deutschland werden die Nullen nie ausgehen, dafür sorgen schon unsere Politiker.

  4. Schulze-60-w sagt:

    Was ist schon Geld – es ist Papier und bald dieses auch nicht mehr wert!
    Dies kann nicht gut enden! Es geht nicht, es rechnet sich nicht, es widerspricht sämtlicher historischer oder auch wissenschaftlicher Erfahrung vom Kollaps der Systeme! Ein Boot bekommt Schlagseite und dann sollte man die schiefgerutschte Ladung noch gut festzurren (?), damit sie schön auf dem Boot bleibt und dazu noch auffüllen, was das Zeug hält, falls doch etwas „absäuft“(?)!
    Ich bin eindeutig für „Elitenbildung“ – die wissen, was sie machen! Den Verstand haben sie schon am Anfang ihre steilgeraden Karriere vergessen – bei so viel geistigem Höhenflug in kürzester Zeit (Beispiele kann wohl jeder finden) – kann das Denken nur auf der Strecke bleiben.
    Leute – kauft euch Schwimmwesten!
    – oder besser: bucht ein Überlebenstraining!
    – oder noch besser: nach Stéphan Hessel – „Empört Euch“ – endlich!

  5. H.F. sagt:

    Dazu ein Artikel:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/iwf-aufstockung-eu-will-waehrungsfonds-milliarden-euro-geben-1.1239428

    Cameron hat die Mithilfe erst mal verweigert und wegen des „fordernden Ton’s, den grosse Euro-Länder angeschlagen hätten“, die Entscheidung auf 2012 verschoben.

  6. luther sagt:

    41.500.000.000 wo kommen die her? Ich dachte Bananistan hat Schulden von über
    2.100.000.000.000? Wo bringen die anderen die Beträge her. Da wird wieder gehebelt und deriviert und getrickst und gegaunert was das Zeug hält. Es ist höchste Zeit, die Ochlokraten aus den Sesseln zu heben und sie der einzig angemessenen Bestrafung zuzuführen.

  7. Knut Hut sagt:

    Wie können deutsche Politiker entscheiden was die unabhängige Bundesbank an den IWF überweist???

    Bisher hat die BuBa noch nicht „ja“ gesagt.