Arjo Klamer: „Euro-Crash wäre weniger schlimm als das langsame Sterben“

Der niederländische Ökonom Arjo Klamer hält die Euro-Zone in ihrer gegenwärtigen Form für nicht überlebensfähig. Klamer glaubt, dass die Finanzwirtschaft alles unternimmt, um den Crash hinauszuzögern. Der Euro sei eine Ideologie geworden, an der mit religiösem Pathos festgehalten werde.

Die Niederlande waren einst das Mutterland der EU. Heute sieht die Lage vollkommen anders aus. Der niederländische Wirtschaftsprofessor Arjo Klamer von der Erasmus Universität Rotterdam sagte den Deutschen Mittelstands Nachrichten: „Mehr als die Hälfte der Niederlande sind gegen den Euro, wie jüngste Umfragen gezeigt haben.“ Die Niederländer glauben, „der Euro ist eine Sache des Establishments und nicht des Volkes“. Er stelle fest, dass seine Landsleute langsam aber sicher, „richtig wütend über den Euro werden“. Sie stellen nämlich fest: „Am Ende werden wir die Rechnung bezahlen.“ (Darum fordern sie zumindest mehr Anerkennung – mehr hier)

Der Vertrag von Maastricht - als die EU noch in den meisten Ländern herzlich willkommen war. (Foto: European Parliament)

Der Vertrag von Maastricht - als die EU noch in den meisten Ländern herzlich willkommen war. (Foto: European Parliament)

Klamer glaubt nicht, dass der Euro überleben kann: „Wir haben in Europa nie die Voraussetzungen für eine gemeinsame Währung geschaffen. Voraussetzungen sind eine starke Gesellschaft, ausreichende Solidarität und Demokratie. Darauf aufbauend, muss es ein politisches System geben, welches von den Bürgern legitimiert ist. Erst dann kann man eine gemeinsame Währung einführen. Wir haben es in Europa genau umgekehrt gemacht und mit der Währung begonnen, ohne alle anderen notwendigen Bedingungen. Das kann nicht funktionieren.“

Klamer, der schon Ende der 90er Jahre das Ende des Euro für 2010 prognostiziert hatte, will sich von dieser Prognose nicht abbringen lassen und ist eher erstaunt: „Damals wurde ich für verrückt gehalten, heute will keiner mehr mit mir wetten!“

Prof. Arjo Klamer von der Erasmus Universität Rotterdam. (Foto: Wikipedia)

Prof. Arjo Klamer von der Erasmus Universität Rotterdam. (Foto: Wikipedia)

In seiner gegenwärtigen Form ist der Euro nicht nachhaltig, meint Klamer. Daher werde der Euro zerfallen. Die Frage sei nicht ob, sondern wie. Klamer: „Ein plötzlicher Crash wäre besser als das langsame Sterben. Denn dann haben wir zwar kurzfristig einen sehr schmerzhaften Prozess, können uns jedoch wieder rasch erholen. Das hat man in Argentinien gesehen, wo nach etwa einem Jahr bereits die Erholung eingesetzt hat, nachdem im Jahr 2000 der Peso vom Dollar abgekoppelt wurde.“

Dagegen werden sich die Euro-Eliten so lange als möglich sperren, meint Klamer: „Der Euro ist zu einer Ideologie geworden. Sie merken das am religiösen Wortschatz, der gebraucht wird, an den fast evangelikalen Ausdrücken wie Armageddon, Kollaps mit unvorstellbarem Ausmaß und ähnliches mehr.“ Daher werden die Eliten versuchen, „sich so lange als möglih durchzuschwindeln“. Denn profitiert habe vom Euro vor allem die Finanzwirtschaft: „Die Niederlande und Deutschland haben nicht profitiert. Export-Überschüsse haben wir auch vor dem Euro gehabt. Ich glaube eher, dass uns die Export-Erfolge geschadet haben. Sie haben unsere Handelsnationen nämlich träge gemacht, weil man sich ja ohnehin auf den schwachen Euro verlassen konnte. Da hat dann die Innovation darunter gelitten, und die Eroberung von neuen Märkten ist unterblieben.“

Die Finanzwirtschaft habe dagegen vom Euro erheblich profitiert: „Sie haben Schuldenberge aufgebaut, die die Konsumenten wieder abtragen müssen. Die Banken haben die reale Wirtschaft als Geisel genommen. Wir laufen und arbeiten nur noch für die Banken.“

Klamer sieht verschiedene Szenarien, die das weitere Lavieren in Sachen Euro durchbrechen könnten: „Entweder eine Griechenland-Pleite, denn dort ist noch lange nichts gelöst. Oder ein Bankenkollaps, der bei dem verheerenden Zustand, in dem sich Europas Banken befinden, sehr schnell geschehen kann. Ober aber politische Unruhen im Zuge der immer radikaleren Sparprogramme.“ Der Euro habe in diesem Zusammenhang auch die Solidarität der Völker Europas zerstört: „Noch nie seit der Einführung der EU haben wir derart viele Spannungen und Vorurteile in Europa gehabt.“

Aus Gesprächen mit führenden niederländischen Beamten wisse er, dass sich auch die Regierung in Den Haag bereits ernsthaft mit dem Szenario eines Euro-Crashs beschäftige. Klamer: „Privat sprechen hohe Beamte ganz offen über alternative Optionen.“

Eine Voraussetzung für einen funktionierenden Wirtschaftsraum hält Arjo Klamer für besonders wichtig: „Geschäftsbanken und Investmentbanken müssen getrennt werden. Wir können nicht das Risiko von Spekulationen auf die Gesellschaft abwälzen.“ Diese grundlegende Veränderung sei unabdingbar – und zwar mit und ohne Euro.

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Kommentare

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  1. Alter Knacker sagt:

    Man hat uns erzählt, dass alles besser wird mit dem €. Aber, besser kannes nur werden, wenn mehr produziert wird. Und wer mehr fressen will als er produziert, der muss lügen, betrügen, klauen, räubern, abzocken. Und wenn alles nichts nützt, dann muss ein neuer Krieg angefangen werden. Das Muster hierfür bietet der erste Weltkrieg. Die Völker Europas gegeneinander aufhetzen. Gräuelpropaganda betreiben, wie gehabt. Die Hetzer sind immer die Plutokraten, die Herrscher des Geldes. Nie der arbeitende, der produzierende Teil der Menschen. Diese Menschen müssen durch immer mehr Arbeit immer mehr ausgebeutet werden, solange, dass sie keine Zeit mehr zum Denken haben. Und dem Rest, den Arbeitslosen, gibt man BamS, Bild und Glotze, und ein Bier dazu. Wie geht es uns doch gut. Was habt Ihr eigentlich für Probleme? Selber denken, wo kämen wir denn hin? Uns gehts doch gut, wir haben Dienstleister, die denken für uns. Unsere vom Volk unabhängigen, von Verantwortung freien Abgeordneten. Und die können nicht einmal wegen Politkorruption belangt werden. Die bekommen EHRENSOLD, bis an das Ende Ihrer Tage, wenn sie das Volk besch…. . Die Ursache für all diese schönen Dinge liegt schon in der “Umerziehung” nach ..45 begründet. “Indirect Rule”, das angloami Systen der Kolonialregierung. Mal informieren. Wacht auf, Leute. Wenn ihr weiterschlaft, wacht Ihr in der Diktatur der Plutokraten auf, und dann Gnade euch, Gott.

  2. H. Friedrich sagt:

    “Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.”
    Diese Worte von Heinrich Heine sollten uns wachsam machen für alle Aktivitäten der Regierenden, die sich immer wieder Extra-Touren leisten, um ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Die Regierenden haben ja nun so viele Baustellen, Eurokrise,
    Arbeitslosigkeit, Atomausstieg und … und…und. Dabei ist das alles letztlich nur darauf zurückzuführen, dass nicht der Mensch, sondern der Profit im Vordergrund steht. Beim
    Thema Arbeitslosigkeit wird auf Wachstum als Heilmittel gesetzt. Wer soll dann die
    vermehrten Waren kaufen, wenn dagegen immer weniger in der Lohntüte steckt ?
    Ich meine, helfen kann dabei nur schrittweise eine Verringerung der Arbeitszeit mit entsprechenden Lohn- und Gehaltsausgleich. Es muß natürlich untersucht werden, in welchen Berufen das machbar ist. Dann können zusätzliche Arbeitsstellen eingerichtet werden. Nun werden die entsprechenden Leute fragen, wovon das bezahlt werden soll.
    Da kann ich nur sagen, na aus dem erarbeiteten Mehrwert. Wenn sich dann Unternehmer dagegen sträuben, ist es doch ein schlagender Beweis, dass das kapitalistische System ein Hemmschuh bei der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft ist. Damit ist auch klar, dass es gesellschaftlicher Änderungen bedarf.
    Die “doofe Masse” führen sie dabei am Nasenring durch die Manege. Dabei ist Demokratie in ihren Augen nur dann akzeptabel, wenn sie ihnen nützt.
    Was ist das auch für eine Demokratie, wenn der Bundespräsident den Medien einen
    Maulkorb verpassen will. Kaum ist ein derartiges Ei auf der Welt, folgt gleich ein Neues.
    Das Bundesverkehrsministerium verpasst dem Bundesumweltamt einen Maulkorb,
    die Studie über die Lärmbelastung des neuen Flughafens in Schönefeld nicht zu
    veröffentlichen. Über allem schwebt dann noch die ungewisse Zukunt mit dem Euro.
    Die Euro-Krise ist dabei hausgemacht. Der Euro wurde überhastet eingeführt, eine
    feste Basis wäre es über eine gewisse Zeit gewesen, etwa ähnliche Sozialstandards
    in den Euro-Ländern zu entwickeln und zu versuchen, das Niveau der Volkswirt- schaften anzugleichen. Dann hätte eine gute Voraussetzung bestanden, einen
    erfolgreichen Euro zu installieren, der dann gewiß bei Währungsturbulenzen sehr
    viel stabiler gestanden hätte. Aber es gab Leute, denen war die Einführung wichtiger als der Bestand. Dieses ganze Hin und Her beschwört aber dann den Ruf nach Wiedereinführung der DM. Ich befürchte, am Ende wird ein Selbsttor übrig bleiben.
    Schade !

  3. KH sagt:

    Das Eurogeld wird sich in bequemes überwiegend papiergeldloses Zahlungssystem entwickeln mit scheinbaren Vorteilen für alle, für den Staat, für die Hygiäne, für das Handling im Alltag etc. Es wird zu einem Gebrauchsgeld werden das sich langfristig nicht mehr als Wertaufbewarungsmittel eignet, wenn wir die Euro-Nord- und Euro-Süd-Geld-Version nicht wollen. Bei der jetzigen Version profitiert die nördliche Hälfte von besserer Arbeitsauslastung mit dem Nachteil für steigende Transferzahlung in den südlichen Teil. In der Nord-Süd-Aufteilung hat der Süden die Chance seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern um so wieder in Eigenverantwortung selbst auf die Beine zu kommen. Wobei jedoch auch viele aus dem Süd-Euro-Bereich lieber bei einem stabileren Euro wie im Norden bleiben würden. Allerdings ginge dies nur mit restriktiven Massnahmen und Haushaltsüberwachung der Zentrale plus einem Aufbauprogramm zur Wirtschaftsbelebung, wie z.B. durch Sonnenergiegewinnung, etc.

  4. Immanuel sagt:

    Herr Klamer hat Recht:”Wir können nicht das Risiko von Spekulationen auf die Gesellschaft abwälzen.“ Diese grundlegende Veränderung sei unabdingbar – und zwar mit und ohne Euro.”

  5. louis-portugal sagt:

    Völlich einverstanden.
    Es isst wie eine Art Religion.der kranken Socialisten.

  6. annadomini sagt:

    Davos am 28. Januar 2005 Gerhard Schröder :”Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. Ich rate allen, die sich damit beschäftigen, sich mit den Gegebenheiten auseinander zu setzen, und nicht nur mit den Berichten über die …..

    :D EUTSCHER wOHLSTAND ;-)

  7. ivan sagt:

    Merkel: Scheitert der EURO scheitert Europa.
    Ivan: Scheitert der EURO scheitert die BRD-Gmbh

  8. General-Investigation sagt:

    Mir war es schon immer ein Rätsel, wie man so viele völlig unterschiedliche Länder zu einer Währung bringen kann, so das alles klappen könnte. Nicht nur das die Wirtschaften völlig anders sind, jedes Land völlig andere Voraussetzungen hat, sondern auch der Euro aufgezwungen wurde, ohne die zu fragen, die diese Entscheidungen hätten treffen sollen. Das es richtig gewesen wäre die jeweiligen Völker abstimmen zu lassen, bewahrheitet sich doch jeden Tag immer deutlicher. Der Bürger hat schon frühzeitig begriffen, was hochbezahlte und studierte “Experten” niemals begreifen werden. Jeder private Firma wäre schon lange Konkurs gewesen, jeder Private Haushalt wäre derart in den Miesen gelandet, das man dort nicht mehr heraus käme.
    Aber diese Fachleute wussten ja alles besser; immerhin haben Sie studiert und nur Studierte Menschen können denken.

    Ja von wegen, Sie haben einmal mehr bewiesen das Sie nichts können ausser dummes Zeug reden. Von Wissen sind Sie noch Lichtjahre entfernt, dieser erbärmliche Haufen Theoretiker!

    • Gold ist Geld sagt:

      Genau so ist es! Die Wirtschaft funktioniert genauso wie die Schwerkraft. Durch die Marktteilnehmer (Menschen). Deswegen kann es niemals funktionieren, mit mehr Geld mehr Wohlstand zu schaffen. Mehr Wohlstand kann man nur durch Arbeit und vernünftigen Einsatz des dadurch entstandenen Mehrwerts (Kapital) schaffen. Niemals durch Gelddrucken und schon gar nicht durch Umverteilung und den damit verbunden Kosten einer sich selbst vermehrenden und den Wirt zerstörenden Klasse (Politik/Bürokratie).

  9. Munnie sagt:

    @admin
    Ich bitte doch darum, bevor Links eingestellt werden, diese auf ihren Aussagegehalt zu überprüfen.
    Der genannte Link endet da, wo dem Titel nach Informationen erst anfangen. Außerdem sind in der kurzen Einleitung schon etliche Fehler bzw. Falschinterpretationen enthalten.
    Das ist typisch Kopp. Hauptsache reißerische Titel und Texte.

    Ich habe bisher 2 Mails an Kopp geschickt, um auf eklatante Fehlinformationen bzw. -aussagen hinzuweisen. Reaktion: Null
    Das ist kein guter Stil.

    • redakteur sagt:

      Wir überprüfen alle Links. “Admin” ist ein User, der sich diesen Namen gegeben hat. Um Verwirrung zu vermeiden, werden wir keine Kommentare von “Admin” mehr freischalten. Die Redaktion

      • Munnie sagt:

        @Redaktion
        Ja, mir war schon klar, das @Admin ein User ist. Ich meinte auch nicht die Redaktion, sondern genau diesen User.
        (Hatte befürchtet, dass mit diesem Nicknamen Verwirrungen auftreten.)

  10. TT sagt:

    An dieser Stelle einmal einen großen allgemeinen Dank für die Bemühung ihrer Zeitung, aus der Euro-Kakophonie der üblichen Hofpresse auszuscheren und den Finger in die klaffende Wunde zu halten.

    Ihre Berichte dürften beim überwiegenden (Online-Zeitung lesenden…) Teil der Bevölkerung hierzulande sehr plausibel und überzeugend wirken.

    Toll auch, dass bei Ihnen ab und an wichtige Artikel aus Zero Hedge Eingang finden. Andererseits dienen ihre Artikel widerum zahlreichen Bloggern als Quellverweis und dürften dadurch über die “offiziellen Zugriffszahlen” auf ihre Zeitung hinweg in zahlreichen Bloggs und Foren Eingang finden.

    Hier liefert ifo-Chef Hans-Werner Sinn einen weiteren Beleg der völlig verblödeten Eurokonstruktion: Ab Sommer 2007 kam sämtliches Geld für Griechenland und Portugal aus der Druckerpresse – die “Totalrettung”, so nennt Sinn dies, dauert nunmehr 4 Jahre. Hans-Werner Sinn – rechnet 4 Billionen Schulden vor:

    http://www.youtube.com/watch?v=2IMtloBNxhU&feature=player_detailpage#t=11s

    • Munnie sagt:

      Ein äußerst interessanter Vortrag von H.W. Sinn. Er spricht Klartext. Da gehen Lichter auf.
      Danke !

  11. geisterhoernchen sagt:

    “Darauf aufbauend, muss es ein politisches System geben, welches von den Bürgern legitimiert ist. Erst dann kann man eine gemeinsame Währung einführen.”

    Man muss es immer und immer wieder sagen: Wichtiger als jede andere Voraussetzung für die Einführung einer gemeinsamen Währung sind einigermaßen gleiche soziale Bedingungen und ähnliche ökonomische Voraussetzungen, sonst zerfällt jede Gemeinschaftswährung auf diesem Planeten!

    Die sind in Europa bis heute nicht vorhanden und der einzige Schutz/Instrument des Ausgleichs gegen ungleiche soziale und ökonomische Bedingungen wäre die Auf- und Abwertung eines Wechselkurses zwischen unterschiedlichen Währungen, aber die gibt es natürlich selbstredend nicht mehr.

    Alles andere im Artikel vorgetragene Inhalte unterstütze ich. Guter Artikel!

    • Gold ist Geld sagt:

      Auch wenn die Banken untereinander mit “Spielgeld” investieren sollten, wird das früher oder später die Regierungen treffen, denn die werden immer wieder die Regeln verletzen, damit sie gewählt werden und dann doch auf das Spielgeld zurückgreifen. Nur durch die Fähigkeit Zwang auszuüben und umzuverteilen wählen die Leute doch überhaupt. Daß die einflußreichsten “Wähler” die Konzerne, Reichen, usw. sind und nicht der Michel, sollte doch nunmehr jeder erkannt haben.
      Dieses politische System wurde nur erschaffen, um an den seit hunderten von Jahren bestehenden Machtverhältnissen NICHTS zu ändern. Während der industriellen Revolution und den Jahrzehnten danach wurde erkannt, daß eine arbeitsteilige Welt Wohlstand schaffen kann, insbesondere durch den Lernfaktor, den Arbeit nunmal beinhaltet, und durch die Abgabe eines Lohnes, über den frei verfügt werden konnte. Damit schuf man sich im eigenen Lager Konkurrenz, solange jeder Zugang als eigener Produzent zum Markt hatte. Dies mußte verhindert werden, mit Erfolg, denn wer sich heute auf die Straße stellt, um einfach so selbstgebackenen Kuchen zu verkaufen, hat mit saftigen Strafen zu rechnen. Und das gilt für fast alle Anstrengungen, sollte man versuchen, der faschistische Elite ans Bein zu pinkeln.
      Deshalb werden ja nun auch natürliche Heil- und Nahrungsergänzungsmittel einem Zugangsverfahren oder der Verschreibungspflicht unterworfen, damit jeder die krankmachende und selbstverständlich zugelassene Chemiescheiße der Pharmakonzerne kaufen muß, da die Zulassungsverfahren für Heilkräuter herstellende Unternehmen zu teuer sind.

  12. khaproperty sagt:

    So ist es.
    Meine Rede (beinahe wörtlich) seit die EZB ihre Unschuld verlor im Mai 2010.

  13. Gast sagt:

    Freunde der Nacht und des schmackhafen Alkohols,

    Ihr macht Euch zu viele Sorgen.
    Habt Vertrauen. Noch gestern hat unser ehemaliger Finanzminister Theo Waigel (Augenbraue) in seiner Weihnachtsansprache bei Welt erklärt der Euro würde noch 400 Jahre
    bestehen. Als junger Mann hatte er schon die Visionen zu Europa die er im Alter umsetzen durfte. Wenn das solch ein ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsexperte sagt kehrt Ruhe
    und Vertrauen bei mir ein, zumal THEO das Finanzgenie auch noch vor kurzem in einem Interview in der Süddeutschen Zeitung Eurokritiker als Psychopaten bezeichnete.

  14. Albert Albern sagt:

    Tja, durch die Einführung des Euro ist die Europäische Union zu einer Art “Siamesische Zwillinge” geworden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Siamesische_Zwillinge

    Die EU besteht aber natürlich aus viel mehr Individuen, welche durch den Euro so fest aneinander geklebt wurden, dass sie sich nicht mehr frei bewegen können.

    Und dass die Politiker nur noch fest zu ihrer Verantwortung gegenüber den Banken und dem Finanzsystem stehen, ist irgendwie nachvollziehbar…
    Sie haben keine andere und schon gar keine eigene Ideen.

    • Gold ist Geld sagt:

      “Die EU besteht aber natürlich aus viel mehr Individuen, welche durch den Euro so fest aneinander geklebt wurden, dass sie sich nicht mehr frei bewegen können.”

      Und ich hoffe, daß darin der Irrtum besteht. Denn die Individuen kennen sich seit mehreren Jahrzehnten durch gegenseitige Besuche, die wohl zu 99 % positiv verlaufen sein dürften. Aus meiner Sicht besteht das größte Problem der Vernetzung dieses Individuen darin, eine gemeinsame Sprache zu finden, in der man sich austauschen kann. Geistig, schätze ich, sind 65 % der Europäer einer Meinung: weg mit der EU und weg mit dem Euro.

  15. Lamberto sagt:

    Kommendes Jahr müssen wir in Holland ach viel sparen.
    Heute leben bereits 1.000.000 Menschen unter der Armutsgrenze.
    Wir haben in 2011 als Staat € 22.000.000.000,- mehr ausgegeben dann eingenommen.
    Privatpersonen gehen Pleite wen sie das machen.
    Wir sind es sät um die „ Geld Schweine“ die uns ausrauben noch mehr zu füttern.
    Es wird in Europa nicht lange mehr dauern dann werden soziale Unruhen enden in ein Bürgerkrieg.
    Ich habe geträumt das die empörte Volksmasse das Bank Gespenst aus Europa will entfernen, durch die unbenützte Kranen in Spanien zu verwenden.
    Was passiert als die Volksmasse böse wird hat man gesehen in 1789 bei der Bestürmung von der Bastille.
    Damals hat die Französische Bevölkerung in Paris ein Aufstand angefangen um sich zu befreien von ihrem elitären Blutsauger.
    Soll der Geschiegte sich wiederholen?

    • Gold ist Geld sagt:

      Das Papiergeld und das Teilreservesysten (fractional reserve banking) müssen weg. Banken ansich sollen wieder Dienstleister für Zahlungsverkehr und Anleger (Investoren) werden. Aber der freie Handel und die offenen Grenzen müssen bleiben. Außerdem muß sich die freie, allgemeine Bevölkerung bewaffnen, um gegen ihre Peiniger und Kriminelle gerüstet zu sein.
      Und wir müssen Englisch lernen und sprechen, damit wir als freie nationale Völker uns untereinander verständigen können. Ohne eine weitere Sprache ist man der nationalistischen Propaganda hilflos ausgeliefert. Zumindest die Amerikaner versuchen ihre Freiheitsrechte noch auszuschöpfen, dort gibt es hunderte von privaten Radiosendungen, die für die Freiheit und Verfassung der Menschen einstehen.

      • Steppenwolf sagt:

        Nun ja, wer seine Muttersprache aufgibt, der gibt sich selber auf. Ansonsten
        auf die Amerikaner würde ich nicht setzen. Da wurde gerade der NDAA
        ( S 1867 ) abgesegnet wonach jeder mißliebige ohne rechtlichen Beistand
        auf unbestimmte Zeit weggesperrt werden kann und die Lager werden
        bereits eingerichter. Nun und wir haben den Lissabonvertrag da wird der
        Schußwaffengebrauch gegen Aufmüppfige in der EU autorisiert.

    • Gold ist Geld sagt:

      Nicht nur hier verteilen: Auch wenn man sich bei den Schafen zum Affen macht (Kopp – huch – die sind ja rechtsradikal!). Solange weiter nerven bis man die überflüssigen Schafe in seinem Umfeld erkannt hat!

  16. zeitraum sagt:

    … und wenn ein anderer, größerer Plan dahinter steckt??? Und “sie” (wer immer das sein mag: Bilderberger, Freimaurer, Rothschilds etc.) sagen uns sogar nich ganz genau, wann der “Showdown” stattfindet: am 21.12.2012!

    Alle “dumm-manipulierten” (95 % ???) Weltbürgerinnen und -bürger werden an diesem prophezeiten Tag das Unheil als Gott-gegeben über sich ergehen lassen … usw.

    Das ist lediglich ein Axiom – es könnte ja durchaus so stattfinden, vor allem dann, wenn man weiß, dass das sagenumwobene Datum “21.12.2012″ erst vor relativ kurzer Zeit aufgetaucht und seither in unseren Köpfen und im Internet umherspukt? Interessant wäre heraus zu finden, wer genau das Gerücht rund um den 21.12.2012 kolportiert hat! Anbei noch ein interessanter Link zum Thema “größerer

    • Gold ist Geld sagt:

      Ich behaupte, daß 89 % vom 21.12.1012 noch nie etwas gehört haben! Und wenn, dann ist es eben eine Verschwörungstheorie. Manchmal sind die Schafe eben doch ganz nützlich!

      • annadomini sagt:

        Oh, falsch. Viele meiner Geschäftskunden, von jung bis alt, einfach bis hochgebildet, sprechen über den 21.12.2012 – ich hatte da auch schon meine Gedanken, ob es gesteuert ist und noch etwas auf uns zukommt, was dann als gegeben erklärt wird.

  17. Munnie sagt:

    Ich möchte hier noch einmal den Link von “Autofokus” reinstellen.
    Hab ihn gerade durchgelesen und finde die Aussagen des schweizerischen Professors sehr bedeutsam. So manche Entwicklungen in D werden damit erklärbar.

    http://politonline.ch/?content=news&newsid=1852

    Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. (wobei ich nicht sagen möchte, dass D unbedingt der Frömmste ist)

    • Gold ist Geld sagt:

      Aus meiner Sicht ist definitiv das “Deutschtum” angegriffen, wobei das Land der Dichter und Denker schon absolut vernichtet ist und nun der ehrliche strebsame Arbeiter bzw. der Mittelstand auf der Abschußliste steht – und damit schließe ich ausdrücklich jenseits der MINT-Studien sämtliche Akademiker aus, bis auf einige Ausnahmen (Gerd Habermann z. B.). Unser “Ingenieur” soll ebenso ausgeschaltet werden, wie unser duales Ausbildungssystem (Lehre + Berufsschule), um einem vollkommen praktisch unanwendbaren Bachelor/Master Studium unterworfen zu werden. Viele dieser Absolventen haben schon mehrere Großunternehmen in den Untergang geführt (Thyssen/Krupp, Karstadt usw.) In den USA ist fast kein Absolvent eines IT-Studiums in der Lage, Programme anwendungsbezogen zu schreiben. Die müssen sich von Garagenhackern anlernen lassen und haben trotzdem 125.000 $ Schulden auf dem Buckel! Also: Cui Bono?

  18. iris bücker sagt:

    Die Eliten werden ein “Ende mit Schrecken” nicht zulassen, sie werden hinauszögern bis es nicht mehr geht. Das alles wird 2014 in üblen Bürgerkriegen enden. Erst dann kann ein (ganz anderer) Neubeginn stattfinden. Man stelle sich besser auf eine längere sehr garstige Zeit ein, die nicht nur die Währungen betrifft, sondern auch alles andere, das uns umgibt. Die Herzen der Menschen (die noch Wohlstand haben) sind sehr kalt geworden. Die Wut derer, die nichts haben, wird sich entladen.
    von “Der Frau mit den Schwefelhölzchen”

    • Gold ist Geld sagt:

      Aber die mit den “Schwefelhölzchen” werden sich hoffentlich finden. Bis dahin gilt: Sagt den Leuten was kommen wird und entscheidet dann, wen ihr mit ins Boot nehmt (wem ihr vertrauen könnt), und wer seinem dekadenten Elend überlassen werden soll, damit ihr überleben könnt. Es ist gut, wenn man wenigstens eine vertrauenswürdige Seele an seiner Seite weiß. Was Sie persönlich betrifft glaube ich, daß ich lieber mit Ihnen die kommende Zeit durchleben wollte als mit irgendeinem meiner Verwandten. Gott sei Dank ist meine eigene kleine Familie trotz der kranken Außeneinflüsse in Takt.

  19. jay twelve sagt:

    Im diesem Sinne, hört man von Euro Gläubigen alltäglich folgendes Gebet: “ALL EURO-TEURO, GOTT MAMMON IST GROß UND ROTHSCHILD IST DER LETZTE PROPHET, AMEN:”

    Die Euro Skeptiker antworten mit dem Gebet: ” ICH SUCHE ZUFLUCHT VON DEM VERFLUCHEN TEUFEL BEI GOTT, DEM GÜTIGEN, DEM BARMHERZIGE, AMEN.”
    Beider Gläubiger wenden sich mit ihren Morgengebet zur Tempel EZB nach Frankfurt.

    Das EU Szenario erinnert stark an die Amtszeit der Königin Elisabeth I, als sie am 25 Februar 1570 von Papst Pius V. (heute der MARKT) exkommuniziert wurde.
    Damals England, heute die EU, befinden sich finanziell und politisch im desolaten Zustand. Merkel spielt die Rolle der Elisabeth I und Lagarde die Rolle von Maria, die Katholische, genannt “Bloody Mary”.
    Barroso spielt die Rolle des spanischen Königs Philip II, der Intriganten schlecht hin.
    Schäube ist der von Elisabeth geadelte Freibeuter- Pirat Francis Drake.

    • Gold ist Geld sagt:

      http://www.dailymail.co.uk/news/article-2054061/Prince-Charles-joins-campaign-save-Transylvanias-forests–inspired-family-connections-Count-Dracula.html

      Es ist doch erstaunlich, wie diese Royals und das britische Imperium derzeit so gar nicht auf der Abschußliste stattfinden: Durch Martin Luther haben sie die “Opposition” eingenommen und Teile und Herrsche weitergespielt. Sie konnten sich sicher sein, akzeptiert zu werden, da sie mit der katholischen Kirche gebrochen haben, daß das Volk sie in ihren Freiheitsbestrebungen akzeptieren würde, da sie ja selbst “Ausgestoßene” waren. LOOOL! Und das doofe Volk, mit seinem Anspruch an einen Führer, hat sich selbst wieder mal ins Knie gefickt! Solange das Volk keinen Anspruch an die Freiheit verspürt und lieber der glückliche Sklave mit Kranken- Renten- und Arbeitslosenversicherung ist, habe ich keine Hoffnung für ein selbstbestimmtes, freies, eigenverantwortliches, gerechtes und bezahlbares Leben, denn nichts ist so unendlich wie die Dummheit! “Die Dummheit der Menschen ist so unendlich wie das Weltall, wobei ich mir bei Letzterem nicht so ganz sicher bin” (Albert Einstein)

  20. Zeitzeuge sagt:

    Lieber Prof. Klamer,

    welchen Rat hinschtlich sittlich vertretbarer Handlungsweisen erteilen Sie der Zivilgesellschaft in den Niederlanden und dem deutschen Volk? Er kann nicht ausreichend sein, die Dinge relativ genau und richtig zu beschreiben, wenn daraus keine konkrete Handlungsweise abgeleitet wird, um sittlich reif und angemessen nach der eignenen Erkenntnis zu handeln. Besonders wir Deutschen stehen in der Gefahr, als die “eigentlich Schuldigen” wieder einmal gebranntmarkt zu werden, weil wir als maßgeblich bürgenden viel zu lange diese zur ideologischen Lüge verkommene Politik geduldet, zugelassen und maßgeblich mitgetragen haben.

    • Gold ist Geld sagt:

      Ich denke mal, daß wir Deutschen darauf warten müssen, aus dem Euro geschmissen zu werden, weil unsere Wirtschaftskraft zerstörend für die Faulen ist. Allerdings ist das wahrscheinlichste Szenario, daß zuerst unsere Wirtschaft zerstört werden soll, damit wir nicht wieder zum Problem werden (und damit meine ich nicht Hitlerdeutschland, sondern das Land der Dichter und Denker und Erfinder).
      Sehen Sie sich mal die Georgia Guide Stones an und Club of Rome usw. Und halten Sie bitte nicht mich für bekloppt, sondern diejenigen, die so einen Scheiß in Steine meißeln lassen. http://www.kickthemallout.com/article.php/Story-Georgia_Guide_Stones
      Und wenn Sie jetzt meinen, daß das ja durchaus nachvollziehbare Vorschläge sind, dann wählen Sie doch bitte auch die 6,5 Milliarden Menschen aus, die dann sterben sollen, damit dieses planwirtschaftliche, rationale Konstrukt auch ausgeführt werden kann. Vielleicht bieten Sie sich freiwillig an? Oder doch lieber die doofen Neger in Afrika, die mit ihren Rohstoffen eh nichts anfangen können, weil die sich ja lieber das Gehirn ausvögeln oder durch Waffen ausblasen lassen? Der Genozid durch die Gutmenschen hat dort schon lange angefangen, dort wird jetzt “geimpft”!

  21. Zeitzeuge sagt:

    Gibt es inzwischen eine Bürgerbewegung gegen die EURO-Wahnsinn in den Niederlanden? WIe organisieren sich die Leute, was können wir von ihnen lernen? Ich bin an allem Konkreten interessiert.

  22. Rolf D. Lenkewitz sagt:

    @Karl-Heinz: Es gibt nachwievor einen verschleierten Aspekt, der eine gewaltige Dimension in der Krise hat und das ist die Höhe der Verluste aus gehebelten Scheinvermögen (ähnich wie: Haben, Soll, Debitor. Kreditor). Keine Regierung hat bisher, zumindestens öffentlich, eine Analyse der Finanzkrise vorgelegt, die zu einer Information führt wie hoch die Verluste bei den Banken sind. Seit 2005 geistern dazu verschiedene Zahlen durch das Internet, es wird meistens von 6000 Miliarden Verlusten geredet und dann gibt es noch die Zahl der als kritisch bewerteten Derivate in Höhe von 25 000 Milliarden. Einige Ökonomen, wie z.B. Prof. Sinn haben Berechnung dazu vorgelegt. Der jetzige Versuch die Handelsprozesse, bzw. den Prozess der ‘Überrollierens’ von Schulden, wie z.B. Staatsanleihen mit Geldflutungen in Gang zu bringen kann daher nicht funktionieren, weil dazu auch gehört die Kreditvergabe insgesamt wieder gewaltig zu erhöhen, weitaus höher als dies bisher der Fall war. Bisher versickern die Geldflutungen bei den Banken direkt, sind reine ‘Betablocker’ und führten wg. der Besonderheiten moderner Investmentprozesse deswegen noch nicht zur Hyperinflation! Wenn man mehr verstehen will muss man einfach nur der Frage nachgehen wie so etwas angesicht tausender Milliarden an Geldtendern überhaupt möglich ist!?

  23. Sebastian Nillies sagt:

    Ja richtig! Denn je mehr Reserven man zur sinnlosen Euro-Rettung opfert, desto weniger Reserven bleiben für den Neuanfang.

    Deutschlands Verlust durch die Euro-Einführung beträgt 2 – 2,5 Billionen. Dieser Betrag ergibt sich aus der Summe der Exportüberschüsse, seit Euro-Einführung. Hätte Deutschland eine eigene Währung gehabt, so hätten wir im Gegenzug Wahren im gleichen Umfang importieren (und an die Bevolkerung verschenken) können, ohne das Inflation entsteht.

    In der Natur laufen Prozesse in einer Bestimmten Reihenfolge ab. Das Vertauschen der Reihenfolge fürt in der Regel nicht zu gewünschten Erfolg. Das betrifft auch den verzweifelten Versuch den Staatenbund nachzuholen.

    Sebastian Nillies

  24. malocher: sagt:

    Ich denke das sich die Finanzelite weiter auf das ZK der BRD GmbH
    verlassen kann .

  25. Karl Heinz sagt:

    Die Analyse von Arjo Klamer ist durchaus schlüssig.

    Nur werden die Besitzer des EU-Kartells vor dem Zusammenbruch noch versuchen den Schrott der Banken wieder handelbar zu machen, damit er abverkauft werden kann.

    Dazu wird es noch mehrere Geldflutungen der EZB geben, um ein Kursfeuerwerk zu entfachen. Bei steigenden Kursen erscheinen dann auch die Schrottanleihen wieder attraktiv. Schließlich suchen diese riesigen Geldmengen -verzweifelt- nach einer “gewinnversprechenden” Anlage.

    Die Banken sind dann ihren Mist los und können getrost die Sinflut abwarten.

    • Steppenwolf sagt:

      Das alles brauch man nicht mehr ernst zu nehmen. Alles relativ. Nullen
      und Einzen im Computer. Buntes Papier mit Zahlen darauf dessen Wert
      vom Vertrauen abhängt. Alles zusammen entspricht dem X-fachen Wert
      des auf der Welt exestierenden realen Gegenwerte. Ist bei einem System
      das auf Zins setzt, der aber nie geschöpft wurde, Dank Zinseszinsrechnung
      schon von Anfang an gescheitert und daher muß alle 2-3 Generationen
      ein Reset, Krieg, Seuche, Währungsreform, Inflation ec. stattfinden und in
      einer solchen Endphase befinden wir uns.

  26. Reinhold sagt:

    Die Vernunft und das Begriffene offen zu artikulieren nimmt weiter zu. Die Ideologen/Verbrecher werden es jedoch ignorieren da sie Angst davor haben für ihre Taten gerichtet zu werden. So werden die Bürger über den Fluchtreflex der Eurofanatiker in den Abgrund gestürtzt.

  27. whoknows sagt:

    Guter Artikel, vor allem die Darstellung des Euro und der EU als Ideologie. Das ist genau meine Erkenntnis, und rückblickend gesehen auch der Grund für die Einführung des Euro.

    Und weil das so ist, können wir sicher sein, das “the powers that be” alles daran setzen das System Euro zu erhalten, koste es den Bürger alles was es wolle. Denn den EU-Eliten geht es um Machterhalt in der neuen globalisierten Welt in der die Bedeutung Europas unvermeidlich abnimmt. Deshalb der Satz: “Stirbt der Euro, stirbt Europa”, aber deren Europa, nicht das Europa des Bürgers.

    Ich würde das mehr als begrüßen.

    • Zeitzeuge sagt:

      Oh, das wird aber eine sehr schwere Zeit werden, denken Sie an die Unruhen in London, das war nur ein kleiner Vorgeschmack und unsere ausländischen Mitbürger (“Kulturberiecherer”) werden dann nicht mit Blumen in der Hand bei den Deutschen vor der Haus-/Wohungstür stehen.

      • Zeitzeuge sagt:

        … “Kulturbereicherer”… sind natürlich gemeint, besonders von den “Grünen” empfohlen.

      • who knows sagt:

        @Zeitzeuge:
        “unsere ausländischen Mitbürger (“Kulturbereicherer”) werden dann nicht mit Blumen in der Hand bei den Deutschen vor der Haus-/Wohungstür stehen.”

        Das ist mir schon klar. Ich bin u.a. auch deshalb froh, nicht mehr in Hamburg oder einer anderen deutschen Großstadt wohnen und arbeiten zu müssen.

        Die berühmte Distanz von mehr als einer Tankfüllung entfernt von einer Großstadt, ist in Deutschland allerdings etwas schwierig zu erreichen. ;)

  28. Hans Kolpak sagt:

    Wer nicht hören will, muß fühlen! Euros auf dem Girokonto und Edelmetalle im Schließfach sind im Ernstfall außer Reichweite und der Willkür eines Konkursverwalters ausgesetzt. Das Gedankenspiel geht weiter bis zum Enteignungsartikel im deutschen Grundgesetz.

    Wenn Bankschalter zu sind und Geldautomaten abgeschaltet, sind bereits vorhandene Scheine und Münzen ein Segen. Aber das Bargeld ist verrucht. Es wird so getan, als hätten nur Kriminelle Bargeld. Wer will schon kriminell sein? In Italien soll der Gebrauch von Bargeld drastisch eingeschränkt werden: Monti will Italien in eine bargeldlose Gesellschaft verwandeln.

    Es gibt ein schönes Argument gegen Kreditkarten, auch gegen Prepaid Geldkarten: “Ich vertraue meiner Regierung, aber ich vertraue nicht den Zinshaien des Kreditmarktes!”.

    Die gleiche Logik ist an Edelmetalle geknüpft. Seit Jahrtausenden haben sie ihren Wert bewahrt. Sie sind unabhängig vom Eigentümer und unabhängig vom jeweiligen Staat, der gerade über ein Volk herrscht oder sich im Chaos auflöst, um von einer neuen Regierung abgelöst zu werden.

    Hans Kolpak
    Deutsche ZivilGesellschaft

    • Zeitzeuge sagt:

      Die Diebe und Plünderer werden sich Ihren Namen gut einprägen, Herr Kolpak.

    • Steppenwolf sagt:

      Da würde ich an Ihrer stelle Goldketten bevorzugen, war im Mittelalter in,
      kann man die entsprechend benötigten Glieder abkneifen.

  29. rxm sagt:

    Leider fürchte ich, dass das langsame Sterben des Euro weitergehen wird. Solange, bis die Schulden sozialisiert und komplett auf die Steuerzahler abgewälzt sind. Die Demokratie wird weiter unterhöhlt werden, unsere Politker werden weiter den letzten Rest Vertrauen in unser politisches System zerstören. Ebenso wird die Rechtsbeugung durch die Regierenden ungemindert weitergehen. Man kann nur hoffen, dass tatsächlich irgendwann der Kollaps eintritt um dem ganzen üblen Spuk ein schnelles Ende zu machen.

    • Zeitzeuge sagt:

      So wird es wohl sein, wenn die Märkte nicht vorher zusammenbrechen bzw. die Bürger weiterhin darauf verzichten, eine zivilgesellschaftliche Organsiation zu entwickeln, die sich diesem Prozeß klug und mit den Mittel des zivilen Widerstandes und mit Zivilcourage entgegenstellen. Nur Menschen, die sich sachbezogen und geistig fit und klug organisieren, sind in der Lage, einen gegenläufigen Prozeß zu gestalten, die “Masse” ist im Prinzip nur zu destruktiven Handlungen fähig, siehe freidliche Revolution in der DDR – alles wurde von Kohl und der BRD-Oligarchie im Auftrage der USA in die “richtigen” Bahnen gelenkt und die Leute haben das bis heute nicht begriffen. Weshalb mußt ein Rohwedder sterben? Beide großen Krichen schweigen – selbst auf konkrete Nachfrage hin – zu dem, was Frau Merkel “veranstaltet”.

  30. Kein Eurofan sagt:

    Man kann es auch noch etwas anders ausdrücken. Kein System mit ausgeprägt diktatorischem Charakter und rein dirigiert von oben nach unten ohne jegliches Mitspracherecht des Volkes wird auf lange Dauer überleben. Es ist zum scheitern verurteilt. Das betrifft nicht nur den Euro, sondern den ganzen Moloch EU.

  31. oj sagt:

    Der Herr Klamer hat in allem Recht, nur der Zeitpunkt zur Eurozonenauflösung 2010 wird durch einen der oben beschriebenen Gründe wohl erst 2012 beginnen.
    Das ganze Eurodahinsiechtum ist vergleichbar mit einem aussichtslosen Gefecht.
    Lieber ein geordneter Rückzug mit wenig verlusten als ein Durchhalten bis zum bitteren Ende.
    Aber man braucht sich nur umzuschauen,jeder der Verantwortlichen Politiker,Finanzprofis… klebt mit seinem Hintern an dem Wohlstandsleben eben nun mal fest und wird allein deswegen einen geordneten Crash nicht zulassen.

  32. Munnie sagt:

    Der Mann spricht mir aus der Seele !
    Gut zu wissen, dass unsere Nachbarn auch die Nase voll haben.
    Es ist was im Busch. Das merkt man ganz deutlich. Sogar die MSM werden immer offener und berichten etwas kritischer.

    Bezüglich Griechenland: Hört euch doch mal an, was Andreas Popp dazu zu sagen hat. Sehr interessant, es geht um Öl.

    http://www.wissensmanufaktur.net/ked

    Ich wünsche allen Lesern und Schreibern und der tollen Redaktion noch ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest.
    (Freut euch daran, solange es noch geht. Im nächsten Jahr wird alles anders.)

  33. G.N. sagt:

    Ein sehr guter Artikel, der den Finger in die offene Wunde legt.
    Genau DAS sind die Probleme. Aber die unverantwortlichen Politiker wischen sie vom Tisch, denn sie haben die Völker Europas verraten, jedoch glaube ich ganz sicher, dass die Völker sich am Ende ihr Recht nehmen werden. Je später das geschehen wird, desto heftiger wird dieser Prozess!

  34. DeutscheMarkWieder sagt:

    Ganz genau! Jetzt muss man anfangen, Druck auf die Politiker zu machen, ein Ende mit Schrecken statt ein Schrecken ohne Ende zu finden, also die DM, den Gulden, den Schilling etc wieder einzufuhren. Die Partei, die dies macht und dem Volk dies erklaren kann, wird die Wahlen gewinnen!

    • cashca sagt:

      Arjo Klamer: „Euro-Crash wäre weniger schlimm als das langsame Sterben“
      So denken viele und es werden immer mehr, weil es richtig ist.
      Auch die viele guten Beiträge hier bestätigen das.

      @DeutscheMarkWieder sagt:
      ZITAT:_… ein Ende mit Schrecken statt ein Schrecken ohne Ende zu finden, also die DM, den Gulden, den Schilling etc wieder einzufuhren. Die Partei, die dies macht und dem Volk dies erklaren kann, wird die Wahlen gewinnen!
      ———–
      Die Partei, die dies macht..können wir finden, aber nicht unter den ersten 5 in der Liste.. sondern weiter hinten.
      Alles was in dem Artikel steht, was die Leser hier schreiben, das ist genau das Vorhaben -das Programm der Bueso- genau diese Forderungen stellt sie auf, um wieder auf die Beine zu kommen- neu zu starten. Andernfalls sagt sie, wird es einen totalen Absturz geben.
      Es leuchtet ein, denn diese Schulden können niemals bezahlt werden, also muß man handeln- nicht übermorgen sondern jetzt!

      .

  35. Andi sagt:

    Und damit hat er wahrscheinlich gar nicht mal so unrecht!

  36. uhupardo sagt:

    Bravo, Arjo Klamer, die Meinung “Lieber ein Ende mit Schrecken …” verteate ich schon lange – nicht nur, was den Euro angeht, sondern bezüglich des gesamten Wirtschaftssystems. Zu befürchten ist allerdings, dass alle dem Tanz ums Feuer noch lange zuschauen werden, weil es ungeheuer schwierig scheint, sich von tradierten Denkmustern zu lösen, egal wie sehr sie sich dabei selbst verbrennen.

    http://uhupardo.wordpress.com/2011/12/25/tanz-um-das-feuer/

    • mandelkern sagt:

      Da gibt es doch das Märchen vom Rumpelstilzchen, das ebenfalls ums Feuer tanzte, weil es einen richtig guten Deal gemacht hatte.
      Es konnte nämlich aus Stroh Gold spinnen!
      Also Werte aus dem Nichts schaffen.
      für diese Dienstleistung verlangte es allerdings die Verpfändung der Zukunft, das erstgeborene Kind. Weil es zwar Gold machen konnte, aber sonst unfruchtbar war.
      Im Märchen geht die Sache gut aus, das Stilzchen wurde entmachtet, als man es beim NAMEN zu nennen wusste, den es niemandem verriet – sprich: als das erkannte, was es war.

      Hätte ich gar nicht gedacht, wieviel aktuelle ökonomische Weisheit in einer überlieferten Volkserzählung stecken kann.
      Offenbar machten sich schon unsere Vorfahren viele Gedanken über das Geldsystem.

      • tomorrow sagt:

        Das moderne Rumpelstielzchen ist auch ein Troll und heißt heute:
        Van Rompuystielzchen.

        Am Ende wird es sich selbst zerreißen.
        Es ist nur eine Frage der Zeit.

      • Zeitzeuge sagt:

        Alle Verhältnisse zwischenmenschlicher Art sind auf konkrete Gesichter, Namen, Worte und Taten (und Unterlassungen) zurückzuführen, das war in der Geschichte immer so. Deshalb ist sie wohl die wichtigste Quelle der Erkenntnis und sie befähigt die Klugen und Mutigen auch zum richtigen eigenen und gemeinschaftlichen Handeln. Leider sind die weniger hilfreichen Märchen viel beliebter, angefangen beim “Fußballmärchen”…

      • uhupardo sagt:

        Vielen Dank, der hat mir gut gefallen, die Parallele hatte ich nicht gesehen. :-)

  37. Steuerzahler sagt:

    Diesen Aussagen stimme ich 100%ig zu.

    Leider hat Prof. Klamer auch recht, wenn er sagt, dass der Euro zur Religion geworden ist. Genau wie am Klimawahn halten die Politiker daran fest, auch wenn die Bevölkerung dagegen ist. Bei uns in D ist das besonders zu spüren!

    Nicht mal eine gescheite Oposition haben wir in unserem Land!

    Einfach nur noch traurig!

    Es wird Zeit, dass sich die EU endlich auflöst und der Euro zur Geschichte wird. Er hat uns unser Vermögen gekostet. Wir brauchen niemanden, der für uns Schulden macht!
    Erst recht keinen Finanzminister, der sich für Schuldensperre ausspricht und gleichzeitig zum Erhalt des Euro alle Schulden auf uns ablädt.
    Dazu darf ich gar nicht schreiben was ich denke!

  38. Rico Coracao sagt:

    Wie recht er hat:
    “Die Banken haben die reale Wirtschaft als Geisel genommen.
    Wir laufen und arbeiten nur noch für die Banken.“

    Bloß raus, raus, raus…
    Deutschland ist 24 Monate später wieder auf dem Damm
    und wir haben wieder echte Kaufkraft in der Tasche!

    Gerne zusammen mit Holland, Polen, Finnland und Österreich (den Ösis muß man dann halt kurzfristig unter die Arme greifen, wegen Ihren verlustreichen Ostländergeschäften)
    Man kann ja dann mittelfristig gucken, wer noch als Mitglied geeignet wäre,
    aber dann immer mit Volksabstimmungen in den Mitgliedsländern und Einstimmig..!

    Wir dürfen aber natürlich nicht die Franzosen demütigen, sondern unterstützen,
    aber z.Zt. wären sie erstmal nicht dabei..

    Ohne diese Eurozone hätten wir z.B. Griechenland FREIWILLIG geholfen,
    wären 1. sehr viel billiger davongekommen und hätten 2. echte Dankbarkeit erhalten!
    So wie es jetzt läuft sind beide Seiten sauer und diese Zwietracht wird
    sich durch die ganze Zone ziehen, bis zu Gefahren echter zwischenstaatlicher Spannungen, verstärkt durch den Unmut der Sparprogramme/Situation Arbeitsmarkt und extremer Parteien in Regierungen!
    Als Kind der 90er muß ich sagen, daß ich vor dem Euro in den Niederlanden oftmals Ressentiments gespürt hatte, als der EURO kam, hatte ich niemals mehr diese Erfahrungen, es war etwas “Gemeinsames”, das ist das Positivste am EURO gewesen und mit den “vernünftigen” Ländern sollte man zusammen bleiben, der Eliteclub hihihi

  39. murksel sagt:

    Schön dass ein Ökonom das einmal so deutlich ausspricht.
    Der Artikel sollte zur Pflichtlektüre für jeden europäischen Bürger werden.
    Ich hoffe nur dass der Crash bald kommt und im Zuge dieses Ereignisses die ganzen
    Gestalten in Büssel und alle verantwortlichen deutschen Politiker auf nimmer wiedersehen verschwinden.