Griechen machen Fußböden und Schränke zu Heizmaterial

Weil sich viele Griechen das Heizöl nicht mehr leisten können, erlebt der Kaminofen eine Renaissance. In vielen alten Häusern werden in den Zwischengeschossen die Fußböden herausgerissen, um Brennholz zu gewinnen. Einem satirischen Bericht zufolge, will das Finanzministerium die Bürger mit einer neue Steuer zurück zum Heizöl zwingen.

Nach dem immensen Anstieg der Heizölpreise erfreut sich der Kaminofen in Griechenland neuer Beliebtheit. Zum Heizen greifen Griechen auf alles zurück, was nicht niet- und nagelfest ist.

Die steigende Zahl der Maßnahmen, die von der Regierung getroffen werden, um den griechischen Schuldenberg unter Kontrolle zu bringen, regen inzwischen schon die Phantasie griechischer Parodisten an: Das Finanzministerium wolle nun mit einer Sondersteuer für Brennholz gegen die steigende Popularität des Kaminofens vorgehen, hieß es in einer satirischen Meldung der Website „MoufaNet“:
Das Patentrezept der griechischen Regierung heißt: Steuer. So reagiere Griechenlands Finanzministerium nun auch auf die massiven Verluste bei den Heizöleinnahmen mit einer neuen Steuer – diesmal für Brennholz. Damit solle nun ein neuer Anreiz zur Nutzung des Heizöls geschaffen werden, wie das Nachrichtenportal Protagon scherzhaft berichtet.

Infolge der dramatisch gestiegenen Heizölpreise – die zu Zeiten der Krise für die meisten Griechen unbezahlbar sind – waren viele auf die alternative Nutzung von Kaminen und Heizöfen umgestiegen. Geheizt wird mit allem was brennbar ist: Vom Holzfußboden über Schränke bis hin zu Holzvertäfelungen.

Zudem hätten viele Hausverwaltungen darauf verzichtet, überhaupt Heizöl zu bestellen – ein zusätzlicher Einbruch des Heizölverbrauchs folgte. Der Ausschuss des Wirtschaftsministeriums greift daher zu einer „Korrekturmaßnahme“. Ziel: Die Nutzung alternativer Heizmöglichkeiten unattraktiv machen und den Blick zurück zum Heizöl wenden.

In der ersten Phase der Besteuerung plane das Ministerium für Kaminholz und Brennholz eine Angleichung des Preisniveaus an Hölzer, die für Möbel, Fußböden und Innenräume verwendet werden. Es ist von einer schrittweisen Ausweitung die Rede, die das Loch des Staatshaushalts langsam stopfen soll. Ausgenommen von der Besteuerung sei lediglich das von der Kirche genutzte „heilige Holz“.

Hinweis: Auf den ersten Blick wurde die Meldung auch von der Redaktion nicht als Parodie erkennt. Glücklicherweise machte uns ein Leser darauf aufmerksam.

Kommentare

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  1. Grauber sagt:

    Das vierte Jahr in Folge:

    Keine Heizung trotz Kälte.
    Thermokleidung im Wohnzimmer, Mütze auf dem Kopf.
    Drei mal täglich 1 Std. gut Lüften –

    Ich lebe erfolgreich mit den Jahreszeiten …. “ UND SIE KÖNNEN DAS AUCH „.

  2. Hans-Peter sagt:

    Ist es eigentlich zu viel verlangt das man in einer deutschen Zeitung solche schwachsinnigen Meldungen erst einmal überprüft bevor man so was als „Nachricht“ verkauft?

    Das ist nicht das erste Mal.Ein bisschen mehr Seriosität bitte!

  3. Justin Time sagt:

    Ich gehe davon aus, dass die Griechen nicht das gesamte Holz verbrennen. Einen Teil werden sie sicher behalten, um deftige Knüppel daraus zu schnitzen. Am besten aus Hartholz.

  4. isoldekron sagt:

    wer immer noch glaubt, das könnte uns in unseren heimsichen gefilden nicht auch drohen, na, der erinnere sich mal an Ende 2009, die Prognosen für GR waren damals noch recht verhalten. Dass die Wirtschaft inzwischen um nahezu 30% zum Vorjahr geschrumpft ist, die Arbeitslosigkeit bei über 20% liegt, immer mehr Menschen nicht mal mer was zu essen haben – und das in einem Land der europäischen Union – die Partnerländer nichts im Hilfsgepäck haben als noch mehr Fesseln, Knuten, Knüppel, die Schulden immer weiter steigen….

    Hurra Europa – Heil Europa – bin gespannt, wann der erste Adolf wieder den Kopf über die Grasnarbe erhebt…die deutschen Staatsorgane sind ja schon schön braun…

  5. Nokeli sagt:

    Das ist nur Satire auf dem Steuerwahnsinn! Steuer auf Brennholz ist eine „Ente“! Bitte die Quelle überprüfen!

    • redakteur sagt:

      Lieber Nokeli!
      Danke für den Hinweis. Bei der Meldung handelte es sich tatsächlich um Satire.
      Wir haben den Text entsprechend verändert.

      Die Redaktion

  6. Ulli Schaller sagt:

    Bisher kein Problem.
    Heizöltanks wurden schon vor 15 Jahren verkauft.
    Gasheizung wurde vor 5 Jahren stillgelegt.
    Das ganze Haus wird mit einem wunderschönen Kachelofen beheizt, der mit Holz aus dem eigenen Wald befeuert wird.
    Allerdings werde ich nun den Brennholzbestand für mehrere Jahre aufstocken; denn
    Deutschland wird nach den ganzen „Rettungen“ sehr schnell „Griechenland“ sein.
    Aber wird das „sicher“ sein ? Möglicherweise wird der Staat auch die vorhandenen Brennholzbestände abschätzen und mit Steuern belegen. Wir werden sehen.
    Mittlerweile kann der Eindruck entstehen, dass in den Klapsmühlen ein Austausch der Insassen stattfinden muß.

  7. Colella Giuseppe sagt:

    Dann muss die Kirche eben alle Hölzer segnen.Ich sende euch nach Hellas(Griechenland)einen Weihnachtlichen Trost unserer(jetzt sind es durch die Eu auch Unsere,wie lange weiss ich nicht) Vorfahren

    -Wer die Armut nicht verträgt,verträgt auch den Reichtum nicht.-(Seneca)

    Frohes Fest Europa

    Wie hies der,der so reich war, dessen Besitz so gross war,dass Flüsse darin entsprangen und im Meer mündeten und am Ende seines Lebens bei seinen Verwandten um ein Glass Wasser betteln musste?Er fällt mir nicht ein.(das stammte aus der selben Schule, Seneca)

  8. duengerfuerpalmen@web.de sagt:

    Quadrillion ?
    Diesen inkompetenten Dreckshaufen nennst Du Staat!

    Ich denke zwischen den Worten dekadent und Schmarotzerkaste würde sich das Wort parasitär gut einfügen?

  9. KC sagt:

    Leider ist Ihnen beim Abschreiben dieses Artikels entgangen, dass der ursprüngliche Artikel der Quelle Protagon.gr/MoufaNet (http://www.protagon.gr/?i=protagon.el.moyfanet&id=10639) eine Parodie war. 🙂

    Im griechenlandblog wird dies auch erwähnt – ganz unten.

    Traurig finde ich, dass die frierenden Griechen nun tatsächlich die Reste der Wälder verheizen, die die sommerlichen Brände übriggelassen haben…

    Schöne Weihnachten!

    • redakteur sagt:

      Liebe(r) KC!
      Danke für den Hinweis. Bei der Meldung handelte es sich tatsächlich um Satire.
      Wir haben den Text entsprechend verändert.

      Die Redaktion