Portugal: China steigt bei Energie-Unternehmen ein

Das erste Kronjuwel Portugals geht an China. Die China Three Gorges Corp. übernimmt 21% am staatlichen Energieversorger EDP und sticht dabei unter anderem die deutsche E.ON aus.

Im Zuge der Haushaltssanierung hat sich Portugal gegenüber der EU verpflichtet, massive Privatisierungen vorzunehmen. Als erstes Kronjuwel gingen 21% des staatlichen Energieversorgers EDP-Energias de Portugal SA an das staatliche Unternehmen China Three Gorges Corp.

Dies ist der erste Fall, in dem ein chinesisches Unternehmen einen signifikanten Anteil an einem südeuropäischen Unternehmen übernimmt. Die Chinesen hatten erst kürzlich angekündigt, bei attraktiven europäischen Firmen einsteigen zu wollen (zu den Hintergründen – mehr hier).

EDP ist verfügt über zahlreiche hydroelektrische Anlagen und versorgt zwei Millionen Kunden mit Strom. Three Gorges betreibt unter anderem einen Staudamm am Jangtse-Fluss.

Um den Anteil an EDP hatte sich neben einem brasilianischen Bieter auch die deutsche E.ON beworben. China ist aufgrund seiner Devisenreserven in der Lage, bessere Preise für Unternehmensanteile zu zahlen als zahlreiche Mitbewerber.

Beobachter gehen davon aus, dass China in weitere europäische Energieversorger investieren wird.

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Kommentare

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  1. Grauber sagt:

    Andrea Rossi – E-Cat – …
    Dr R. Mills Blacklightpower.com
    LENR Ni-H2 cold fusion …

    China hat davon noch keine Kenntnis ?
    Kein Problem, EON auch nicht.

  2. werner henrique tönjes sagt:

    nun doch die gelbe gefahr …

  3. B-Schmitt sagt:

    Portugal: China steigt bei Energie-Unternehmen ein: Geld macht blind.

  4. madame violetto sagt:

    china kauft die infrastruktur, das ist für ein land wie der hebel bei derivaten…..wenn china den strom abschaltet, wird´s volk gefügig!

  5. mandelkern sagt:

    Auch einer der Gründe, warum die EZB jetzt lieber die Geldpresse anwirft.
    Der Zwangsdruck auf die Schuldnerländer, zu sparen und zu privatisieren, kann halt auch nach hinten los gehen, Europa spricht jetzt bald chinesisch.

  6. Druidenstein sagt:

    Ich finde, daß das eine sehr gute Nachricht ist; denn Chinesen planen langfristig. Sie brauchen keine kurzfristige Bilanzgewinne, um Betriebsteile weiter mit Gewinn zu verhökern. Chinesen wollen langfristige operative Gewinne. Gut, für Consultings und Co ist jetzt natürlich kein Geschäft mehr zu machen. Zweitgutachten für das Erstgutachten für den möglichen Investor, einen Baron von Habenichts, und damit verbundene Betriebsausgaben in Millionenhöhe, wird es bei den Chinesen nicht mehr geben.