Belgien will keine bulgarischen und rumänischen Arbeitskräfte

Belgien fordert wie auch Irland und Großbritannien das befristete Verbot für bulgarische und rumänische Arbeitnehmer auf weitere zwei Jahre zu verlängern. Das Europäische Parlament hingegen drängt auf Öffnung der Arbeitsmärkte.

Am vergangenen Freitag hatte die belgische Ministerin für Arbeit Monica De Coninck die Europäische Kommission offiziell darüber in Kenntnis gesetzt, dass Belgien die Verlängerung des befristeten Verbots für Bulgarien und Rumänien fordere. Erst kurz zuvor sei diese Ankündigung auch von Großbritannien und Irland eingegangen, berichtet die bulgarische Nachrichtenagentur BTA.

Schon am 25. Oktober hatte das Europäische Parlament eine Resolution verabschiedet, die die letzten zehn Mitgliedstaaten dazu aufforderte, ihre Arbeitsmärkte für Bulgaren und Rumänen bis zum Ende des Jahres 2011 zu öffnen. Erst zu Beginn dieser Woche hatte das Europäische Parlament seine Forderung mit Nachdruck erneuert.

Den Mitgliedstaaten wurde jedoch das Recht eingeräumt, das Verbot auf weitere zwei Jahre – also bis 2014 – zu verlängern. Die Anträge würden jedoch genau geprüft und nur gewährt werden, wenn ein Nachweis für eine Bedrohung ihrer nationalen Arbeitsmärkte erbracht werden kann.

Die Mitgliedstaaten, die bereits ihre Grenzen für Bulgarien und Rumänien geöffnet hatten, berichteten von keinen negativen Folgen. Ein Bericht der Kommission vom 11. November 2011 bekräftigte eher das Gegenteil. So hätten rumänische und bulgarische Arbeitnehmer einen positiven Einfluss auf die Volkswirtschaften der Mitgliedstaaten gehabt.

Dennoch: Österreich, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Luxemburg, Malta, die Niederlande und Großbritannien halten an dem beschränkten Zugang fest. Auch Spanien hatte aufgrund seiner hohen Arbeitslosigkeit die Zustimmung der Kommission für eine Beschränkung für Rumänen bis Dezember 2012 erhalten (mehr hier).

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Kommentare

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  1. K.M. sagt:

    Ich bin Bulgare, arbeite in Deutschland und zahle monatlich 1800 Euro nur Lohsteuer, d.h. von meinem Geldbeutel leben 3-4 deutsche Hartz-4 Schmarotzer.
    Ohne die ausländischen Arbeitskräfte wäre Deutschland pleite.

    • ole sagt:

      Das glaubst du doch selbst nicht! 1800 Euro an Steuern: Macht die Grenzen dicht und führt die Wehtpflicht wieder ein.

  2. Syssifus sagt:

    Die Belgier sind noch etwas mehr bereichert worden,als der dt.Michel,daher der Trend gegen diese Personen.Dumpingarbeiter und kriminelle Fachkräfte,haben die Belgier schon genügend.Wenn ich mich nicht irre,haben auch wir in unserem Land schon genug davon.

  3. General-Investigation sagt:

    @ Ralph Leuschner

    „Rumaenen und Bulgaren, weil diese billiger und flexibler sind.
    Diese arbeiten auch besser und laenger als die lokalen Arbeitnehmer fuers gleiche
    Geld. Das ist fuer uns Unternehmer in der schwierigen globalen Lage der Erfolgsfaktor
    der Zukunft, um wettbewerbsfaehig zu sein. “

    Was ist denn das für ein Unsinn? Die Arbeitnehmer aus Osteuropa müssen auch von irgendetwas leben können und wenn der Lohn noch geringer ausfällt als für die Einheimischen, können wir uns schon auf gewisse Verschlechterungen einrichten.
    Leider gibt es auch das Problem der Rumänischen udn Bulgarischen Banden, die in Europa und ganz besonders bei uns Ihr Unwesen treiben, Einbrüche und Bandendiebstähle begehen und ebenso schnell wieder verschwunden sind wie sie gekommen waren.
    Das ganze ist totaler Unfug, weil es mal wieder total undurchdacht ist. Wir hatten das schon mal, als dann plötzlich Englische Handwerker auftauchten und alle Selbstständig waren und ihren Erhaltenen Stundenlohn den Sie vereinbart haben, Brutto für Netto bekamen, weil man bei den Finanzämtern nicht wusste, wo denn nun der Lohn zu versteuern wäre. Und dabei ist es doch mehr als logisch, das es dort versteuert wird, wo es auch verdient wird.
    Aber da haben die Damen und Herren mehr als nur gepennt und x-Millionen DM sind den Kassen entwichen.
    Und nun will man den ganzen Mist noch einmal durchziehen, obwohl in den Ländern jeweils schon überall Millionen von Arbeitslosen selbst nichts haben?! Wie bescheuert ist das denn, das man erst andere versorgt bevor die eigenen Leute in Arbeit sind? Wenn man sich den Zorn der Menschen aufhalsen will, muß man das natürlich so machen. Allerdings gibt es Länder und deren Bewohner, die sich das nicht bieten lassen – probiert es doch mal in Frankreich aus; viel Spaß dabei.

  4. Margrit Steer sagt:

    Es wird höchste Zeit, dass dem diktatorischen Dreckstall Brüssel die Zügel angelegt werden.
    Am besten dieses Konstrukt Brüssel ganz auflösen
    Mehr und mehr wird die EU zu einer kriminellen Diktatur aus Brüssel
    Brüssel hat nicht zu bestimmen welches Land was tut.
    Niemand hat diese 3.klassigen Typen da in Brüssel gewählt.

  5. Knatterton sagt:

    Der „positive“ Einfluss auf die diversen Volkswirtschaften wird von den statistischen Ämtern in der Regel verschwiegen. Besonders zurückhaltend fungiert hier das Statistische Bundesamt, das keinerlei Zahlenmaterial zu den Kosten der unbegrenzten Zuwanderung veröffentlicht.
    Schätzungen gehen von Belastungen der deutschen Sozialsysteme in Höhe von 70 bis 100 Milliarden jährlich aus.

  6. Ralph Leuschner sagt:

    Die Staaten, welche die Arbeitnehmerfreizueg noch beantragen haben Angst vor den

    Rumaenen und Bulgaren, weil diese billiger und flexibler sind.

    Diese arbeiten auch besser und laenger als die lokalen Arbeitnehmer fuers gleiche

    Geld. Das ist fuer uns Unternehmer in der schwierigen globalen Lage der Erfolgsfaktor

    der Zukunft, um wettbewerbsfaehig zu sein.

    Gerade der deutsche Staat macht den Fehler, Verbrecher und Sozialbetrueger in

    Deutschland zu dulden und durch das Sozialsystem zu finanzieren, statt Leuten,

    welche durch ehrliche Arbeit Geld verdienen wollen, dieses zu ermoeglichen,

    damit durch die anfallenden Sozialabgaben und Steuereinnahmen das

    notwendige Staatsbudget aufgebessert wird, was gerade in Zeiten der Eurokrise

    dringend notwendig waere.

    Die deutsche Staatssystem und die Politik hat meiner meiner Meinung nach wirklich

    ausgedient. Es ist Zeit fuer Reformen. Das muessen auch die traegen und

    politikglaeubigen Deutschen langsam verstehen.

    • Küstennebel sagt:

      Die deutschen Unternehmer werden erst zufrieden sein, wenn die Arbeiter für einen Teller Suppe arbeiten (wie 1940 – 1945). Und dann werden sie nach einiger Zeit klagen, dass die Suppe zu teuer ist.

  7. Hans sagt:

    Spanien schickt schon die ersten Bulgaren wieder nach Hause, weil die auf deren Arbeitsmarkt keine Chance haben. Und daher vor allem Spanische Sozialtransfers beanspruchen. Die Spanier sind gerade recht klamm, daher hat die EU Kommision nichts dagegen.

    Auf den Arbeitsmarkt in DE und den anderen verweigerer Staaten wirds für die Bulgaren auch nicht besser aussehen. An Arbeitssuchende für einfache Stellen gibt es schon viel zu viele Einheimische Bewerber.

    Für die Staaten hieße eine Öffnung vor allem mehr Sozialkosten. Da alle Länder erhebliche Defiztiprobleme haben, wird der Vorschlag der Kommision abgelehnt.

  8. Karl Heinz sagt:

    Zitat:“So hätten rumänische und bulgarische Arbeitnehmer einen positiven Einfluss auf die Volkswirtschaften der Mitgliedstaaten gehabt.“

    Kann ich mir gut vorstellen. Jede exportorientierte Wirtschaft profitiert von der Senkung der Lohnstückkosten.

    Von den Auswirkungen auf die Lohnentwicklung und die Sozialsysteme war ja nicht die Rede.

  9. malocher: sagt:

    Davon mal abgesehen das in Berlin (Neukölln) 75000 Rumänen leben.
    Die meisten haben ein Kleingewerbe angemeldet.Wenn diese im Jahr
    2 Rechnungen über je 130 Euro vorweisen können sind diese ernsthaft gewollt
    Ihren Lebenunterhalt zu bestreiten.Natürlich reichen 260 Euro im Jahr nicht aus,
    da sie aber ein Gewerbe haben stehen ihnen auch Hartz 4 Zahlungen zu.
    Ansonsten müßten die Rumänen nach 3 Monaten das Land verlassen.
    Bei einer 5 Köpfigen Familei sind das im Monat mit Wohngeld und Kindergeld immerhin 2400 Euro.

  10. G.N. sagt:

    >Die Mitgliedstaaten, die bereits ihre Grenzen für Bulgarien und Rumänien geöffnet hatten, berichteten von keinen negativen Folgen. So hätten rumänische und bulgarische Arbeitnehmer einen positiven Einfluss auf die Volkswirtschaften der Mitgliedstaaten gehabt.<

    Ich möchte gerne wissen, WER das sagt.
    Das Volk hat kein Sprachrohr und die Politik ist angepasst. und zu feige, die Wahrheit zu sagen. Das sieht man auch an Wulff. Für ihn gehört zwar, jeden Tag neu, der Islam zu Deutschland, aber er äußert nicht ein Wort zur Christenverfolgung in Afrika!

    Allein in Dortmund leben Tasuende dieser angeblichen "Fachkräfte" aus Rumänien. Sie sind wahrlich ein "Gewinn". Zigeuner, die die Häuser restlos zerwohnen und die Kriminalitätsrate und die Prostitution steigt und steigt.
    Nur Lügen, die uns aufgetischt werden!
    Es ist dermaßen ekelerregend, was uns ständig hier zugemutet wird.