Griechenland: Abgeordnete fordern 200 Millionen Euro Nachzahlung

Während das griechische Volk unter den massiven Sparmaßnahmen stöhnt, klagen nun ehemalige Parlamentarier auf Nachzahlung ihrer Diäten. Sie haben gute Chancen, über den Rechtsweg 200 Millionen Euro zu erstreiten

Über 100 pensionierte und ehemalige Abgeordnete Griechenlands beanspruchen Diäten-Nachzahlungen und Entschädigung von immateriellen Schäden, die sich schätzungsweise auf rund 200 Millionen Euro belaufen. Dafür haben sie beim Verwaltungslandesgericht Athen Klagen eingereicht, wie die griechische Online-Zeitung in.gr berichtet.

Im Jahre 2006 beschloss das Besoldungsgericht, dass die Gehälter von Justizbeamten erhöht werden sollten. Dieser Aufschlag wurde den Abgeordneten anscheinend nicht gezahlt, daher fordern sie nun die Differenzen ihrer Bezüge mitsamt den Zinsen ein. Je nach Dauer der Amtszeit, schwanken die gestellten Forderungen der Kläger. Hinzu kommen Schadensersatzforderungen in fünfstelligen Bereichen infolge der nicht gezahlten Bezüge.

Zu den Klägern gehören vor allem hochrangige Abgeordnete der beiden größten Parteien Griechenlands. Das sind zum einen die Liberal-Konservativen der Nea Dimokratia und zum anderen die Sozialdemokraten der PASOK. Von den eingereichten Klagen wurden bisher zwei teilweise genehmigt und eine abgelehnt. Der Großteil wird bisher noch beim Rechnungshof hintenangestellt (mehr dazu, unter anderem mit einer Liste der Abgeordneten – hier).

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Kommentare

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  1. ahnungsloser sagt:

    Dieser Artikel ist abgeschrieben, man hat nur ca. 75 % übernommen. Im ganzen Artikel kann man erkennen bei welchen Institutionen die Klagen sich gegenwärtig befinden und welche Aussichten bestehen die Klagen zu gewinnen. Also liebe Redaktion ein bischen mehr Fleiß wäre angebracht oder geschieht es bewußt ?

  2. Colella Giuseppe sagt:

    Sorry, noch ein Nachtrag
    Prozessdauer hin oder her,man bräuchte dort nur so Etwas, in einer etwas umgebauten Art, aber in der Möglichkeit ,wie uns hier ,die Deutschen Mittelstands Nachrichten Site anbietet,und die Liste der Namen der nimmersatten Kläger darin veröffentlichen,dann würde der Schnee der Zeit sofort hinweg schmelzen,und so manche Ihrer damaligen verdauten Haufen würde erscheinen, an denen könnten sich dortige Rechtsanwälte scharenweise eine goldene Nase verdienen oder zumindest ein freiwilliger Vergleich von der Kläger Seite in einer evt. Sammelklage, in der doppelten Höhe Ihrer Forderung, zugunsten des Staates würde rausspringen.Besser wär es aber allemal , wenn das Gericht in einem neutralen Land der Eu wäre, der dann die Exicutive dort folgen müsste. Wäre das, zum Beispiel keine Quelle, Herr Monti?Ohh, nicht vorstellbar, wenn dies manche der dortigen- Onorevoli- lesen würden.Eine sittliche Verderbung der Jugend durch das Internet würde bald auf der Tagesordnung stehn.Das Volk schreit nach einer stärkeren Zensur,würde bald gesendet werden.

    MfG

  3. Colella Giuseppe sagt:

    Die können einreichen was Sie wollen nach 5Jahren bekommen Sie dort dann erstmals einen Gerichtstermin und wer weis ,wer von den Klägern nach 10Jahren beim evt,Urteilsspruch noch lebt

    MfG

  4. Inbrevi sagt:

    Nachdem Sarkozy, Schäuble/Merkel,Juncker, Baroso und anderen Gallionsfiguren und Auftragsgangstern die für dieses neuartige „freiheitliche Demokratie- Verständnis“, wie es der despotischen EU /EURO- Administrtion eigen ist, stehen, nach langer Planungsphase endlich gelungen scheint das ersehnte Ziel- die Vernichtung der souveränen Nationalstaaten- zuerreichen, könnten diese willfährigen Affen doch mal zeigen welche Macht sie haben und was ihnen das Volk wert ist.

    • Munnie sagt:

      Aus diesem Satz kann man locker 3 machen.
      Mal drüber nachdenken. Dann ist der Text auch verständlich.

  5. Janine sagt:

    Das sind doch sogenannte „peanuts“ – in Deutschland und Österreich geht es nicht anders zu, nur schaut man den grieschichen Raffkes jetzt etwas mehr auf die langen Finger. Westerwave und Pobereit lassen herzlich güssen oder haben SIE heute noch nicht Geguttenbergt? 😉

  6. Chris sagt:

    Das ist kein griechisches Phänomen, wie uns Herr Eichel dieses Jahr bewiesen hat. 7000 EUR Pension !!!monatlich!!! für totales Versagen reichen offensichtlich nicht.

    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/ex-finanzminister-hans-eichel-scheitert-mit-pensionsklage/5884942.html

  7. Ulli Schaller sagt:

    Das ist doch kein Problem.
    Herr Schauble wird im Haushalt wohl einen Ausgabeposten finden, der um läppische 200 Millionen EUR gekürzt werden kann, um die Griechen bei ihren Sparanstrengungen zu unterstützen.