Russland: Putin-Herausforderer will gemeinsame Währung mit der EU

Russland solle unter seiner Politik ein Teil des „großen Europa“ werden und eine gemeinsame Währung mit der EU verwirklichen, erklärte der russische Milliardär und Präsidentschaftskandidat. Dazu sollen der Rubel und der Euro verschmolzen werden.

Aktuell:
Italien: Auch Katolische Kirche muss mehr Steuern zahlen

Wladimir Putin hat einen Herausforderer: Ein Mann mit großen Visionen, der sich selbst unter die Protestler in Russland mischt (mehr hier). Nun hat Michail Prochorow auf seinem Journal Blog am Donnerstag die Leitlinien seiner Politik veröffentlicht, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Bezogen auf die Auslandpolitik strebt Prochorow die Integration Russlands in ein „großes Europa“ an und möchte sich für eine „gemeinsame globale Währung basierend auf dem Euro und dem Rubel“ einsetzen. Details, wie dies aussehen könnte, nannte er allerdings nicht.

Michail Prochorow, der Wladimir Putin im März bei den Präsidentschaftswahlen herausfordern wird, gibt sich auch innenpolitisch als Mann der politischen und sozialen Reformen. Es sei Zeit, zu verstehen, dass die Basis einer erfolgreichen Entwicklung der Nation nicht in den „Tonnen von Kohle, Öl-Barrels und Kubikmetern Holz steckt“, sondern in einem „System mit menschlichen Werten, die von der Gesellschaft geteilt und von dem Gesetz beschützt werden“, so Prochorow. Die „Politische Szene in Russland“, die von Putin kontrolliert wird, soll gelockert, das Rechtssystem reformiert und die Rekrutierung von Soldaten für das Militär abgeschafft werden, wenn er die Wahl im März gewinnen sollte.

Entsprechend werde es in diesem Fall auch eine Neuwahl des Parlaments im nächsten Dezember geben – eine der Kernforderungen der Massenproteste der vergangenen Wochen. „Ich werde meine Politik auf die russische Tradition aufbauen, die für lange Zeit nur in der russischen Literatur präsent war“, bekräftigt Michail Prochorow seine Ziele.

Mehr zum Thema:
Europa steht vor einem verlorenen Jahrzehnt
Spanien: Defizit explodiert erneut
Ärger für Merkel: EU-Parlament will Euro-Bonds

Kommentare

Dieser Artikel hat 38 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. ein Abgekartetes Spiel sagt:

    Wird Westeuropa bald eine russische Republik? Merkel ist wie Putin, man soll nie vergessen woher sie kommt.

  2. Ullrich Strakow sagt:

    Nichts in der Politik geschieht zufällig!

    Franklin D.Roosevelt

    Wenn der Herr Prochorow Amnestie für Wirtschaftskriminelle mit hochverräterischen Kontakten zu Goldmann Sachs Ganoven fordert ,dann will er das schuldenfreie Rußland den Wallstreet Papierdollarvermehrern und EU Vernichtern und globalen Profi Aggressoren Made USA ausliefern.Viele Oligarchen besitzen einen israelischen Pass.
    Woher kommt das Startkapital von Beressowski,Gussinski und anderer falscher,vaterlandsloser Trojaner ?Griechenland wurde gezielt in die Schuldenfalle gelockt ,was durch südländische Mentalität und Schlendrian vergangener griechischer Regierungen möglich wurde.Jedes Volk hat aufrichtige,fleißige Menschen und Verbrecher. Doch ,,unsere“ transatlantisch hörige mit zugegebenen 2,2 Billionen Schulden Regierung maßt sich an, die globale Glücksfee zu spielen.Wer Geld ohne Wertschöpfung verdient, ruiniert Volkswirtschaften ,schafft Lohndumping und provoziert Bürgerkrieg .Überbevölkerung,überholte Wirtschaftsstrukturen,Umweltschutz sind die eigentlichen Herausforderungen .

  3. encolere sagt:

    Na Finanzminister unter Putin wird der nicht !