China will Astronauten auf den Mond schicken

Die Regierung in Peking hat offiziell ihren Plan bekanntgegeben, einen bemannten Raumflug zum Mond durchführen zu wollen. Der Flug sei für die Zeit nach dem Jahr 2020 geplant.

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Erstmals seit fast 40 Jahren (Apollo 17 im Dezember 1972 – mehr hier) will mit China eine Nation den Amerikanern nacheifern und eine bemannte Mondlandung durchführen. In einem in Peking am Donnerstag veröffentlichten White Paper gab die chinesische Regierung bekannt, dass sie „Studien zu einem vorläufigen Plan einer bemannten Mondlandung durchführen“ will. Damit ist die Mondlandung ein offizielles politisches Ziel.

Schon seit einiger Zeit wird in chinesischen Wissenschafts-Kreisen über einen Flug zum Mond diskutiert. Nun befassen sich auch Regierungsstellen damit. Zwar wird der Flug nach Einschätzung von chinesischen Experten frühestens nach dem Jahr 2020 stattfinden. Aber es ist bemerkenswert, dass China nur kurze Zeit nach dem Ende des amerikanischen Space Shuttle Programms einen solchen Vorstoß wagt.

Bei einem Briefing in Peking sagte Zhang Wie, ein Beamter der chinesischen Raumfahrtprogramms, einem Bericht der FT zufolge: „Die Menschen in China sind wie alle Menschen auf der Erde. Wenn sie zum sternenbedeckten Himmel hochblicken, sind sie voller Sehnsucht nach dem weiten Universum.“

In Vorbereitung auf die Mondreise will China in den kommenden fünf Jahren verschiedene Satelliten starten, um die Erforschung des Weltalls voranzutreiben. Auch unbemannte Flüge zum Mond sollen stattfinden. Spätestens bis 2016 soll es „neue technologische Durchbrüche“ für bemannte Weltraumflüge geben. Dazu soll auch eine komplette Raumstation gehören.

Bereits Anfang der Woche hatte China ein Alternativsystem zur GPS-Satellitennavigation vorgestellt. Das System Beidu soll die Fischerei-Wirtschaft und die Telekommunikation unterstützen. Natürlich kann auch davon ausgegangen werden, dass dieses System auch militärischen Zwecken dienen wird.

Um das globale Misstrauen zu zerstreuen, dass die chinesischen Weltraum-Pläne vor allem dem Militär zugutekommen werden, will China mit anderen Staaten kooperieren.

Der erste Chinese im All war der „Taikonaut“ Yang Liwei, der 2003 ins Weltall geflogen war.

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Kommentare

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  1. EURO sagt:

    Für den deutschen Bürger wäre wichtig, zu erfahren:

    Soll das ein einfacher Flug werden oder ist auch ein Rückflug vorgesehen?
    Und fliegen Bundesregierung und die Kollektivisten in CDUCSUFDPSPDGRÜNELINKE mit? Als Beitrag zur deutsch-chinesischen Freundschaft oder schlicht als Entschuldigung gegenüber dem eigenen Volk?

  2. Colella Giuseppe sagt:

    Die Mondlandung war 1969,glaubte als Kind schon nicht daran,warum braucht man auf der Erde einen so grdssen Aufwand zum starten,und auf dem Mond spielt man dann plötzlich ,Raumschiff Enterprise?Nein, damals war es Sendung- Ufo soundso.
    Wenn man heutzutage noch als Politbürovorsitzende, an die Utopie des Kommunismus glaubt,deren falscher Annahme, dass alle Menschen gleich sind(Sie sind es eben nicht), als Weltsicht dient,die können auch an die Mondlandung glauben.Sorry, ich tuhs nicht. Oder, hat doch Roberto oder Unberto Eco recht,der selbstgefällig behauptet, in einer Fersehsendung vor deutschen Puplikum,-wer nicht an die offizieellen Version von- nine eleven-glaubt,ist paranoid.-ich glaube es nicht Herr Prof,,also bin ich damit paranoid. Ok, Herr Eco danke ,dann kann ich ja behaupten .Sie haben die antiken Werke der Griechen und Römer nicht ganz gelesen,geschweige, dann verstanden,denn wärs anders, würden Sie nie sowas behaupten.

    MfG

    • P.Vessel sagt:

      am besten gefallen mir die strandbuggy-szenen, abgespielt mit doppelter geschwindigkeit, zum schiessen …