EU: Van Rompuy ruft 2012 als Jahr des „positiven Denkens“ aus

Der EU-Ratspräsident möchte, dass die Welt glücklich wird. Im Jahr 2011 hat seine EU dazu nicht allzu viel beigetragen. Nun beglückt Herman Van Rompuy die Mächtigen der Welt mit einem Besinnungsbüchlein.

EU Ratspräsident Herman Van Rompuy hat es sich nicht nehmen lassen, neben einer kleinen Ansprache an die Bürger der EU auch ein kleines Weihnachtsgeschenk in die Welt zu schicken: Ein Buch mit dem schönen Titel „The World of Happiness“.

Im Jahr 2011 stand die Euro-Krise mit ihren dramatischen Folgen im Mittelpunkt des Weltgeschehens. Die Völker Europas müssen bluten wie schon lange nicht. Die Politik hat so ziemlich in allen Bereichen versagt und musste den Banken das Ruder überlassen (mehr hier).

Natürlich nerven solche Nachrichten, vor allem jene, die sie zu verantworten haben. Daher hat sich der EU-Ratspräsident, Herman Van Rompuy, etwas ganz Besonderes einfallen lassen. An 200 Regierungsoberhäupter in der ganzen Welt hat er ein Buch namens „The World of Happiness“ als Weihnachtsgeschenk verschickt. In diesem Buch befinden sich 100 kurze Aufsätze und Denkanregungen von Wissenschaftlern und Experten der positiven Psychologie. „Positiv Denken“ ist Van Rompuys Botschaft für 2012.

In einem beigefügten Brief spricht er davon, dass „Glück und Wohlergehen der Menschen unsere Priorität für 2012“ sein sollte. Offenbar weiß er, dass die EU in ihrer gegenwärtigen Verfassung vielleicht nicht als der beste Absender für Glücksbotschaften gesehen wird: „Ich weiß, die Zyniker werden diesen Vorschlag für naiv halten“, schreibt er. Aber es lohne sich, sich dafür aus dem Fenster zu lehnen, denn „positives Denken ist nicht länger etwas für Bummler, Träumer und die ständig Naiven“.

Was die wenigsten wissen oder noch weniger wahrgenommen haben dürften: Der Ratspräsident hält auch jedes Jahr eine Weihnachtsansprache. Dieses Jahr spricht er davon, dass er in diesem Jahr zum ersten Mal mit seiner Enkelin Weihnachten feiern wird. „Und ich bin überzeugt davon, dass sie und die anderen jungen Europäer in einer dynamischen, lebhaften Europäischen Union aufwachsen“ werden.

Kommentare

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  1. Ulrike S. sagt:

    Was hat die EU bisher geleistet? Schulden gemacht und die Selbstbestimmung der europäischen Völker abgeschafft. Die EU ist zutiefst unfähig.