Griechenland: Offizielle Grabungen nach Goldschatz

Legale und illegale Schatzsuchen erwecken bei den Griechen die Hoffnung auf ein besseres Leben. Eine offizielle Grabung hofft sogar, so viel Gold zu finden, um Griechenlands Staatschulden zurückzahlen zu können.

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Östlich von Thessaloniki, in den Hügeln von Varvara sucht eine Truppe von Schatzsuchern nach einem Goldschatz der angeblich 350 Milliarden Euro wert sein soll. „Sie suchen nach Gold, das genug wert sein soll, um Griechenlands Staatsschulden zurückzuzahlen“, sagte Stergios Goutsios, der städtische Beamte, der die Suche überwacht der Zeitung Kathimerini. Die Schatzsucher glauben, einem tonnenschweren Goldschatz auf der Spur zu sein, der im 19. Jahrhundert vor den angreifenden Türken versteckt wurde. Zwei erfolglose Versuche mussten sie allerdings bereits hinnehmen.

Die harten Einsparungen in Griechenland bringen die Menschen auf immer neue Ideen, um an Geld zu kommen (Politiker fordern beispielsweise einfach mehr Geld – mehr hier). Nun hat sich ein Trend zur Schatzsuche entwickelt. Menschen suchen in der Umgebung von historischen Plätzen nach wertvollen Gegenständen. Ihr Interesse gilt sowohl antiken Gegenständen wie Teilen von Töpferarbeiten und Münzen als auch Devotionalien aus dem zweiten Weltkrieg.

Obwohl die unangemeldete Schatzsuche gesetzlich streng verboten ist (Die schwere Lage bringt die Griechen dazu auch andere Gesetzesbrüche zu begehen z.B. Steuerbetrug – mehr hier), versuchen immer mehr Griechen ihr Glück: „Anfangs waren wir nur ein paar Gruppen von Leuten, jeder kannte jeden. Jetzt gräbt jeder!“, sagte einer der illegalen Schatzsucher der Nachrichtenagentur AP.

Erst kürzlich waren in Grevena fünf Männer inhaftiert worden, weil sie einen 15 Meter langen Tunnel angelegt hatten, um an einen vermeintlichen Schatz zu gelangen. Die Männer – alle über 40 Jahre alt – hatten nach einem vagen Hinweis eines Anwohners mit Gartenwerkzeugen begonnen, den Tunnel zu graben.

In Thessaloniki geht das Gerücht um, Bauarbeiter hätten auf einer Baustelle sogar das Aushubmaterial durchsiebt, um es auf wertvolle Gegenstände zu durchsuchen.

Bei einem weiteren Fall 25 Kilometer von Thessaloniki entfernt, wurden nachweislich sieben Menschen verhaftet, die auf der Suche nach Gold ein elf Meter tiefes Loch gegraben hatten: „Wir haben einen Haufen Leute, die in unserer Region suchen. Weil die Deutschen während des Krieges in einem Steinbruch hier arbeiteten, glauben viele, die hätten hier Gold versteckt“, sagte der örtliche Vizebürgermeister Giorgos Lazaridis. Offizielle Grabungen hätten allerdings nichts ergeben.

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Kommentare

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  1. Manfred sagt:

    „15 Meter langen Tunnel …mit Gartenwerkzeugen “
    „sieben Menschen verhaftet, die auf der Suche nach Gold ein elf Meter tiefes Loch…“
    Banaler Kommentar, ansonsten wertfrei:
    Die Verhafteten hatten wohl eher Glück im Unglück. Denn wenn man sich das im Artikel eingestellte Foto betrachtet, erkennt man keinerlei Verbauung! (Verbauung nennt man die Sicherung der Grabungswände gegen Einsturz)

  2. Colella Giuseppe sagt:

    Woher kommt der Name Italien?
    Was sieht man von Norden aus betrachtet? Einen Stiefel
    Was sieht man von Griechenland aus betrachtet? Einen Stierkopf
    Den alten Griechen haben wir Italiener den Namen zu verdanken,in Altgriechisch -italos- Stier ,Rind ,wer das festhielt in seinen Schriften war, Lucius Iunius Moderatus Columella , ein römischer Schriftsteller,
    und das zeichneten die Griechen, ohne Sateliten,Flugzeuge und Elektronik. find ich grandios .
    Der wahre Schatz der Griechen liegt meiner Meinung nach, nicht in Metallen und Steinen,sondern in den Lehren und Erkenntnisse Ihrer Ahnen,Epikur,Platon,Aristoteles,usw,Sie alle aufzuführen wär zu lang. Die Meisten von den Griechen-Filos wissen garn nicht, dass es diese Juwele bei Ihnen überhaupt gibt. Jetzt lass ich Sie(die Griechen) aber lieber weitergraben.

    MfG

    p.s. ich liebe die deutsche Sprache so sehr,damit lässt sich so leicht Etwas zweideutig ausdrücken,.

    • tomorrow sagt:

      Viele Worte (Wörter) der europäischen Sprache, haben einen gemeinsamen Ursprung. Die meisten Völker haben aufgrund ihrer Sprachkultur, auch wenn es nicht immer gleich klingt, einen gemeinsamen (Wortschatz) Ansatz. Gemessen an der Niederländischen Sprache, bis zur Ungarischen Sprache. Letztlich sind es nur lokale Eigenheiten. Das Gute ist, dass man sich verständigen kann und den Willen hat, sich zu verstehen.
      Der Wille ist das wesentliche und das war schon im 15. Jahrhundert so.
      (Als die Kaufleute die Ozeane bereisten) Usw. LG 🙂